Auktion mit guten Voraussetzungen

Allgemeine NewsAuktionsberichte

Allen Käufern und Verkäufern war anzumerken, dass die Veranstaltung wichtig ist, um den derzeit schwierigen Alltagsbedingungen einmal zu entfliehen und über positive Dinge, sprich an diesem Tag ein…

Gute Wetterlage – gute Qualität – gute Preise


Trotz verschärfter Corona Maßnahmen konnte die geplante Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG am Donnerstag, den 5. November 2020 in Fließem stattfinden. Freundlicher gestaltete sich hier die Wetterlage, exzellentes Herbstwetter mit Sonnenschein und guten Plusgraden ließen die Stimmung ein wenig aufheitern. Aufgrund der meist abgeschlossenen Feldarbeiten fanden sich wieder Kaufinteressenten für gute Qualitätsfärsen ein. Allen Käufern und Verkäufern war anzumerken, dass die Veranstaltung wichtig ist, um den derzeit schwierigen Alltagsbedingungen einmal zu entfliehen und über positive Dinge, sprich an diesem Tag ein super Färsenangebot, zu diskutieren. 

Überstand am Deckbullenmarkt


Wie schon in den Auktionen zuvor gestaltete sich auch diesmal der Deckbullenmarkt extrem schwierig. Es sind einzelne Bullen, die auf rege Käufernachfrage treffen, und dies spiegelt sich natürlich in den Zuschlagpreisen wider. Nicht verwunderlich ist daher, dass die Kat.-Nr. 17 von der Seidenfaden GbR aus Mechernich, an diesem Tag der jüngste Bulle, den höchsten Zuschlagpreis von 2.800 € erhielt. Er ist kein Geringerer als der Vollbruder des aktuell sehr stark im Zuchtprogramm genutzten Sailor PP. Die Mutter von SfH Sölden, die Lucky-PP-Tochter SfH Shania, wurde bereits in der 1. Laktation mit 85 Punkten bewertet. SfH Sölden ist heterozygot hornlos und wurde bereits mit einem gRZG von 146 typisiert. Sein lineares Profil weist keinerlei Schwächen auf. Den Zuschlag erhielt ein Züchter aus dem Rheinisch-Bergischen-Kreis. Preislich folgte mit Kat.-Nr. 14 der nächste genomisch typisierte Bulle. Dieser Casino-Sohn NH Culture, aufgezogen von Peter Meutes aus Rommersheim, war an diesem Tag auch mit den höchsten Körnoten versehen. Dies zeigt wieder einmal, dass genomische Zuchtwerte und Exterieur kein Widerspruch sind. Ein Züchter aus dem Odenwaldkreis ließ sich diesen typstarken Bullen 2.000 € kosten. Wie auch der preisliche Tagessieger hatte dieser Bulle keinerlei Schwächen in seinen genomischen Zuchtwerten. Und ebenso wie Kat.-Nr. 17 entstammt auch dieser Bulle einer wunderbaren Kuhfamilie, nämlich der des RUW-Vererbers Board. Wie eingangs schon erwähnt stieß das umfangreiche Angebot nicht auf die entsprechende Kundennachfrage.   

Sehr gute Qualität bei den Auktionsfärsen


Schon beim Auftrieb wurde schnell klar, dass an diesem Tag keine schwachen Färsen in den Versteigerungsring kommen würden. Dies zeigt auch die Preisspanne im Auktionsdurchschnitt von 1.200 € bis 2.900 €. Allein beim Stallrundgang wurde viel über Kat.-Nr. 28 von der Zens GbR aus Musweiler diskutiert und aufgrund des Typs, des Euters und des Fundaments dieser Ausnahme-Färse ausschließlich positiv. Auch einheimische Züchter interessierten sich für diese Bretagne-Tochter, die bereits mit einer Einsatzleistung von 37 kg Milch starten konnte. Letztendlich war es ein Züchter aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm, der sich diese tolle Färse für 2.900 € sicherte und, Gesundheit bei diesem Tier vorausgesetzt, mit Sicherheit dafür sorgen wird, dass sie nochmals auf Schauen zu sehen sein wird. Preislich reihte sich Kat.-Nr. 76 von der Meutes GbR aus Rommersheim mit 2.300 € direkt dahinter ein. Sie hatte bereits mit 22 Monaten abgekalbt und eine derzeitige Tagesleistung von 32 kg Milch. Auch bei ihr glänzten vor allen Dingen der Typ und das perfekte Euter. Abgerundet, wie schon bei ihrer Vorgängerin, wurde auch dieses Komplett-Paket mit einem Super-Pedigree, denn auch sie geht auf eine exzellente Zuchtkuh, PM Ricarda, zurück. Käufer ist ein belgischer Kunde, der sich dann auch die Kat.-Nr. 60 für 2.200 € sicherte. Die Adagio P-Tochter von Stefan Struben aus Dahlem hatte vor 3 Wochen gekalbt und liegt derzeit schon bei deutlich über 30 kg Milch. Ausgestattet mit bestem Euter und fehlerfreiem Fundament wusste sie zu überzeugen. Es folgten preislich gleich drei Färsen mit 2.000 € im Zuschlagspreis. Den Beginn macht Kat.-Nr. 59, eine sehr kraftvolle Cashpoint-Tochter aus der bekannten aha Rubens Carla von Peter Meutes aus Rommersheim. In ihrem Pedigree finden sich langlebige Kühe wieder, im Durchschnitt mit 6 Laktationen. Keine dieser Kühe leistete im Durchschnitt unter 11.000 kg Milch. Bei Kat.-Nr. 61 handelt es sich um eine weitere Bretagne-Tochter, die an diesem Tag zu gefallen wusste. Wie Kat.-Nr.  59 wurde sie einem treuen belgischen Kunden zugeschlagen. Komplettiert wurde das 2.000er-Paket mit Kat.-Nr. 62, die den RUWSELECT-Bullen Review zum Vater hat. Sie zeigte sich an diesem Tag sehr jugendlich, dennoch stark, breit und tief genug. Glanzpunkte der Färse waren natürlich die glasklaren Fundamente und das sehr drüsige und breit aufgehängte Euter mit perfekter Strichplatzierung. Sie wird zukünftig im Landkreis Vulkaneifel gemolken. Schlussendlich kann von einer gelungenen Auktion gesprochen werden, da alle aufgetriebenen Rinder einen Käufer fanden und der Durchschnittspreis auf 1.726 € ansteigen konnte. Es zeigt sich also wieder einmal, dass die Auktion der beste Marktplatz für sehr gute Qualitätsrinder ist.


Die nächste Zuchtviehversteigerung in Fließem findet am Donnerstag, den 10. Dezember 2020 statt. Anmeldeschluss hierfür ist Montag, 23. November 2020. Transportmöglichkeiten in alle Regionen, gewissenhafte Erfüllung von Kaufaufträgen, Kataloge und nähere Informationen erhalten Sie bei der Rinder-Union West eG, Hamerter Berg 1, 54636 Fließem, Tel. 06569 9690-0, Fax 9690-99. E-Mail: HReifer(at)ruweg.de / www.ruweg.de.


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