Sowohl in Österreich als auch in Luxemburg wurde der homozygot hornlose GIN BRANDY PP (Brandung P x Builder P) bereits als genomischer Bulle eingesetzt und wird nun mit offiziellem Töchterzuchtwertes auch dort zum Wiedereinsatz kommen.
Die Tour führte ins südliche RUW-Gebiet, unweit der Zuchtstätte von BRANDY PP bei Kurt Gillessen in Neustadt/Wied. Von der Nordeifel bis in die Vulkaneifel wurden auf fünf Betrieben insgesamt neun BRANDY PP-Töchter besichtigt. Besonders auffällig war die hohe Einheitlichkeit seiner Nachzucht. Über alle Betriebe hinweg präsentierten sich die Töchter als leistungsbereite und funktionale Kühe mit einem sehr ähnlichen Typ und hohem Wiedererkennungswert.
BRANDY PP vererbt mittelrahmige Kühe mit moderater Größe, viel Stärke und Breite bei guter Körperkondition. Auch die Euterqualität überzeugte auf ganzer Linie. Mit ausgeglichener Strichplatzierung und passender Strichlänge funktionieren die BRANDY PP-Töchter in den Melksystemen aller besichtigten Betriebe gleichermaßen zuverlässig, unabhängig davon, ob Roboter oder Melkstand. Die Kombination aus Funktionalität, Leistungsbereitschaft, moderater Größe und gleichzeitig ausgeprägter Stärke entspricht den Anforderungen vieler Milchviehbetriebe und spiegelte sich auch in der hohen Zufriedenheit der Betriebsleiter wider.
Die Besichtigung bestätigte einmal mehr das bekannte Profil von BRANDY PP. Als aktuell Nummer drei der töchtergeprüften Bullen steht er für die Kombination aus Leistung, Mittelrahmigkeit, korrekten Fundamenten und gut melkbaren Eutern. Gleichzeitig macht ihn seine Blutführung zu einer besonders interessanten Alternative innerhalb der Hornloszucht. Mit 17.215 Erstbesamungen war BRANDY PP im vergangenen Jahr zudem der meistgenutzte schwarzbunte Bulle Deutschlands.
Dass seine Nachzucht den Anforderungen der Betriebe gerecht wird, zeigt sich darüber hinaus regelmäßig auf den Zuchtviehauktionen der RUW, wo BRANDY PP-Töchter erfolgreich vermarktet werden und auf großes Interesse bei produktionsorientierten Milchviehbetrieben stoßen.
Die Nachzuchttour bot wieder einmal eine wertvolle Gelegenheit zum intensiven fachlichen Austausch zwischen den Vertretern von GGI-Spermex, Holstein Austria und Convis Luxemburg. Ein herzlicher Dank gilt unseren Mitgliedsbetrieben, die ihre Tiere hervorragend vorbereitet haben und uns mit großer Gastfreundschaft empfangen haben.




