Breite Auswahl bei der Zuchtviehauktion in Fließem

Auktionsberichte

Die letzte Zuchtviehversteigerung für das Kalenderjahr 2021 im Vermarktungszentrum in Fließem hielt eine breite Auswahl mit ansprechender Stückzahl für die Kunden aus dem In- und Ausland bereit.

Erwartungsgemäß konnte der hohe Durchschnittspreis der November-Versteigerung nicht gehalten werden, dennoch waren Qualität und Preis im Einklang, und viele Holsteinfärsen erlösten sehr hohe Preise. Für den aktuellen Bedarf war das Bullenangebot zu groß, hier blieb ein Überstand. Die Hälfte aller Tiere wurde nach der Versteigerung für Transporte ins Ausland verladen.

Jüngster Bulle – höchster Preis


NH Sepp (von Matthias Nosbisch aus Niederweis), Kat.-Nr. 18, am 7. Dezember 2020 geboren, also zur Versteigerung gerade 1 Jahr alt, war eine ganz besondere Erscheinung. Ein wunderbares Seitenbild, tolle Übergänge bei einem sauberen Fundament. Dieser Bulle, ein Superfly-Sohn aus einer Gymnast-Mutter, hat aber auch sehr hohe „innere Werte“. Sein genomischer Zuchtwert war in allen Merkmalen hoch positiv und in der Summe mit gRZG 149 schon etwas sehr Besonderes. Auf der mütterlichen Seite stehen 10 Generationen sehr gut oder exzellent bewertete Mütter. Für 2.200 € wird er seinen Deckeinsatz im Kreis Heinsberg absolvieren. Preislich folgten mit 2.100 € bzw. 2.000 € die 2 fundament- und typstärksten Bullen der Versteigerung. Beide tragen das Logo PM und stammen somit aus der Zucht von Peter Meutes, Rommersheim. Diese beiden Vollbrüder aus Embryotransfer sind Lupo PP-Söhne aus einer Spark Red-Mutter und Balu-Großmutter. Im Papier stehen Leistungen von weit über 12.000 kg Milch mit sage und schreibe 3,9 % Eiweiß. Mit 146 und 147 gRZG und dem Titel „hornlos“ hatten diese Bullen alles was Käufer sich wünschen. Sie werden ihren Deckeinsatz in dem Landkreis Birkenfeld bzw. in Luxemburg absolvieren. Mit 1.813 € war der Durchschnittspreis stabil, der Markt jedoch mit gut der Hälfte des Angebotes gedeckt.

Super Preis für super Holsteinfärse


Matthias Zens aus Musweiler ist als Züchter weit über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinaus bekannt. Zu dieser Zuchtviehversteigerung hatte er eine schwarzbunte Manana Red-Tochter im Angebot, die für Liebhaber von Holstein-Rindern schöner nicht sein konnte. Hellbunt gefleckt wie ein Dalmatiner stammt sie aus einer 85 Punkte Maserati-Mutter und 88 Punkte Hayden-Großmutter. Das Seitenbild, die Übergänge, das Fundament und das tadellose Euter machten diese Holsteinfärse zu einem absoluten Eyecatcher. Schnell war am Morgen der Versteigerung klar, dass hier etwas ganz Besonderes angeboten wird. Zumal sie selbst mit 85 Punkten bewertet wurde und eine erste Einsatzleistung von fast 40 kg Milch hat. So kam der Auktionator Mathias Mertes auch mit dem Zählen nicht so schnell nach, wie die Gebote aufgezeigt wurden. Zum Schluss, wie immer, waren es 2 die den längsten Atem hatten und letztendlich fiel der Hammer für einen Züchter aus Belgien bei 3.900 €. Reinerbig hornlos, rotbunt, eine tolle Erscheinung und 34 kg in der ersten Kontrolle. Das sind die Merkmale von Kat.-Nr. 68, eine Escobar-P-Tochter aus dem Zuchtstall Seidenfaden GbR, Mechernich. Mutter und Großmutter sind beide mit 86 Punkten bewertet, und im Papier stehen fast 14.000 kg bei sehr guten Inhaltsstoffen. Ein Züchter aus dem westfälischen Landkreis Borken ersteigerte diese Zuchtfärse für 2.700 €. Ein treuer Kunde aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich investierte 2.600 € für eine ganz komplette, leistungsstarke County-Tochter des Züchters Stefan Struben, Dahlem. Sie präsentierte sich fehlerfrei im Ring und hat eine erste Kontrolle mit 38 kg. Hugo Berners aus Simmerath verkaufte eine sehr komplette, breite, starke, rotbunte, hornlose Conan-Tochter für 2.500 € nach Belgien. Ja, der Bulle Pace Red liefert Top-Färsen auf den Auktionen. Gleich zweimal fiel der Hammer bei 2.500 €. Zum einen für eine schwarzbunte Pace Red vom Züchter Stefan Struben aus Dahlem, die sich absolut komplett mit einem Top-Euter zeigte. Zum anderen aus dem Zuchtstall Peter Meutes, Rommersheim, diesmal in rotbunt, aus einer tiefen, sehr langlebigen Kuhfamilie mit spitzen Lebensleistungen und hohen Bewertungen im Stammbaum. Sie wird ihre Milch im Saarland produzieren. Jedes 2. Rind dieser Versteigerung erlöste für die Verkäufer 2.000 € und mehr im Zuschlag.

Zum Schluss noch 2 erwähnenswerte Besonderheiten. Thomas Kreutz aus Wilsecker stellte eine sehr starke, breite, im Fundament tadellose Malki-Tochter vor, die in der 1. Laktation mit 84 Punkten bewertet war und die jetzt die 2. Laktation mit 51 kg Milch startete. Sie ist robotertauglich, und ein belgischer Milchviehhalter war bereit hierfür 2.300 € zu investieren. Die Nette-Holstein aus Plaidt bot eine hochtragende Färse zum Verkauf. WIT Tri Top ist eine Crushtime aus der Zucht von Thomas Wiethege, Halver und etwas für Schaufreunde, denn die Chief-Mutter hat 85 Punkte, und die Icone-Großmutter ist die schaubewährte, bekannte WIT Tictac, 88 Punkte. Dieses kapitale Rind steht zum Kalben im Januar mit 24 Monaten. Den Zuschlag für 2.400 € erhielt ein Züchter aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm.

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