Neue Viruserkrankung bei Milchkühen

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Im Süden Deutschlands ist eine neue Viruserkrankung bei Milchkühen aufgetreten. Die Erkrankung wird derzeit intensiv beobachtet, befindet sich jedoch noch in der wissenschaftlichen Bewertung. Viele Fragen sind bislang nicht abschließend geklärt.

Nach aktuellem Kenntnisstand äußert sich die Erkrankung vor allem durch eine erhöhte Körpertemperatur beziehungsweise Fieber. Darüber hinaus werden ein Rückgang der Milchleistung sowie Durchfälle bei betroffenen Tieren beobachtet. Als möglicher Übertragungsweg werden derzeit Gnitzen vermutet.

Mögliche Symptome im Überblick

Betriebe sollten ihre Tiere aufmerksam beobachten und auf folgende Anzeichen achten:

  • Erhöhte Körpertemperatur bzw. Fieber
  • Rückgang der Milchleistung
  • Durchfälle

Da die Erkrankung noch nicht vollständig erforscht ist, können sich die Erkenntnisse zur Symptomatik und Ausbreitung künftig erweitern.

Gnitzen als möglicher Überträger

Nach aktuellem Kenntnisstand besteht der Verdacht, dass die Erkrankung durch Gnitzen übertragen wird. Deshalb sollten Betriebe bei bekanntem Vorkommen dieser Insekten frühzeitig Maßnahmen zur Reduzierung des Befalls ergreifen.

Eine Möglichkeit besteht im Einsatz von Aufgussmitteln, die die Anzahl der Fliegen und Insekten im Stallumfeld verringern können. Ergänzend trägt eine gute Stallventilation dazu bei, Insekten aus dem Stallbereich zu verdrängen und den Kontakt mit den Tieren zu reduzieren.

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Stressfaktoren konsequent minimieren

Unabhängig von der Erkrankung spielt ein gutes Herdenmanagement eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden und die Widerstandskraft der Tiere.

Deshalb sollten bekannte Stressfaktoren möglichst vermieden werden. Achten Sie auf:

  • optimale Belegdichten
  • ausreichende Bewegungsmöglichkeiten
  • gutes und nicht nacherwärmtes Futter

Empfohlen wird eine Belegung im Verhältnis 1:1, um den Tieren ausreichend Platz und Zugang zu den vorhandenen Ressourcen zu ermöglichen.

Besondere Aufmerksamkeit auf die Fütterung

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Futterqualität. Die Tiere sollten jederzeit optimal versorgt werden. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass das Futter nicht nacherwärmt.

Vor allem bei hohen Außentemperaturen kann dies eine Herausforderung darstellen. Um das Futter im Trog zu stabilisieren und eine Erwärmung zu verhindern, kann der Einsatz von Säuren sinnvoll sein.

Eine gleichbleibend hohe Futterqualität trägt dazu bei, zusätzliche Belastungen für die Tiere zu vermeiden.

 

QUELLE: Friedrich-Loeffler-Institut