Erfolgreiche RUW-Färsenschau in Bitburg

Allgemeine News

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    Strahlende Gesichter bei der Siegerehrung der neuen "Miss Bitburg 2012" HSK Antonia vom Syndikat Three Star Holsteins aus Luxemburg (v.l. Besitzer Carlo Bossler, Laura Streit, Hans Schneider, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Ulrike Höfken, Gerd Grebener, Stadtbürgermeister Joachim Kandels)
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    Knisternde Spannung herrscht bei der Siegerauswahl der schwarzbunten Färsen.
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    Wie schon beim HighlightSALE in Hamm weiß die Nachzuchtgruppe des neue Top-Vererbers SELAYO zu gefallen.
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    Souverän und mit nachvollziebaren Kommentaren meistert die junge Preisrichterin Andrea Perk (25) aus dem Emsland ihre mitunter nicht leichte Aufgabe. (Fotos: Heinrich Schulte)
Mit Bravour meisterte die junge Preisrichterin Andrea Perk (25) aus dem Emsland ihre wahrlich nicht leichte Aufgabe. Ihre Entscheidungen wurden mit viel Beifall von den Zuschauern belohnt.   Neun Schwarzbuntklassen Das Richtgeschehen startete mit der ältesten Klasse der 76 Schwarzbuntfärsen. Und diese erste Klasse ließ bereits erahnen, welch hohe Qualität an diesem Tag zu erwarten war. Gewonnen hat die Klasse eine bereits weit entwickelte korrekte Derek-Tochter, Stania, der luxemburgischen Züchter Schuh und Coljon aus Ell. Mit einem fehlerfreien Exterieur und tadellosem Euter stand sie vor der Zweitplatzierten BaS Filu (Talent x Gibor) aus der Zucht der Bange GbR aus Seibersbach. In der zweiten Schwarzbuntklasse sah man an der Spitze mit der Shottle-Tochter Indira, eine sehr korrekte und harmonische Kuh mit allerbesten Übergängen, die bereits auf der RUW-Schau 2011 in Hamm auf sich aufmerksam gemacht hatte. Sie verwies die harmonischen Carmano-Tochter Helka von Stefan Zintzen aus Aachen auf den 1b-Platz. Rainer Thoenes aus Kalkar gewann mit seiner sehr feinzelligen offenrippigen Jasper 2-Tochter THI Blackjack die folgende Klasse vor FOS Diwiwi von Georg Ostermann aus Nonnweiler. Diese Jeeves-Tochter aus einer Gibor-Mutter war die typstärkste Färse in dieser Klasse. Die folgende Klasse wurde von der herausragenden Dundee-Tochter HSK Antonia vom Syndikat Three Star Holsteins dominiert. An dieser Kuh ging in der Klasse kein Weg vorbei. Die Gesamterscheinung war es letztendlich, die ihr den Klassensieg bescherte vor der in allen Punkten sehr korrekten Ramos-Tochter Emotion gezogen von Hans-Georg Theunissen aus Kürten. In der folgenden Klasse wurde die durch und durch korrekte Pagewire-Tochter Bellissima sehr professionell von der Jungzüchterin Linda Zehren präsentiert. Sie gewann die Klasse vor der Matson-Tochter ZS Taiga aus der Zucht von Stefan und Matthias Zens aus Musweiler. Mit einer beeindruckenden Shottle-Tochter, vor allem hinsichtlich Euter und Fundament überragend, gewann Dirk vom Stein aus Wermelskirchen die sechste Schwarzbuntklasse vor der typvollen Pagewire-Tochter Angel aus dem Züchterstall von Andreas Abs in Peffingen. Auch die folgende Klasse wurde von einer Shottle-Tochter dominiert. Antonella von Matthias Nosbisch aus Niederweis gewann die Klasse aufgrund ihres extremen Milchtyps, ihrer Feinzelligkeit und ihrem perfekten Euter vor der sehr gut entwickelten, absolut harmonischen KAR Elina (Cassano x Gibor) der Gebrüder Karch aus Börrstadt. Mit seiner scharfen und euterstarken Maxwell II-Tochter, WIT Sinja, konnte Thomas Wiethege aus Halver die zweitjüngste Klasse der schwarzbunten Holsteins vor der sehr eleganten Sanchez-Tochter Herzogin, die Thomas Kreutz aus Wilsecker gewohnt professionell präsentierte, gewinnen. In der jüngsten Holsteinklasse siegte Norbert Wendling aus Roth mit der sehr jugendlichen und nahezu fehlerfreien Shottle-Tochter Veronika, der mit gerade einmal 26 Monaten noch eine große Karriere bevorstehen kann. Christoph Feindt aus Gangelt belegte mit seiner korrekten FH Black Star von Pagewire den zweiten Platz.   Rotbunte überzeugen Mit 33 rotbunten Erstlaktierenden in fünf Richtklassen wird deutlich, dass dieser Farbschlag eine nach wie vor starke Präsenz im Einzugsgebiet der Rinder-Union West eG hat. Die Qualität der rotbunten Schaufärsen unterstrich in bemerkenswerter Weise das hohe Niveau unserer Red-Holsteins. Die erste und älteste Klasse der rotbunten Färsen gewann Antonius Richter aus Salzkotten mit seiner RH Madlen (Joyboy x September RF). Der Kuhstamm hinter dieser Färse ist weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt, und die Großmutter Meggilee konnte bereits große Schauen gewinnen. Sie siegte vor der Carmano-Tochter Damarala aus der Zucht von Johannes Seidenfaden, Mechernich. In der zweiten Rotbuntklasse stand Ralf Classen aus Geilenkirchen ganz vorne mit CL Sunflower (v. Carmano), die mit einem fest ansitzenden Euter und hervorragendem Milchtyp überzeugte. Bernd Pitz aus Aachen gewann mit seiner Liconi-Tochter Waikiki verdient den zweiten Platz. Mit THI Airborne präsentierte Rainer Thoenes aus Kalkar eine Talent 2 RF-Tochter, die in allen Merkmalen bestach. Sie gewann die Klasse vor der sehr stilvollen September RF-Tochter Biby aus dem Züchterstall André Krohn, Neukirchen-Vluyn. Die folgende Klasse gewann Christian Bange aus Seibersbach mit BaS Tattoo (Carmano x Avanti), welche die bekannten Vorzüge ihres Vaters eindrucksvoll demonstrierte. Es folgte auf 1b die körper- und euterstarke Selayo-Tochter Fabiola aus der Zucht von Bernhard Wacker, Steinfurt. Sie war auch der Blickfang in der Selayo-Nachzucht. Bei den jüngsten Rotbunten siegte Karl-Heinz Kirch aus Fisch mit der bestechenden, sehr edlen Savard-Tochter Alexa aus einer Faber-Mutter. Das sehr fest angesetzte und optimal ausbalancierte Euter gaben den Ausschlag vor der Zweitplatzierten, der rahmigen, gut entwickelten, typstarken Accolade-Tochter Juliana aus dem luxemburgischen Züchterstall von Paul Mathay, Flebour.   „Miss Bitburg“ kommt aus Luxemburg Spätestens beim Einzug der Klassensieger wurde jedem Zuschauer bewusst, welch hohes Niveau die 15. RUW-Färsenschau in Bitburg hatte! Zur schwarzbunten Siegerin kürte Frau Perk die bereits in ihrer Klasse hervorstechende HSK Antonia vom Syndikat Three Star Holsteins (Luxemburg), unter dem starken Applaus der Zuschauer und ganz speziell der angereisten Luxemburger Holstein Fan-Gemeinde. Und auch der Reservesiegertitel ging nach Luxemburg an die Züchter Schuh und Coljon G. A. aus Ell, mit ihrer Siegerin der ältesten Schwarzbuntklasse Stania, vor dem heimlichen Publikumsliebling Veronika von Norbert Wendling. Der stolze Züchter der rotbunten Siegerin hieß Rainer Thoenes mit seiner typvollen THI Airborne. Den Reservesieg sicherte sich die junge Alexa von Karl-Heinz Kirch. Nach diesen Entscheidungen war den meisten Zuschauern schnell klar, wer im Jahr 2012 den Titel „Miss Bitburg“ bekommen würde. Noch einmal machte es Andrea Perk spannend, bestätigte jedoch letztendlich alle Zuschauer in ihrem Urteil und entschied sich für HSK Antonia aus Luxemburg. Die höchste Leistungskuh der gesamten Färsenschau stellte Werner Nohner aus Sassen mit Liberiti, mit den RUW-Spitzenvererbern Malvoy x Faber im Pedigree. Hierfür wurde er besonders ausgezeichnet. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Schäfer GbR aus Steiningen mit der Buick-Tochter SHS Bibel als beste Tochter aus dem Prüfeinsatz und höchste Leistungsfärse. Ministerin Ulrike Höfken verfolgte das gesamte Schaugeschehen und ließ es sich dann, nach den Siegerentscheidungen, nicht nehmen, die Auszeichnungen persönlich durchzuführen. Traditionell, in der Bierstadt Bitburg, kam auch der Bürgermeister Joachim Kandels zum Einsatz und überreichte persönlich den Bitburger Bier-Pokal, um damit die anschließende Freibier-Runde der RUW im Ring zu eröffnen.   Selayo sorgt für Aufsehen Für positives Aufsehen sorgte die Nachzucht des genomisch getesteten RUW-Topvererbers Gen-I-BeQ Selayo. Dieser junge rotbunte Elayo-Sohn stammt aus der berühmten Glen Drummond-Splendor-Familie und zeichnet sich durch hervorragende Exterieur-Qualitäten mit soliden Milchleistungen aus. Die RUW präsentierte sechs Töchter dieses Ausnahmebullen, der bereits mit ersten Töchtern beim HighlightSALE zu Beginn dieses Jahres in Hamm für Furore gesorgt hatte. Seine Töchter präsentieren sich mit rahmigen Körpern und einer breiten Vorhand sowie langen und breiten Beckeh. Die Euter sind ein Glanzpunkt dieses Bullen. Sie besitzen eine optimale Textur mit deutlichem Zentralband und guter Strichplatzierung. Sie lassen sich hervorragend ausmelken, wovon sich viele Zuschauer am Schauabend selbst überzeugen konnten. In Deutschland haben bisher 80 Töchter abgekalbt. In Kanada, wo dieser junge Bulle der RUW ebenfalls im Einsatz ist, wurden bereits 30 Töchter eingestuft, davon über 70% mit GP und VG, sprich 82 und mehr Punkten. Sein Gesamtzuchtwert von gRZG 134, bei sehr guter Eutergesundheit, hoher Nutzungsdauer, leichtem Kalbeverlauf und guter Milchleistung spricht für den breiten Einsatz dieses Bullen. Die Preisrichterin, zeigte sich beeindruckt von dieser Nachzucht und stellte die in der Einzelklasse bereits beschriebene Fabiola, aus der Zucht von Bernhard Wacker, Steinfurt, als beste Nachzuchttochter heraus. Dr. Hartmann wies bei seiner Kommentierung der Selayo-Nachzucht noch einmal darauf hin, dass dieser Bulle aktuell beim Frühjahrsspecial für die RUW-Mitglieder zum halben Preis erhältlich ist.   Einmal mehr konnte die größte Landwirtschaftsausstellung in der Bitburger Auktionshalle im Rahmen des BEDA-Marktes seine Bedeutung unter Beweis stellen. Die sehr großen Besucherströme zeigen eindrucksvoll welch wichtigen Platz diese Veranstaltung im Schaugeschehen der Rinder-Union West eG hat. Milchviehhalter aus sechs Bundesländern, Holland, Luxemburg und Belgien nutzten diese von der RUW gestellte Plattform. Abschließend ein ganz großes Dankeschön an die Hauptakteure, sprich die Züchter und somit Schaubeschicker, aber auch an die Aussteller und Sponsoren für diese gelungene Veranstaltung.   Prämierungsergebnis Das vollständige Prämierungsergebnis können Sie hier herunterladen. Praemierungsergebnis2012_komplett.pdf   Bildergalerie Heinrich Schulte hat viele und vor allem schöne Impressionen mit seiner Kamera festgehalten. Die Fotogalerien finden Sie unter folgenden Links:   fotoalbum.web.de/gast/hein.schult/12_Beda_Markt_RUW_Faersenschau   fotoalbum.web.de/gast/hein.schulte/12_Beda-Markt_Tag_2   Gerd Grebener