Mit Qualität und Schwung auf über 2.000 €

Allgemeine NewsAuktionsberichte

Die Nachfrage aus der Region war diesmal in Fließem deutlich stärker als aus dem benachbarten Ausland.

Reges Treiben herrschte zur ersten Zuchtviehversteigerung im Jahr 2022 der Rinder-Union West eG in der Auktionshalle in Fließem am Donnerstag, den 13. Januar. Zahlreich waren Interessenten aus dem Verbandsgebiet und aus dem Ausland angereist, um Zuchtmaterial zur Ergänzung ihrer Bestände einzukaufen. Die Nachfrage aus der Region war diesmal in Fließem deutlich stärker als aus dem benachbarten Ausland. Und, die Qualität der Milchrinder war sehr gut - der Markt geräumt - es hätten gerne mehr Holsteinfärsen sein dürfen!

Flotter Bullenmarkt


Lebhaft zeigte sich die Nachfrage nach Deckbullen. Ein besonderes Interesse zog die Kat.-Nr. 13, PM Mavis aus der Zucht von Peter Meutes GbR aus Rommersheim, auf sich. Dieser Mannish-Sohn war ein Rotbunter wie man ihn sich schöner kaum malen konnte, so dass die Gebote nur so prasselten. Sein genomischer Zuchtwert von 145 und die Leistung der Großmutter von über 12.000 kg Milch bei 3,91 % Eiweiß sind schließlich nicht alle Tage zu haben. Für 2.900 € erhielt ein Züchter aus Belgien den Zuschlag. Preislich folgte mit 2.100 € ein im Typ und der Entwicklung exzellent präsentierter Solitair P-Sohn, JOH Sonder PP, aus dem Zuchtstall Johann Hoffmann, Stockem. Tolle Leistungen und eine exzellent eingestufte Großmutter machten diesen Bullen wertvoll. Ein Züchter aus Birkenfeld erhielt bei 2.100 € den Zuschlag. Hotspot P und RUW Maya P sicherten in der Kombination zweimal dem Zuchtbetrieb Nohner GbR aus Sassen 2.000 €. Kat.-Nr. 4 ist ein hornloser Hotspot P-Sohn aus der Zumba-Tochter Micky PP, direkt aus RUW Maya P. Er wird im Kreis Trier-Saarburg zum Deckeinsatz kommen. Bereits eine Generation weiter ist Hako P, ein Hesekiel PP-Sohn, der wiederum ein Sohn von Hotspot P ist. Die Mutter des Bullen ist eine MyDream P-Tochter aus der Zumba-Tochter Micky PP und somit in direkter Linie mit dem Vorgenannten. Ein Milchviehhalter aus dem Kreis Kusel erhielt den Zuschlag.  

RUW Explizit-Tochter mit 3.000 € an der Spitze


Bereits am frühen Morgen war in der Stallgasse hinter den Holsteinfärsen richtig was los. Die breite Meinung der Besucher war eindeutig: Top-Qualität! Und das schlug sich dann auch in den Preisen nieder. RUW Explizit, ein altbekannter RUW-Vererber, ist Vater des Preissiegers mit 3.000 € für den Züchter Stefan Struben aus Dahlem. Mittelgroß, kompakt, ein tadelloses Exterieur und ein festes Euter, bei einer aktuellen Einsatzleistung von weit über 40 kg Milch, damit entsprach sie allen Wünschen der Käufer. Mutter und Großmutter haben bereits fünfmal gekalbt und jede Menge Milch produziert. Ein junger Züchter aus dem Landkreis Vulkaneifel erhielt mit Applaus bei 3.000 € den Zuschlag. Derselbe Züchter, derselbe Käufer und wiederum eine Holsteinfärse mit einer Klasse für sich. Kat.-Nr. 53, die Nuntius-Tochter, stand der Vorgenannten kaum nach. Eine fehlerfreie schicke Holsteinfärse mit großer Zukunft und 2.700 € im Zuschlag. Die dritte im Bunde ist PM Annabell (Kat.-Nr. 46), eine Avicii-Tochter aus der Zucht von der Meutes GbR aus Rommersheim mit einer hohen Einsatzleistung, sehr gutem Fundament und Euter. Auch sie bleibt für 2.600 € in der Eifel. Zum selben Zuschlagspreis aber diesmal rotbunt, vom selben Züchter, der Meutes GbR, stammt die wohl beste rotbunte Holstein des Tages, eine Attico Red (Kat.-Nr. 57) aus Mind P und Moonlight mit hohen Bewertungen aus dem wertvollen C-Stamm. Fast 40 kg Milch und hohe Lebensleistungen machten diese Holsteinfärse so wertvoll, was ein Züchter aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm zu honorieren wusste. Gleich viermal fiel der Hammer des Auktionators Mathias Mertes bei 2.500 € auf das Auktionatorpult. Alle vier Holsteinfärsen wurden für Kunden aus dem Ausland verladen. Zweimal steht Christian Bange als Züchter in dieser Preisklasse. Zum einen mit einer rotbunten, sehr eleganten, typvollen Tochter des altbekannten Vererbers Julandy aus einem tiefen, exzellenten Kuhstamm, denn Mutter und Großmutter sind schauerfahren und haben beide das Prädikat EX 91 Punkte erhalten. Eine wunderschöne rotbunte Färse, die auch in jedem Schauring bestehen kann. Die zweite aus diesem Stall ist BaS Husby, eine schwarzbunte Tillian-Tochter mit sehr viel Ausstrahlung und Eleganz. Friedrich Fösges aus Meisburg ist Züchter der Kat.-Nr. 43, eine Simplicity-Tochter aus der EX 91 Ladd P-Tochter Ladina PP. Diese schwarzbunte Holsteinfärse ist hornlos und wusste mit ihrem absoluten Spitzen-Euter zu überzeugen. Und auch der Züchter Helmut Schmitz aus Buchholz strahlte über 2.500 € für seine RUWGenomiX Barbados-Tochter Bambini, die genauso wie ihre mit 87 Punkten bewertete Goldoran-Mutter in allen Einzelmerkmalen überzeugte und das bei einer sehr hohen Einsatzleistung.

 

Am Ende der Versteigerung erzielten fast 60 % der Abgekalbten 2.000 € und mehr im Zuschlag. Besonders erwähnenswert bei den Holsteinkühen ist die Kat.-Nr. 22, SIH Annamarie, eine Board-Tochter, die nach der 3. Kalbung in den Ring trat und sofort zu gefallen wusste. Sie ist genau wie ihre Defender-Mutter mit 87 Punkten bewertet und die Gold Chip-Großmutter mit 86 Punkten. Sie selbst hat bereits eine Höchstleistung von über 13.000 kg Milch und leistet tagaktuell 57 Kg Milch! Sie wird ihre Leistung im Kreis Bernkastel-Wittlich beim Zuschlagspreis von 2.500 € fortführen.          

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