Fulminanter Jahresabschluss in der Krefelder Niederrheinhalle

Auktionsberichte

Höchstpreise und ein noch nie dagewesener Durchschnittspreis bei den Färsen lassen das Kalenderjahr 2021 in Krefeld äußerst zufriedenstellend enden.

Die Beschicker stellten zur Jahresabschlussauktion der Rinder Union West eG am 08. Dezember in Krefeld den Käufern ein Kontingent von 200 Bullen, Kühen und Rindern zum Verkauf. Auch in diesem Monat zeigte sich wieder, dass hohe Anmeldezahlen zu einem großen Interesse aus dem In- und nahem Ausland führen. Gerade die hervorragenden und stabilen Ergebnisse der letzten Auktionen sollten Neubeschicker motivieren diese Vermarktungsmöglichkeit von Zuchtvieh zu nutzen.

Gute Nachfrage im Deckbullenbereich


Im Bereich der Deckbullen boten die Beschicker ein kleines Angebot von fünf Deckbullen den Käufern an. Die angebotene Qualität war äußerst ansprechend und das Interesse der Deckbullenkunden war vorhanden. Der mittlere Zuschlagspreis pendelte sich bei 1.800 € ein. Für zwei Bullen wurde der Höchstpreis von 2.000 € erzielt. Der Zuchtbetrieb Ludger Tißen aus Kleve erzielte mit einem exterieurstarken KENSINGTON Sohn aus einer leistungsstarken Kuhfamilie diesen Steigpreis genauso wie Bernhard de Baey aus Hamminkeln. Der von Bernhard de Baey zum Verkauf gebrachte HOTSPOT P Sohn aus einer exzellent bewerteten Kuhfamilie überzeugte mit viel Rahmen und einem hervorragenden Körper. Des Weiteren überzeugt die Kuhfamilie mit hohen Leistungen. Der KENSINGTON Sohn wird zukünftig im Kreis Kleve in den Deckeinsatz gehen, der HOTSPOT P Sohn deckt im Kreis Wesel. Für 1.900 € stellte Volker Elsermann einen Crown Red Sohn zum Verkauf, der seine Aufgabe im Kreis Mettmann wahrnehmen wird.

Ansprechender Kuhmarkt


Auch in diesem Monat nutzte ein Betrieb die Möglichkeit der Auktionsvermarktung, um seinen Bestand aufzulösen. Hierbei handelt es sich um Willibert Krapp aus Hückelhoven. Neben den Tieren der Bestandsaufgabe nutzen auch wieder weitere Betriebe die lukrative Möglichkeit Kühe über die Auktion zu vermarkten. Sensationelle 2.400 € wurde für eine Offerte des Betriebes Krapp geboten. Hierbei handelte es sich um eine Zweitkalbskuh die bereits mit hohen Leistungen und Inhaltsstoffen in der ersten Laktation zu überzeugen wusste. Gemolken wird diese, mit einem tollen Euter und imposanten Körper auftretende Kuh, zukünftig in den Niederlanden. Eine weitere Kuh der Kollektion erzielte 2.300 €. Auch diese Kuh wusste, genauso wie alle anderen Tiere des Betriebes mit tollem Körper und viel Rahmen sowie top Eutern, zu überzeugen. Diese Kuh verbleibt im Krefelder Stadtgebiet. Im Durchschnitt erzielten die Kühe einen Zuschlagspreis von 1.725 € bei einer Varianz von 1.000 € bis 2.400 €.

Sensationelle Höchstpreise


Im Vorhinein der Auktion konnte man bereits von einem festen Marktverlauf ausgehen. Dass es jedoch derartige Höchstpreise, sowie einen sehr hohen Durchschnittspreis bei einer großen Preisvarianz von 900 € bis 3.400 € geben würde, hätte sich niemand erahnen können.

Der Topseller der Auktion wurde seitens des Zuchtbetriebes Volker Elsermann, Hamminkeln aufgetrieben. Eine Färse die bereits am Auktionsmorgen im Stall das Interesse und Blicke der Käufer auf sich zog. Abstammend von Kingpin wusste die Färse in jeglichen Belangen zu überzeugen. Ein drüsiges, fest ansitzendes Euter und ein rahmiger Körper waren die Kennzeichen dieser phänomenalen Färse. Für einen Preis von 3.400 € wird sie zukünftig die Zuchtherde eines belgischen Stammkunden bereichern. Preislich folgte mit einem Steigpreis von 3.100 € eine BARBADOS Tochter des Zuchtbetriebes Georg Daamen, Kleve, welche einem Neukunden aus Belgien zugeschlagen wurde. Beim Auftritt im Auktionsring stand diese Färse dem vorgenannten Rind in nichts nach. Die BARBADOS Tochter zeigte wieder einmal die Qualitäten im Bereich Fundament und Exterieur dieses RUW Vererbers. Des Weiteren wussten die Färsen dieses Bullen mit hohen Einsatzleistungen und Inhaltsstoffen zu überzeugen. Für 3.000 € wurden 3 weitere Färsen zugeschlagen. Mit der Brekem Tochter aus einer BRIO Mutter bot der Beschicker Hubert Peerenboom aus Kalkar ein Tier, welches nicht nur mit seinem Milchcharakter überzeugte, an. Gerade die tiefe Kuhfamilie und die hohen Lebensleistungen lassen erwarten, dass diese Färse auch bei einem weiteren belgischen Neukunden in die Fußstapfen der Mutterlinie treten wird. Willi Achten, Kempen trieb die teuerste rotbunte Färse, abstammend von DESMOND, auf. Die Färse mit enormer Euterqualität und korrekten Fundamenten waren einem niederländischem Kunden 3.000 € wert. Das dritte Rind der 3.000 € Riege wurde aus der starken Kollektion von Ludger Sondermann, Bocholt angeboten. Eine absolut komplette Färse, die keinerlei Schwächen aufwies. Ausgestattet mit einer guten Einsatzleistung bot ein belgischer Kunde 3.000 € für dieses Rind.

Erfreulich ist, dass der RUW Vererber KENSINGTON mit seinen Töchtern einen eindrucksvollen Durchschnittspreis von 2.400 € erzielte. Die 16 angebotenen BARBADOS Töchter erzielten einen durchschnittlichen Steigpreis von über 2.000 €. Alle Färsen zeigten das Potential dieser Bullen durch eine durchweg hervorragende Qualität, gerade im Bereich des Exterieurs sowie des Fundamentes.

Der Durchschnittspreis der Färsen von fast 2.100 € zeigt eindrucksvoll wie lukrativ die Auktionsvermarktung ist. Fast zwei Drittel der aufgetriebenen Färsen erzielten einen Steigpreis von 2.000 € und mehr.

Die nächste Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 12. Januar 2022. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Donnerstag, 23. Dezember 2021 im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151-81899-14, per Fax 02151-81899-66 oder per Mail aleuchten@ruweg.de entgegengenommen. Gerne stehen bei Fragen zur Auktionsvermarktung die regionalen Vermarkter der Rinder-Union West eG bzw. das Regionalzentrum in Krefeld zur Verfügung.

Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.

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