Miss Hochwald 2026 heißt ZS Moldau

Die diesjährige Hochwald-Schau bot den Besuchern eindrucksvolle Einblicke in die regionale Tierzucht. Höhepunkt war die Wahl der Drittkalbskuh ZS Moldau zur „Miss Hochwald 2026“.

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    Miss Hochwald 2026 mit Züchter, Ehrengästen und Sponsoren © Magdalena Zelder

Rangierung der Milchkühe

In diesem Jahr richtete Tanja Laures aus Fleringen im Eifelkreis Bitburg-Prüm die Holsteinklassen. In der ersten und jüngsten Klasse der Schau, bestehend aus Färsen, entschied sich die Preisrichterin für die Cosinus-Tochter Britania von Norbert Zehren aus Kirf-Beuren auf dem 1a-Platz. Britania konnte mit viel Harmonie, einer extrem tiefen Rippe und einem tollen Euter mit sehr guter Textur vor der zweitplatzierten Barclay-Tochter HHH Ocean von Axel Hemmes aus Damflos überzeugen. Auch die Zweitplatzierte zeigte sich als jugendliche Färse mit tollem breitem Hintereuter und einer sehr korrekten Strichplatzierung.

In den mittleren Klassen, bestehend aus Zweitkalbskühen, traten hochkarätige Holsteins gegeneinander an, sodass die Entscheidung für die Preisrichterin keineswegs leichtfiel. In der ersten der beiden mittleren Klassen entschied sie sich für Maxima von der Lamberty-Borsch Agrar GbR aus Pantenburg. Diese Sailor PP bot ein tolles harmonisches Seitenbild und etwas mehr Stärke, wodurch sie sich vor der zweitplatzierten ZS Gesa (William x Golden Dreams) von der Zuchtstätte Stefan & Matthias Zens GbR aus Musweiler durchsetzen konnte. ZS Gesa überzeugte mit einem feinen Skelett und einem starken Hintereuter mit toller Beaderung. Auf dem 1b-Platz in der zweiten Klasse der Zweitkalbskühe landete Bambus, eine Alligator-Tochter aus der Zuchtstätte Norbert Zehren, Kirf-Beuren. Sie zeigte einen tollen Rahmen, glasklare Fundamente und ein sehr ausgeprägtes Zentralband. Mit ihrem etwas breiteren Hintereuter, dem extrem festen Vordereuter und etwas mehr Ausdruck im Typ konnte sich Galina PP, eine Freewood P-Tochter aus Simon P, ebenfalls vom Betrieb Lamberty-Borsch aus Pantenburg, den 1a-Platz in dieser Klasse sichern.

Es folgte die Siegerauswahl der mittleren Klassen. Hierzu betraten die beiden Erstplatzierten, Maxima und Galina PP, erneut den Schauring. Nach einiger Überlegung entschied sich Tanja Laures als Siegerin Mittel für Maxima. Sie konnte sich durch ihre etwas bessere Euterbalance und die bessere Strichplatzierung gegen ihre Stallgefährtin durchsetzen.

Schließlich kamen die älteren Holsteins der Schau an die Reihe. Diese Klasse bestand aus Tieren mit drei und vier Kälbern. Hier konnte sich ZS Moldau (Reflector x 1st Grade) aus der Zuchtstätte Stefan & Matthias Zens GbR aus Musweiler den Sieg sichern. ZS Moldau bestach mit einem phänomenalen Milchtyp, einer tollen Vordereuteraufhängung mit sehr guter Textur und einer festen Oberlinie. Diese Attribute ließen sie vor der 1b-platzierten HanSolo P-Tochter Eleonora von der Lamberty-Borsch Agrar GbR aus Pantenburg laufen. Eleonora bestach durch ihr hohes und breites Hintereuter sowie ihre Korrektheit im Skelett.

Wahl zur Miss Hochwald

Den absoluten Höhepunkt des Schaugeschehens bei den Milchrindern und somit das Finale bildete die Wahl des Grand Champions und damit die Kür zur Miss Hochwald 2026. Die drei Siegerinnen betraten zum wiederholten und letzten Mal den Schauring. Zur Auswahl standen somit die Siegerin Jung, die Färse Britania, die Siegerin Mittel Maxima und die Siegerin der älteren Kühe, ZS Moldau. Diese drei Damen boten zusammen ein beeindruckendes Bild. Die Preisrichterin Tanja Laures nahm die drei hervorragenden Kühe noch einmal genauestens in Augenschein, bevor sie schließlich ihre finale Entscheidung bekannt gab. Zur diesjährigen Miss Hochwald wurde schließlich die Drittkalbskuh ZS Moldau von Stefan & Matthias Zens aus Musweiler im Kreis Bernkastel-Wittlich gekürt.

 

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle Aussteller und Beschicker, ohne deren Engagement eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Last but not least geht der Dank natürlch auch an die Sponsoren: Agrar- und Freizeitmarkt Spies aus Hermeskeil, den Landkreis Trier-Saarburg, die Züchtervereinigung Trier-Wittlich, Hochwald Foods Thalfang, die Firma Gelz, die RWZ Merzkirchen, die Sparkasse Trier, Bergophor, die Rinder-Union West eG, den Besamungsverein Neutstadt und die Volksbank Trier-Eifel, die die Züchter mit Geld- und Sachpreisen unterstützt haben.

 

Nadine Hemmes, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz