Zuchtviehauktion in Hamm

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Flotte Septemberauktion in der RUW-Arena

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    Teuerste Färse der Septemberauktion war diese schaufertig präsentierte Spirit Red-Tochter (Kat.-Nr. 125) aus der Zucht der Grunewald-Olbing GbR aus Raesfeld. Neben ihrem fehlerfreien Erscheinungsbild überzeugte diese Topfärse auch noch mit einer Einsatzleistung von gut 40 kg Milch. Sie wurde für 3.500 € im Kaufauftrag für einen Kunden aus Sachsen-Anhalt ersteigert © Klemens Oechtering
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    Ebenfalls aus der hervorragenden Kollektion aus der Zucht der Grunewald-Olbind GbR stammte diese Renegade-Tochter (Kat.-Nr. 115), die sich auf glasklaren Fundamenten durch den Ring bewegte und für 3.200 € zugeschlagen wurde. © Klemens Oechtering
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    Kat.-Nr. 169 (20260901-KATNR-169-0542790494-Vollmacht-Brinkmeier-Stienhans-3200) Diese in allen Belangen überzeugende Vollmacht-Tochter (Kat.-Nr. 169) aus der Zucht von Annette Brinkmeier-Stienhans aus Rheda-Wiedenbrück, verdeutlichte einmal mehr, dass auch Top-Braunviehfärsen in Hamm zum Verkauf kommen. Der Hammer fiel beim Gebot von 3.200 € zu Gunsten eines Züchters aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich. © Klemens Oechtering

Ein breit gefächertes Angebot an Deckbullen, Kühen, Färsen, Jungrindern und Zuchtkälbern präsentierte sich am 1. September anlässlich der 357. Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG in der RUW-Arena in Hamm dem Publikum. Mit insgesamt 250 Verkaufstieren war die Halle gut gefüllt und beim morgendlichen Gang durch die Stallgassen konnten sich die Kaufinteressenten von der einheitlichen Qualität der Tiere ein eigenes Bild machen. Nachdem der Deckbullenmarkt etwas verhaltener startete, nahm die Versteigerung bei den Kühen und Färsen sofort von Beginn an ordentlich Fahrt auf und endete mit einem deutlich angestiegenen Durchschnittspreis. Der große, in Deutschland einmalige Jungviehmarkt am Ende der Auktion wurde zügig und vollständig zu ansprechenden Preisen geräumt.

3.600 € für einen hornlosen DAY PP-Sohn

Die Nachfrage am Deckbullenmarkt gestaltete sich etwas verhaltener als noch vier Wochen zuvor. Dennoch resultierte am Ende des Auktionstages ein Durchschnittspreis von 2.700 €. Nachfragebedingt konnten allerdings nicht alle Bullen an neue Besitzer vermittelt werden. Den Tageshöchstpreis sicherte sich Meinolf Heihoff-Schwede aus Delbrück mit einem hervorragend entwickelten und natürlich hornlosen DAY PP-Sohn, der mit einem Gesamtzuchtwert von 140 gRZG und 2.249 RZ€ und einem ausgeglichenen Zuchtwertprofil überzeugte. Ein Züchter aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein sicherte sich den Zuschlag mit dem Gebot von 3.600 €. Aus dem gleichen Verkäuferbetrieb stammte Concerto, ein CHAMPION-Sohn, der aus einem leistungsstarken Kuhstamm mit besten Inhaltsstoffgehalten gezogen wurde und für 3.300 € zukünftig im Kreis Lippe seinen Deckeinsatz verrichten wird. Es folgte ein reinerbig hornloser CR 7-Sohn aus der Zucht von Franz-Josef Aussel aus Rheda-Wiedenbrück, der mit hohen Werten für Nutzungsdauer und Gesundheit auf sich aufmerksam machte und für 3.000 € in einen Zuchtbetrieb im Ruhr-Lippe-Kreis wechselte. Den gleichen Steigpreis sicherte sich Manfred Robert aus Vreden mit einem hornlosen Clark P-Sohn, der mit Höchstleistung von über 15.000 kg im Kuhstamm punktete und für einen Züchter aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm verladen wurde. Aus dem gleichen Verkäuferbetrieb stammte ein Mega-Red P-Sohn, den ein hessischer Kunde zum Steigpreis von 2.800 € ersteigerte. Die Spitzengruppe wurde durch einen DRESSMAN P-Sohn aus dem Bestand von Philipp Alte-Bornholt aus Hörstel komplettiert, der für ebenfalls 2.800 € in den Kreis Borken wechselte.

Steigendes Preisniveau am Rindermarkt

Am Rindermarkt standen 124 frisch abgekalbte und leistungsbereite junge Färsen zum Verkauf bereit, die beim Gang durch die Stallgassen durchweg überzeugen konnten. Es entwickelte sich gleich von Beginn an ein sehr zügiges Bietgeschehen, was mit einem deutlich angestiegenen Durchschnittspreis von 2.580 € einherging. Die Käufer kamen aus Italien, Polen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern und dem RUW-Gebiet. Die absolut sehenswerte Spitzenkollektion des Auktionstages stammte aus der Zucht der Grunewald-Olbing GbR aus Raesfeld und hatte schon bei der Tierbesichtigung auf sich aufmerksam gemacht. Gleich vier Rinder aus der Gruppe oberhalb der 3.000 €-Marke stammten aus dieser Kollektion. Spitzenreiter war eine schaufertig präsentierte Spirit-Red-Tochter mit über 40-kg Einsatzleistung, die sich ein Züchter aus Sachsen-Anhalt im Kaufauftrag für den Spitzenpreis von 3.500 € sicherte. Es folgte, die teuerste schwarzbunte Färse der Septemberauktion, eine Renegade-Tochter, die ihrer Stallgefährtin in nichts nachstand und zum Steigpreis von 3.300 € in einen Zuchtbetrieb im Kreis Lippe wechselte. Weiter ging es mit einer weiteren Renegade-Tochter, die für 3.200 € im Zuschlag ebenfalls nach Sachsen-Anhalt verkauft wurde. Das Spitzenquartett aus dem Hause Grunewald-Olbing komplettierte eine Gold Chip-Tochter zum Steigpreis von 3.100 €, die ihre Leistung zukünftig im Kreis Lippe erbringen wird. Ebenfalls 3.100 € erzielte Ludger Wiewer aus Drensteinfurt mit einer Luster-Tochter, die sich ein Züchter aus dem Märkischen Kreis sicherte. Für farbliche Abwechselung sorgte eine tolle Braunviehfärse aus der Zucht von Annette Brinkmeier-Stienhans aus Rheda-Wiedenbrück, die sich ein Züchter aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich mit dem Gebot von 3.200 € sicherte.

Großes Jungviehangebot lockt Käufer

Wie seit einigen Jahren üblich findet der Jungviehmarkt in Hamm im zweimonatigen Rhythmus statt. Zum Septembermarkt wurden 59 Jungrinder und 46 Zuchtkälber aufgetrieben; ein großes Angebot das zahlreiche Käufer in die Zentralhallen lockte. Die Jungrinder erzielten einen durchschnittlichen Steigpreis von 838 €, während die Kälber für 463 € im Schnitt zugeschlagen wurden. Die Qualität der Tiere konnte absolut überzeugen und so wurden alle Tiere an neue Besitzer vermittelt. Den Höchstpreis bei den Jungrindern erzielte eine bestens entwickelte Pick Up-Tochter aus der Zucht von Andreas Pröbsting, die sich die Kunden aus Italien zum Steigpreis von 1.450 € sicherten. Es folgte eine FASHION P-Tochter aus der Zucht von Maria Köninck aus Steinfurt, die für 1.200 € in den Kreis Borken verkauft wurde. Je 1.100 € waren einem Kunden aus Niedersachsen eine Winston-Tochter aus der Zucht von Christian Egink aus Kranenburg und eine reinerbig hornlose Brandung P-Tochter aus der Zucht von Franz-Josef Aussel aus Rheda-Wiedenbrück wert. Teuerstes Kalb war eine Major Tom-Tochter aus der Zucht von Andreas Pröbsting, die mit einem Gesamtzuchtwert von 137 gRZG zum „runden Geld“ von 1.000 € an einen Züchter im Kreis Borken verkauft wurde. Es folgten drei ebenfalls hervorragend entwickelte Kälber, für die der Hammer des Auktionators bei je 750 € niederschlug, darunter eine hornlose MEETING P-Tochter und eine DRESSMAN P-Tochter aus der Zucht von Alexander Drerup aus Steinfurt und eine Cherub-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Johannes Krebbers aus Weeze. Alle drei Kälber wechselten in Käuferbetriebe aus dem Kreis Steinfurt.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, 29. September 2026 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen zum Download bereit. 

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