Zweite Auflage des RUW-Jungzüchtercamps

Zwischen regnerischen Gewitterschauern und ausgelassenem Gelächter

  • RUW eG

Am 04.06.26 war es wieder soweit: das Sommercamp der RUW-Jungzüchter ging in die zweite Runde. Über drei Tage hinweg kamen 20 Kinder und Jugendliche aus dem RUW-Gebiet auf dem Milchhof Soonwald in Seibersbach zusammen und erhielten die Chance ihr Wissen über Waschen, Scheren und Vorführen auszubauen. 

Bei bewölktem Himmel ging es am Fronleichnam Donnerstag schon früh am Morgen um zehn Uhr los. Freudig kamen die Jungzüchterinnen und Jungzüchter zusammen und starteten das Camp zunächst mit dem Aufbau der Zelte, die wegen vorausgesagtem Regenwetter in der Maschinenhalle aufgeschlagen wurden. Nach ein paar Kennenlernspielen fielen auch die ersten Hemmungen, die dann endgültig beim darauffolgenden Mittagessen überwunden wurden, sodass alle neugierig in die erste Workshopsession am Nachmittag starteten. In Zweierteams eingeteilt bekam jedes Team ein Rind zugewiesen, welches sie für das ganze Wochenende behielten. Los ging es mit dem Waschen und dem Betten bauen. Hier wurde nicht nur zugeschaut, sondern nach einer kurzen Erklärung durften sie auch mal selbst Hand anlegen, was allen viel Spaß bereitete. Auch die zwischendrin anhaltend starken Regenschauer konnten diese Freude nicht trüben, sodass sich alle eine kleine Stärkung mit Waffeln im warmen Aufenthaltsraum redlich verdient hatten. Zum Abschluss des Tages wurde nochmal eine kurze Einheit zum Knoten der Halfter eingelegt und alle hatten noch ein wenig Zeit, um mit ihren Rindern schonmal das Vorführen zu üben und dabei die Bindung zu ihren Tieren zu stärken. Nach einer Betriebsbesichtigung wurde der Abend gemütlich mit gegrillten Steaks und einigen lustigen Spielen ausklingen gelassen.

Der Freitag startete früh, das Programm für den Tag war schließlich vollgepackt. Nach einem leckeren Frühstück mit Bäckerbrötchen, frischer Milch und Joghurt aus der hofeigenen Molkerei ging es los mit dem Scheren. Vom interessierten Anfänger bis zum erfahrenen Clippingwettbewerbteilnehmer war alles dabei, doch trotz der unterschiedlichen Leistungsstände konnten alle viel dazu lernen und es wurde individuell auf die verschiedenen Fragen eingegangen. Die Ergebnisse von allen konnten sich auf jeden Fall sehen lassen. Mit Hähnchengeschnetzeltem und Reis im Bauch konnte es nach einer Mittagspause weitergehen mit der nächsten Einheit zum Vorführen. Hier wurde die Gruppe auch nach Leistungsstand in der Hälfte geteilt, sodass nach einer kurzen Einweisung alle direkt selbst üben durften, wobei sich tolle Fortschritte zeigten. Schlag auf Schlag ging es weiter an diesem Tag, an dem mittlerweile auch immer wieder die Sonne durch die Wolken blitzte. Neben dem Programm mit den Rindern stand nun eine schöne Freizeitaktivität an, bei der ein Fun Parcours besucht wurde. Dabei wurden in Kleingruppen verschiedene Spiele absolviert, wie Fußballgolf, Frisebeegolf oder Boccia. Zwischen Gelächter und leckerem Kuchen und Keksen verbrachten alle ein paar gesellige Momente, bevor es kurz vor der Rückfahrt noch zum Stöcke sammeln in den anliegenden Wald ging, für das abendliche Stockbrot mussten alle schließlich bestens ausgestattet sein. Wieder auf dem Hof angekommen, lagen die Würstchen bereits auf dem Grill und es wurde gemütlich am Lagerfeuer zu Abend gegessen. Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages stand jedoch noch ein weiteres Highlight an, die Nachtwanderung durch den Wald, dieses Mal sogar mit besonderem Gruselfaktor. Ausgestattet mit einer Schatzkarte bestritten alle den aufregenden Weg zur großen Truhe, die mit Süßigkeiten und anderen Kleinigkeiten gefüllt war. Müde, aber voller Vorfreude für den nächsten Tag fielen danach alle in ihre Luftmatratzen und Schlafsäcke. 

So schnell stand auch schon der letzte und aufregendste Tag an, an welchem der große abschließende Vorführwettbewerb wartete. Bevor es so richtig losgehen konnte, stärkten sich alle nochmal bei einem gemeinsamen Frühstück, bevor es wieder zu den Tieren ging. Hier konnten alle nochmal zeigen, was sie in den letzten Tagen gelernt hatten, und starteten mit einer kurzen Waschsession, bevor in einer letzten kleinen Workshopeinheit die abschließenden Vorbereitungen vor dem Ring besprochen wurden. Mit einer kleinen Ringbesprechung mit Preisrichter Simon Mickenhagen startete dann auch endgültig der Vorführwettbewerb, in dem alle ihr Können unter Beweis stellten. Alle gaben ihr Bestes, sodass schon die Platzierungen in den Klassen keine leichte Entscheidung waren. In der Siegerauswahl machte es der Preisrichter nochmal spannend und ließ die fünf besten Jungzüchter des Tages gesondert Aufstellung nehmen. Besonders gelobt wurden ihre konstanten Leistungen, bei der sie mit viel Ruhe und guter Aufmerksamkeit gegenüber dem Richter überzeugten. Schlussendlich konnte Lina Maur sich den Sieg sichern vor Carlotta Lückel und Annika Tönjann als Honorable Mention sichern. Bei der abschließenden Siegerehrung gab es jedoch nicht nur für die Sieger des Tages einen kleinen Preis, alle erhielten eine Urkunde mit einem schicken Foto von sich selbst und ihrem Rind, sowie weitere kleine Erinnerungsfotos, die über die gesamten Tage geschossen worden waren. Der Vorsitzende Simon Rückels bedankte sich schlussendlich nicht nur beim Preisrichter Simon Mickenhagen, der bei seinem Debut einen großartigen  Job machte, sondern fand auch wertschätzende und dankende Worte für Familie Bange für das Bereitstellen der Location und das Vorbereiten der Tiere in den Wochen vor dem Camp. Mit Hotdogs und Salaten ging dann die zweite Auflage des Sommercamps zu Ende und alle konnten bestärkt mit neuem Wissen und frischen Freundschaften, aber auch müde von den ereignisreichen Tagen, den Heimweg antreten. Und wie auch schon beim letzten Mal, zeigte sich wieder, dass das Camp für alle Beteiligten eine gute Möglichkeit ist, um Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen und dabei mit viel Freude in entspannter Atmosphäre seinen Horizont zu erweitern und einen Einstieg in die Jungzüchterarbeit zu finden. 

 

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