Rassenvielfalt, Qualität und starke Siegerkühe auf dem Stünzel

Allgemeine News

Beeindruckende Tierschau im Kreis Siegen-Wittgenstein

  • RUW eG
    Miss Siegen-Wittgenstein 2026 wird die siebenkalbige Eplon-Tochter Mira EX-90 von Iris Böhl, Erndtebrück. © Klaus Lerch

Wie jedes Jahr am zweiten Samstag im Juni zieht es im Kreis Siegen-Wittgenstein zahlreiche Besucher zum Stünzel, wo die traditionelle Kreistierschau des Landwirtschaftlichen Kreisvereins Wittgenstein stattfindet. Zur diesjährigen Tierschau waren rund 80 verschiedene Tierrassen vertreten. Im Milchviehbereich hatten sich 90 Kühe der Rassen Holstein Schwarzbunt, Holstein Rotbunt, Rotvieh, Braunvieh, Jersey und Fleckvieh angemeldet. Bei den Fleischrindern wurden 136 Tiere aus zwölf verschiedenen Rassen gemeldet.

Schwarzbunte Holsteins

Bei den schwarzbunten Holsteins eröffneten die einkalbigen Jungkühe den Wettbewerb. Den 1a-Platz vergaben die Preisrichter Heiner Born (Breckerfeld) und Simon Mickenhagen (Wipperfürth) an die Sampler-PP-Tochter Indra der Hof Gehanns GbR aus Womelsdorf. Die sehr jugendliche Kuh überzeugte mit ausreichend Stärke, klaren und korrekten Fundamenten sowie einem nahezu perfekten Euter. Auf den 1b-Platz kam die Shore-PP-Tochter Nicky von Iris Böhl, gefolgt von der Sampler-PP-Tochter Greta, ebenfalls aus dem Stall von Iris Böhl.

In der Klasse der zweikalbigen Kühe siegte die Signal-Tochter Inka der Hof Gehanns GbR. Die Kuh überzeugte durch ihre Korrektheit in Milchtyp, Körper, Fundament und Euter und verwies ihre lackschwarze Stallgefährtin, die Signal-Tochter Hella, auf Rang 1b. Den 1c-Platz belegte die Sire-PP-Tochter Vinetta von Iris Böhl. Anschließend traten die Erst- und Zweitplatzierten zur Wahl der Siegerkuh Jung Schwarzbunt an. Hier setzte sich Inka durch.

In der dritten Klasse präsentierten sich Kühe mit drei und vier Abkalbungen. Den Klassensieg errang die Barny-Tochter Udine der Fuchs-Birkenhof GbR aus Wemlighausen. Die kraftvolle, frisch abgekalbte Viertkalbskuh überzeugte insbesondere mit ihrem fest ansitzenden Euter. Auf den weiteren Plätzen folgten die Havano-PP-Tochter Fantasie von Iris Böhl sowie die Barny-Tochter Coba der Fuchs-Birkenhof GbR.

In der Klasse der Kühe mit fünf und mehr Abkalbungen setzte sich die hervorragend vorbereitete Eplon-Tochter Mira von Iris Böhl durch. Die siebenkalbige Kuh präsentierte sich mit einem beeindruckenden Seitenbild, korrekten Fundamenten und einem Euter, das die Preisrichter besonders überzeugte. Die Blue-P-Tochter Ibiza der Hof Gehanns GbR wurde Zweite, gefolgt von der Hotspot-Tochter Indira von Iris Böhl. Der Titel „Siegerkuh Alt Schwarzbunt“ ging ebenfalls an Mira.

 
Robtunte Holsteins

Bei den rotbunten Holsteins gingen in der Klasse der einkalbigen Jungkühe zwei Tiere an den Start. Den 1a-Preis erhielt die jugendliche und sehr milchtypische Money-P-Tochter Camilla von Hans-Georg Lange aus Birkefehl. Die Horas-Tochter Skyline von Iris Böhl wurde Zweite.

In der Klasse der zweikalbigen Kühe siegte die Money-P-Tochter Hanna von Martin Born aus Berghausen. Mit ihrem hervorragenden Seitenbild und einem ausgezeichneten Euter verwies sie die Laser-P-Tochter Iberia der Hof Gehanns GbR auf Rang 1b. Den dritten Platz belegte eine weitere Money-P-Tochter von Hans-Georg Lange. Bei der anschließenden Wahl zur Siegerkuh Jung Rotbunt setzte sich Hanna durch.

Die Klasse der drei- und vierkalbigen Kühe gewann die schauerfahrene Modul-PP-Tochter Hilda der Fuchs-Birkenhof GbR. In hervorragender Schaukondition präsentierte sie sich vor der Laser-PP-Tochter Romina von Hans-Georg Lange. Den dritten Platz belegte eine Rematch-P-Tochter von Bernd Henk aus Raumland.

In der letzten Klasse der Rotbunten traten vier Kühe mit sechs Abkalbungen an. Hier gewann die rahmige und bestens ausbalancierte Apoll-P-Tochter Indira der Hof Gehanns GbR. Mit ihrem hoch und fest angesetzten Euter überzeugte sie die Preisrichter deutlich. Auf den weiteren Plätzen folgten die Francis-Tochter Gretchen sowie die Aviator-Tochter Nobel, beide von Bernd Henk. Der Titel „Siegerkuh Alt Rotbunt“ ging an Indira.

Rotvieh

Beim Rotvieh wurden drei Klassen gerichtet. Bei den einkalbigen Kühen setzte sich die moderne Zukunft-Tochter Zira der Fuchs-Birkenhof GbR an die Spitze. Die VR-Cigar-Tochter Red Moon von Iris Böhl wurde Zweite, gefolgt von der Haithabu-Tochter Felicity von Bernd Henk.

Die Klasse der zweikalbigen Kühe gewann die Andrew-P-Tochter Halli von Iris Böhl. Knapp dahinter platzierte sich die Volt-P-Tochter Hannah von Jürgen Grebe aus Afholderbach.

Bei den Kühen mit drei und mehr Abkalbungen siegte die ebenfalls modern geprägte Volt-P-Tochter Runa von Jürgen Grebe. Ihre Stallgefährtin Lind, ebenfalls eine Volt-P-Tochter, belegte Rang zwei. Den dritten Platz erreichte die leistungsstarke Nougat-Tochter Flanna von Bernd Henk. Zur Siegerkuh Jung Rotvieh wurde Zira gekürt, während Runa den Titel der Siegerkuh Alt erhielt.

Braunvieh

Eine kleine, aber feine Kollektion an Braunviehkühen präsentierte sich ebenfalls dem Publikum. In der Klasse der einkalbigen Kühe gewann die sehr milchtypische Boxer-Tochter Hera der Hof Gehanns GbR vor der Balu-Tochter Samona der Fuchs-Birkenhof GbR und einer weiteren Balu-Tochter der Born GbR aus Berghausen.

Bei den zweikalbigen Kühen setzte sich die Canyon-Tochter Hanni der Hof Gehanns GbR durch. Frisch abgekalbt und in hervorragender Schaukondition ließ sie der Konkurrenz keine Chance. Auf den weiteren Plätzen folgten die Canyon-Tochter Amy und die Dairystar-Tochter Ally, beide von Bernd Henk.

In der Klasse der Kühe mit drei und mehr Abkalbungen gewann die Bender-Tochter Willow der Born GbR. Sie wurde zugleich zur Siegerkuh Alt Braunvieh ernannt. Der Titel „Siegerkuh Jung Braunvieh“ ging an Hanni.

Jersey

Auch die Jerseys, die kleinste Milchrinderrasse, waren mit einer Kollektion vertreten. In der einzigen Klasse sicherte sich die Boomerang-Tochter Holly von Iris Böhl den 1a-Platz und den Titel der Siegerkuh Jung. Ihre Stallgefährtin, eine Bellman-Tochter, wurde Zweite und zugleich Siegerkuh Alt.

Die Fuchs-Birkenhof GbR stellte zudem zwei hervorragende Fleckviehkühe aus. Den Titel der Siegerkuh Jung erhielt eine Memory-PP-Tochter, während ihre Mutter, die Manigo-Tochter Disney, als Siegerkuh Alt ausgezeichnet wurde.

Betriebssammlungen 

Ein besonderes Bild boten die Betriebssammlungen, die von den Zuchtbetrieben eindrucksvoll präsentiert wurden. Die Siegersammlungen stellten bei den Schwarzbunten die Hof Gehanns GbR, bei den Rotbunten Hans-Georg Lange und bei den Jerseys Iris Böhl.

Miss Siegen-Wittgenstein

Nicht weniger spannend war die Wahl zur „Miss Siegen-Wittgenstein“. Zwölf Siegerkühe aus sechs verschiedenen Rassen betraten hierfür den Ring. Die Entscheidung fiel den beiden Preisrichtern sichtlich schwer. Schließlich setzte sich die Eplon-Tochter Mira von Iris Böhl aus Balde durch und wurde zur neuen Miss Stünzel gekürt.

Abschließend gebührt den Veranstaltern großes Lob für die Ausrichtung einer Tierschau mit einer derart großen Rassenvielfalt und einer außergewöhnlich hohen Qualität der vorgestellten Tiere. Besonders erfreulich war zudem, dass ein Großteil der ausgestellten Tiere von bewährten RUW-Vererbern abstammen. 

Zum vollständige Prämierungsergebnis gelangen Sie übern den folgenden blauen Button: 

Prämierungsergebnisse Stünzelfest 2026

Der Artikel wurde geschrieben von: