Neben 28 Holsteins waren zwei Rotvieh-, vier Braunvieh-, zwei Jersey-, eine Normanne- und eine Fleckviehkuh aufgetrieben worden. Das Teilnehmerfeld war dabei weit über die Grenzen des Kreises Olpe hinaus besetzt. Die Aussteller kamen aus den Kreisen Olpe, Hochsauerland, Siegen-Wittgenstein, Ennepe-Ruhr und dem Märkischen Kreis. Als Preisrichterin konnte Dorothee Warder gewonnen werden.
Anni gewinnt bei den jungen Holsteins
In der ersten Klasse stellten sich sieben Färsen dem Urteil der Preisrichterin. Den 1a-Preis sicherte sich die rotbunte William-Tochter „Anni“ von der Voß-Burbecke GbR. Die ausgeglichene Färse überzeugte mit ihrem korrekten Körperbau und einem hoch angesetzten, festen und drüsigen Euter. Der zweite Platz ging an ihre Stallkollegin, die Lambda-Tochter „Aura“. Dritte wurde eine Heatwave-Tochter von Thomas Wiethege aus Halver.
Zur Siegerkuh Jung kürte Dorothee Warder schließlich „Anni“ von der Voß-Burbecke GbR. „Aura“ wurde Reservesiegerin.
Bei den zweikalbigen Holsteins der zweiten Klasse setzte sich die Kitami-PP-Tochter von Markus Lütticke aus Drolshagen-Bracht durch. Sie überzeugte mit ihrem mittelrahmigen, gut proportionierten Körper, einer starken Vorhand und einem hervorragenden Euter. Auf Rang zwei folgte die Signal-Tochter „Inka“ der Gehanns GbR aus Erndtebrück-Womelsdorf. Den dritten Platz belegte die Aligator-Tochter „Ladina“ von Matthias Zielenbach aus Wenden-Hilmicke.
In der dritten Klasse der zweikalbigen Kühe ging der 1a-Preis an die Burgundy-Tochter Stall-Nr. 109 von Matthias Zielenbach. Die edle, sehr milchtypische Kuh punktete mit einem trockenen, glasklaren Fundament und einem festen, drüsigen Euter. Auf den weiteren Plätzen folgten die Garnier-Tochter „Galaxy“ und die Totem-Tochter „Rokoko“, beide aus dem Bestand von Markus Lütticke.
Die Klasse der dreikalbigen Kühe gewann die großrahmige, hell gezeichnete Arrow-Tochter „Bubblegum“ von Thomas Wiethege. Trotz ihrer Größe überzeugte sie durch Harmonie und Korrektheit. Zweite wurde eine ebenfalls hell gezeichnete Sputnik-RDC-Tochter von Matthias Zielenbach.
Den Titel „Siegerkuh Mitte“ sicherte sich anschließend die Burgundy-Tochter Stall-Nr. 109 von Matthias Zielenbach. Reservesiegerin wurde „Bubblegum“ von Thomas Wiethege.
Starke Altkuhklassen
In der Klasse der vierkalbigen Kühe ging der 1a-Preis an die rotbunte Redstream-Tochter „Anette“ von Wolfgang Abel aus Breckerfeld. Die Kuh überzeugte mit ihrem sehr guten Seitenbild, harmonischen Übergängen und einem ausgesprochen drüsigen Euter. Auf den weiteren Plätzen folgten die Powerboy-Tochter „Tessa“ von Markus Lütticke und die Moment-PP-Tochter „Wilma“ von Christian Richard aus Lennestadt.
In der letzten Holsteinklasse mit Kühen ab fünf Kälbern setzte sich die Solution-Tochter „Claim The“ von Matthias Zielenbach durch. Die erst fünfkalbige Kuh präsentierte sich ausgesprochen jugendlich. Zweite wurde die Eplon-Tochter „Mira“ von Iris Böhl aus Erndtebrück-Balde, die Anfang Juni bereits zur Miss Siegen-Wittgenstein gekürt worden war. Den dritten Rang belegte die Blue-P-Tochter „Ibiza“ der Hof Gehanns GbR.
Beim abschließenden Wettbewerb um den Titel „Siegerkuh Alt“ standen vier starke Kühe im Ring. Die Wahl fiel erneut auf „Claim The“ von Matthias Zielenbach. Reservesiegerin wurde „Mira“ von Iris Böhl.
Vielfalt der Rassen begeistert
Auch die anderen vertretenen Rassen sorgten für attraktive Schaubilder.
Beim Rotvieh standen zwei Kühe im Ring. Die Sevillo-Tochter „Wonder“ von Thomas Wiethege gewann den 1a-Preis und damit gleichzeitig den Titel „Siegerkuh Rotvieh“. Reservesiegerin wurde die VR-Cigar-Tochter „Red Mon“ von Iris Böhl.
Im Braunvieh setzte sich die dreikalbige Dixiboy-Tochter „Helene“ von Heiner Born aus Breckerfeld durch. Die mittelrahmige, typvolle Kuh überzeugte mit korrekt gestellten Beinen und einem hervorragenden Euter. Sie wurde zur Siegerkuh Braunvieh gekürt. Reservesiegerin wurde die sehr jugendlich wirkende Balu-Tochter „Smilla“ von Dirk Kalthaus aus Ennepetal.
Bei den Jerseys gewann die Boomerang-Tochter „Holly“ von Iris Böhl den 1a-Preis und den Titel der Siegerkuh. Die Toryn-Tochter „Rübe“ von Christian Richard aus Lennestadt wurde Reservesiegerin.
Da von den Rassen Normanne und Fleckvieh jeweils nur eine Kuh aufgetrieben worden war, gingen der 1a-Preis und der jeweilige Siegertitel automatisch an diese Tiere.
Züchtersammlungen und die Wahl zur Miss Wenden
Bevor es um die Krone der Schau ging, standen die Familien-, Betriebs- und Kreiszüchtersammlungen auf dem Programm. Die Familiensammlung der Hof Gehanns GbR aus Womelsdorf sicherte sich den Sieg. Auch bei den Betriebssammlungen hatte die Hof Gehanns GbR die Nase vorn. Die Voß-Burbecke GbR belegte Rang zwei, gefolgt von Martin Lütticke.
Bei den Kreiszüchtersammlungen stellten die teilnehmenden Landkreise ihre jeweils besten und ausgeglichensten Kühe zusammen. Hier setzte sich der Kreis Olpe vor Siegen-Wittgenstein und dem Märkischen Kreis durch.
Dann wurde es noch einmal spannend: Für die Wahl zur „Miss Wenden“ betraten alle Siegerkühe gemeinsam den Ring. Preisrichterin Dorothee Warder hatte die anspruchsvolle Aufgabe, aus den verschiedenen Rassen und Siegerinnen ihren Grand Champion auszuwählen.
Ihre Wahl fiel auf die Braunvieh-Siegerin „Helene“, eine Dixiboy-Tochter von Heiner Born aus Breckerfeld. Damit ging der begehrte Titel „Miss Wenden“ an eine Braunviehkuh – ein besonderer Höhepunkt und zugleich ein eindrucksvoller Beleg für die Rassenvielfalt und Qualität der Wender Tierschau.
Mit der Wahl der „Miss Wenden“ ging eine abwechslungsreiche und bestens besetzte Sauerlandschau 2.0 zu Ende. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie vielfältig und leistungsstark die Rinderzucht in der Region aufgestellt ist.





