Osterauktion in Hamm

Allgemeine News

Am Mittwoch, den 8. April 2026, fand die 352. Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG in der RUW-Arena in Hamm statt.

  • RUW eG
    Eine in allen Belangen absolut überzeugende junge RAFTING-Tochter (Kat.-Nr. 89) präsentiert Friedrich-Karl Hilbk Kortenbruck aus Hamm im Auktionsring. Körperstärke, glasklare Fundamente und eine Einsatzleistung von knapp 50 kg Milch, ermolken aus einem schön ausbalancierten und beaderten Euter waren Gründe genug für einen Züchter aus dem Kreis Heinsberg, sich den Zuschlag mit dem Gebot von 4.400 € zu sichern. © Klemens Oechtering
  • RUW eG
    Diese feinzellige und mit ordentlich Showappeal ausgestattete Jerseyfärse, eine Boomerang-Tochter (Kat.-Nr. 148) aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt hat bereits am Morgen vor Auktionsbeginn viele Blicke auf sich gezogen. Ein Züchter aus dem Kreis Wesel sichert sich den Zuschlag, sehr zur Freude seiner jungen Begleiterin zum Steigpreis von 4.000 €. © Kathrin Hilbk-Kortenbruck
  • RUW eG
    Bei dieser ARIZONA-Tochter (Kat.-Nr. 228) ist es nicht nur das äußere Erscheinungsbild, welches die Kaufinteressenten anlockt, sondern insbesondere auch das Niveau der Zuchtwerte. Mit 149 gRZG und 2.267 RZ€ rangiert sie auf höchstem Niveau und wird für 3.900 € im Zuschlag an einen Züchter aus dem Kreis Borken verkauft. © Kathrin Hilbk-Kortenbruck
  • RUW eG
    Mit neugierigem Blick Richtung Auktionator verfolgt dieser Luster-Tochter (Kat.-Nr. 230) aus der Zucht von Paul Morbeck aus Legden die Arbeit von Auktionator Christoph Niehues-Pröbsting. Bis auf 3.700 € klettern die Gebote bevor der Zuschlag erteilt wird. © Kathrin Hilbk-Kortenbruck

Die noch laufenden Schulferien nutzen viele Verkäufer und Käufer, um den Auktionsbesuch mit einem kleinen Familienausflug zu verbinden, so dass die vielfach mitangereisten Kinder, wie so oft in der Ferienzeit, für mehr Unruhe aber auch mehr Stimmung in der Auktionshalle sorgten. Die allgemeine Situation in der Milchproduktion wurde durch die aktuell sprunghaft angestiegenen Energiekosten noch ein wenig mehr eingetrübt, so dass die angereisten Käufer sehr preis- und qualitätsorientiert agierten. Das Angebot von 23 Deckbullen und 174 Färsen wurde am Ende bis auf wenige Ausnahmen zu leicht rückläufigen Durchschnittspreisen an neue Besitzer vermittelt. Die Kunden aus dem RUW-Gebiet wurden durch Kunden aus Süddeutschland, Belgien, den Niederlanden, Italien und Polen ergänzt und sorgten für einen zügigen Marktverlauf.

Deckbullenmarkt

Das Angebot am Deckbullenmarkt hielt wieder für jeden Käuferwunsche etwas Passendes bereit. Insgesamt 23 Bullen standen nach der Verbandsanerkennung am Morgen zum Verkauf bereit und wurden bis auf wenige Ausnahmen zum Durchschnittspreis von 2.855 € an neue Besitzer vermittelt. Den Tageshöchstpreis am Deckbullenmarkt sicherte sich Franz-Josef Aussel aus Rheda-Wiedenbrück mit einem reinerbig hornlosen Can PP-Sohn. Der Bulle wurde aus einer leistungsstarken SHORE PP-Mutter mit einer Höchstleistung von fast 17.000 kg gezogen und wusste in puncto Entwicklung und Exterieur in allen Belangen zu überzeugen. Ein Züchter aus dem benachbarten Hessen beweis den längsten Atem im Bieterwettstreit und erhielt den Zuschlag zum Gebot von 4.300 €. Mit etwas Abstand platzierte sich ein Callum-Sohn aus der Zucht von Matthias Zielenbach aus Wenden auf dem preislich zweiten Rang. Auch dieser Bulle beeindruckte mit einem tadellosen eigenen Erscheinungsbild und wurde für 4.000 € in einen Milchviehbetrieb im Rhein-Sieg-Kreis verkauft. Für den Steigpreis von 3.300 € wurde ein Tobor-Sohn aus der Zucht von Antonius Richter aus Salzkotten im Kaufauftrag an einen bayrischen Kunden vermittelt. Das Spitzenquartett am Bullenmarkt wurde vervollständigt von einem Johnboy-Sohn aus der Zucht der LMB GbR aus Borgholzhausen, der für den Hammerschlag beim Gebot von 3.200 € an einen Züchter aus dem Kreis Lippe verkauft wurde.

Qualitätsorientierter Rindermarkt

Die Voraussetzungen für einen zügigen Marktverlauf waren alles andere als gut: Weiterhin stagnierende Milchpreise und die aktuell explodierenden Energiepreise drückten die allgemeine Stimmungslage. Dennoch entwickelte sich ein zügiges Bietgeschehen, dass aber als qualitäts- und preisorientiert bezeichnetet werden konnte. Neben den Kunden aus dem heimischen Zuchtgebiet waren es vor allem die Käufer aus Italien und Polen, die größere Stückzahlen ersteigerten. Der Durchschnittspreis pendelte sich am Ende etwas unter dem Vormonatsergebnis bei 2.572 € ein. Eine absolut beeindruckende junge RAFTING-Tochter präsentierte Friedrich-Karl Hilbk Kortenbruck aus Hamm mit Golda im Auktionsring. Körper- und Euterstark, mit glasklaren Fundamenten und einer Einsatzleistung von fast 50 kg Milch zog diese Topfärse die Blicke der Kaufinteressenten auf sich. Am Ende eines langen und intensiven Bieterwettstreits sicherte sich ein Züchter aus dem Kreis Heinsberg den Zuschlag mit dem Gebot von 4.400 €. Es folgte eine ebenfalls absolut sehenswerte Jerseyfärse, eine Boomerang-Tochter, aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt. Auf diese schicke und mit ordentlich Showappeal ausgestattete Färse hatten etliche Käufer ein Auge geworfen. Am Ende fiel der Hammer zum Steigpreis von 4.000 € zu Gunsten eines Züchters aus dem Kreis Wesel, sehr zu Freude seiner jungen Begleiterin. Preislich nur knapp dahinter platzierte sich auf dem dritten Rang eine ARIZONA-Tochter aus der Zucht von Alois Loddenkemper aus Drensteinfurt, die neben einem tadellosen eigenen Erscheinungsbild mit Zuchtwerten auf höchstem Niveau beeindruckte. Ein Züchter aus dem Kreis Borken nutzte seine Chance und sicherte sich für 3.900 € den Zuschlag. Für 3.700 € und 3.500 € folgten eine Luster- und eine Gustav-Tochter aus der Zucht von Paul Morbeck. Beide Färsen beeindruckten mit Körperstärke und hervorragenden Euteranlagen und wurden an Betriebe im RUW-Gebiet vermittelt. Auch die drei weiteren Färsen, die je 3.300 € im Zuschlag erzielten, verblieben im RUW-Gebiet. Darunter eine Mc Fly-Tochter aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt, die zurückgeht auf die erfolgreiche Schaukuh Searose EX-93 von Montross, eine leistungsstarke und sehr korrekte ARIZONA-Tochter aus dem Bestand der Hötger GbR aus Balve und eine feinzellige und sehr harmonische Centrum-Tochter aus der Zucht von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 5. Mai 2026, statt. Zu dieser Auktion werden wieder Jungrinder und Zuchtkälber aufgetrieben. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen unter www.ruweg.de zum Download bereit. 

Preisspiegel

Der Artikel wurde geschrieben von: