Die 359. Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG am 3. November 2026 in der RUW-Arena in Hamm hatte für die Kunden ein großes Angebot an Zuchttieren aus den verschiedenen Kategorien im Angebot. Insgesamt kamen gut 300 Deckbullen, Kühe, Färsen, Jungrinder und Zuchtkälber zum Verkauf. Ein Angebot das für jeden Käuferwunsch etwas Passendes bereit hielt. Die Kunden kamen aus allen Regionen Deutschlands, den Beneluxländern und Italien und sicherten sich wieder die besten Tiere für ihre Betriebe. Bei weiterhin positiven Preisentwicklungen am Milchmarkt war die Bereitschaft der Kunden für gute Qualität auch etwas mehr Geld zu investieren deutlich zu spüren, so dass sich alle Durchschnittspreise positiv entwickelten.
Deckbullen waren gefragt
Nach der morgendlichen Verbandsanerkennung standen insgesamt 17 Deckbullen zum Verkauf bereit. Die Bullen überzeugten mit guter Entwicklung und korrekten Fundamenten und wurden zu 100 Prozent an neue Besitzer vermittelt. Der Durchschnittspreis erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat leicht auf 2.947 € im Mittel. Die Preisspitze besetzen zwei hervorragend entwickelte und reinerbig hornlose Bullen aus dem Bestand von Thomas Blömer aus Heek. Ein Mega-Red P-Sohn gezogen aus einer leistungsstarken MOMENT PP-Mutter wechselte zum Spitzenpreis von 3.900 € in einen Milchviehbetrieb im Hochsauerlandkreis. Sein Stallgefährte, ein Powerpolle-Sohn, stand ihm in nichts nach und wurde für 3.600 € an einen Züchter aus dem Ruhr-Lippe-Kreis verkauft. Beide Bullen stammten aus langlebigen und exterieurstarken Kuhfamilien. Ebenfalls 3.600 € im Zuschlag erzielte die LMB GbR aus Borgholzhausen für einen ganz hervorragend entwickelten William-Sohn, der mit einem absolut tadellosen eigenen Erscheinungsbild begeisterte und zukünftig im Hochsauerlandkreis seinen Deckeinsatz verrichten wird. Aus der Zucht von Elisabeth Wacker-Diese aus Steinfurt stamme ein Simply Red-Sohn, der mit einem ausgeglichenen Zuchtwertprofil punktete und für 3.300 € in den Hochsauerlandkreis verladen wurde. Zum gleichen Steigpreis verkaufte Frank Fögeling aus Senden einen Bento-Sohn, den sich ein Züchter aus dem Kreis Kleve sicherte.
Lebhafte Nachfrage am Färsenmarkt
Das weiterhin steigende Milchpreisniveau und die insgesamt gute Qualität der angebotenen 134 Färsen sorgten für einen sehr zügigen Marktverlauf. Die Gebote schnellten regelmäßig auf Steigpreise von 3.000 € und darüber und so pendelte sich der Durchschnittspreis am Ende bei 2.830 € deutlich über dem Vormonatsergebnis ein. Den Höchstpreis von 3.600 € am Färsenmarkt teilten sich eine rot- und eine schwarzbunte Topfärse. Den Anfang machte eine MONEY P-Tochter, aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt. Bei ihr passte alles zusammen: Ein harmonisches Erscheinungsbild mit besten Bewegungsabläufen, ein exzellenter Kuhstamm und eine Einsatzleistung von gut 40 kg Milch – Gründe genug für eine Züchter aus dem Rheinisch-Bergischen-Kreis sich den Zuschlag für diese Färse nach längerem Bieterwettstreit zu sichern. Die schwarzbunte Spitzenfärse des Auktionstages, eine Rubels Red-Tochter, gezogen aus einer mit 88 Punkten bewerteten SNOWFLAKE-Mutter, stand der vorgenannten in nichts nach. Sie stammte aus der Zucht von Bernd Lösing aus Vreden und überzeugte mit einem schön ausbalancierten Euter mit feiner Textur, einer Einsatzleistung von sage und schreibe über 50 kg Milch und einem leistungsstarken Kuhstamm. Hier war es ein Stammkunde aus dem Kreis Kleve, der sich gegen die zahlreichen Mitbieter erfolgreich durchsetzen konnte. Aus der Stiepermann GbR aus Ladbergen stammte eine kapitale und in allen Belangen überzeugende Skyliner-Tochter, die sich ein Züchter aus dem Kreis Wesel zum Steigpreis von 3.500 € nicht entgehen ließ. Michael Roer aus Everswinkel verkaufte eine beeindruckende SPOOKY RED-Tochter zum Steigpreis von 3.400 € an einen Milchviehhalter aus dem Kreis Coesfeld. Es folgten sieben weitere Topfärsen zum Steigpreis von 3.300 €. Aus der Zucht von Andreas Pröbsting aus Everswinkel stammte eine leistungsstarke EUROVISION-Tochter, die im Kaufauftrag nach Baden-Württemberg vermittelt wurde. Die Stiepermann GBR aus Ladbergen war mit einer KEANE PP-Tochter und einer EL TORO-Tochter gleich zweimal mehr erfolgreich im Verkauf. Die Färsen werden zukünftig im Kreis Borken und in Sachsen gemolken. Mit einer CONVERSE-Tochter und einer Renegade-Tochter reihte sich auch die Hötger GbR gleich zweimal in der Reihe der Spitzenfärsen ein. Die Färsen wechselten in Betriebe im Kreis Kleve und in Sachsen. Eine Redstar-Tochter aus der Zucht von Ludger Fleer-Gesenhues aus Gronau und eine Hypnotic-Tochter aus dem Betrieb von Manfred Robert aus Verden, beide mit Tagesleistungen von 43 kg Milch wurden im Kaufauftrag an einen Kunden aus Sachsen vermittelt.
Einzigartiges Jungtierangebot
Mit über 150 Jungrinder und Zuchtkälber präsentierte sich der Hammer Jungviehmarkt mit einem einzigartigen Angebot in Deutschland. Nicht nur die reine Anzahl, sondern auch die Qualität der aufgetriebenen Tiere konnte bis auf ganz wenige Ausnahmen voll und ganz überzeugen. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Jungtiere aus beiden Kategorien zügig nachgefragt wurden. Der Durchschnittspreis für die Jungrinder pendelte sich bei 862 € ein, während die Kälber für 474 € im Mittel zugeschlagen wurden.
Bei den Jungrindern wurden in der Spitze zweimal 1.150 € erzielt. Zum einen für eine MONEY-P-Tochter aus der Zucht der Scheiper-Arning GbR aus Steinfurt, die in den Kreis Borken verkauft wurde und zum anderen für eine GARANTIE-Tochter aus der Zucht von Ludger Seegers aus Kalkar, die sich ein Züchter aus dem Kreis Warendorf sicherte. Eine weitere MONEY-P-Tochter aus dem Hause Scheiper-Arning wechselte für 1.100 € in den Betrieben eines Käufers aus Luxemburg. Den gleichen Steigpreis erzielte Chrisitan Egink aus Kranenburg mit einer Madtime-Tochter, die wiederum in den Kreis Borken verladen wurde.
Bei den Kälbern sicherte sich Philipp Hinnemann aus Laer den Höchstpreis von 1.300 € mit einer VINO P-Tochter, die mit einem Zuchtwert von 148 gRZG einen Züchter aus dem Kreis Soest für sich begeisterte. Mit etwas Abstand folgte eine CARDIFF P-Tochter aus der Lölfer & Guhle GbR aus Steinfurt, die mit einem Zuchtwert 138 gRZG punktete und einem Züchter aus dem Hochsauerlandkreis zum Gebot von 1.000 € zugeschlagen wurde. Auf dem preislich dritten Rang folgten vier weitere Kälber zum Steigpreis von 800 €. Eine Jinx-Tochter aus der Zucht von Bernd Lösing wechselte nach Niedersachsen. Andreas Pröbsting verkaufte eine hornlose ROCK PP-Tochter an einen Züchter aus dem Kreis Paderborn. Und Philipp Hinnemann war gleich mit zwei TOPCHAMP-Töchter mit Zuchtwerten von 144 und 135 gRZG nochmals erfolgreich im Verkauf.
Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, 1. Dezember 2026 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen unter www.ruweg.de zum Download bereit.





