Kostensteigerungen erfordern Preisanpassungen zum neuen Geschäftsjahr

Wir werden für unsere Mitgliedsbetriebe das breite Dienstleistungsspektrum aufrechterhalten.

Die Situation auf den Energie- und Rohstoffmärkten hat sich im Geschäftsjahr 2022/23 nicht spürbar entspannt, während gleichzeitig erhebliche Personalkostensteigerungen infolge von Tarifabschlüssen im laufenden Jahr sowie in den kommenden zwei Jahren zu verzeichnen sind. Unsere personalintensiven Dienstleistungen werden hierdurch verteuert, weshalb gezielte Preisanpassungen erforderlich sind.

Nachdem infolge der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine die Rohstoff- und Energiepreise erheblich gestiegen sind, haben zusätzlich auch die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden nachgezogen, was zu Personalkostensteigerungen in den zentralen Dienstleistungsbereichen Zucht, Besamung und Vermarktung sowie der Verwaltung führt.

Durch die rückläufige Zahl an Beschäftigten und den damit verbundenen Kosteneinsparungen in den vergangenen zwei Jahren können die resultierenden Personalkostensteigerungen im laufenden Geschäftsjahr teilweise noch kompensiert werden. Im kommenden Geschäftsjahr 2023/24 werden aufgrund der Tarifabschlüsse jedoch Mehraufwände im nahezu zweistelligen Prozentbereich wirksam.

Als Ihre Genossenschaft strengen wir uns an, den Kostensteigerungen durch gezielte Einsparungen und Optimierungen der Prozessabläufe zu begegnen. Dennoch sind wir als personalintensiver Dienstleister angehalten, auf die Preisdynamiken zu reagieren.

Um das gewohnte Leistungsniveau auch weiterhin sicherstellen zu können, werden mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2023/24 zum 01.10.2023 daher Preisanpassungen in den zentralen Dienstleistungsbereichen Zucht, Besamung und Vermarktung vorgenommen.

 

In der Dienstleistung Besamung werden die Preise für die Anfahrt und die Besamungsdurchführung angepasst, während der dynamische Energiekostenzuschlag künftig entfällt. Die effektive Anpassung der Anfahrtsgebühr fällt somit moderat aus. Für Sperma-, Stickstoff- und sonstige Warenlieferungen wird dagegen die Servicepauschale auf Dauer etabliert bleiben.

Das Ziel des Gebührensystems bleibt weiterhin, die direkten Sach- und Personalkosten möglichst verursachungsgerecht durch die Servicegebühren abzudecken. Nur so können wir für unsere Mitgliedsbetriebe das breite Dienstleistungsspektrum aufrechterhalten. Wir bitten um Ihr Verständnis und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Dr. Michael Steinmann, Dr. Jens Baltissen

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