Fruchtbarkeitsseminar im VBZL Haus Riswick der LK NRW

Allgemeine News

Annette Forro von der Firma Ceva Tiergesundheit ging in ihrem Beitrag auf die Bedeutung von Q-Fieber ein. Sie machte deutlich, dass die Erreger sehr weit verbreitet sind. Anhand von Untersuchungsergebnissen erläuterte sie die Auswirkungen von Q-Fieber auf das Fruchtbarkeitsgeschehen und damit auch die Wirtschaftlichkeit der Milchrinderhaltung. Durch konsequente Impfprogramme, die von der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen unterstützt werden, kann sich der betroffene Betrieb gegen die negativen Auswirkungen durchaus schützen.

 

Prof. Dr. Alexander Starke, Uni Leipzig, ging in seinem sehr praxisnahen Beitrag auf die Bedeutung der Klauenerkrankungen auf das Wohlbefinden und insbesondere auf die Fruchtbarkeit der Kühe ein. In seinem teils mit Videoaufnahmen aus der Praxis ergänzten Beitrag ist es ihm gelungen, auf die vielfältigen Ursachen für Klauenerkrankungen hinzuweisen. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf die sorgfältige und frühzeitige Klauenbehandlung, die – in regelmäßigen Abständen durchgeführt – ordentlich dokumentiert werden muss.

 

Philipp Wenz, Firma Low-Stress-Stockmanship, erläuterte in seinem Beitrag den sicheren, stressarmen Umgang mit Kühen. Er zeigte auf, dass Stress nur sehr langsam bei Kühen abgebaut wird – mit all den negativen Konsequenzen auf das Wohlbefinden und den Stoffwechsel und damit auch auf die Fruchtbarkeitslage. Für ihn ist es wichtig, sich gegenüber den Kühen Respekt zu verschaffen, ohne dass Stress entsteht. Dazu erläuterte er, dass nicht das, was gemacht wird, für das Tier wohl entscheidend sei, sondern das Wie ist entscheidend für oder gegen Stress bei Kühen.

 

„Was man macht, muss man richtig machen.“

Im abschließenden Referat stellte Peter Meutes, Rommersheim, seine Betriebsphilosophie vor. Er zeigte die Entwicklung von Kalb zu Kuh in seiner Herde auf und erläuterte mit kritischen Worten die einzelnen Entwicklungsstadien. Seine Zielsetzung ist, die Tiere immer im Blick zu haben, um möglichst frühzeitig Veränderungen feststellen zu können. Anhand seiner Betriebsentwicklung erläuterte er, dass Management-Entscheidungen stets so zu fällen seien, dass durch die angestrebten Veränderungen das Tierwohl gesteigert und die Nutzungsdauer erhöht wird.

 

 

Dr. Werner Ziegler

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