Elitest-Nachzucht- und Bullenmutter-Tour

Zweitägigen Tour durch das RUW-Gebiet.

  • RUW eG
    Das Holstein-Team von Elitest zu Gast auf dem Betrieb von Rainer Thoenes.

Seit 2022 kooperiert Elitest mit Phönix – als erstes nicht-deutsches Besamungsunternehmen, das sich dem Phönix-Projekt angeschlossen hat. Das Unternehmen mit Sitz im Osten Frankreichs betreibt ein aktives Zuchtprogramm und konnte in den vergangenen Jahren mehrere erfolgreiche Bullen hervorbringen.

Kürzlich war das Holstein-Team von Elitest zu Gast im RUW-Gebiet und nahm an einer umfassenden Nachzucht- und Bullenmutter-Tour teil. Ziel war es, erste laktierende Töchter von Bullen zu begutachten, die entweder in Frankreich im Elitest-Katalog gelistet oder als Bullenväter eingesetzt wurden. Dank der hervorragenden Organisation durch RUW-Sire Analyst Willi Flasskamp konnten insgesamt 11 Betriebe besucht und rund 100 Kühe besichtigt werden.

Besonderes Augenmerk lag auf Nachzuchten der Bullen Rafting, Solitair P, Cosinus und Shout RDC. Darüber hinaus bot sich die Gelegenheit, erste Töchter von Precision und Clapton zu sehen – zwei Bullen, deren Sperma in der Elitest-Region häufig verwendet wurde. Auch Nachzuchten der RUW-Vererber Arizona und Member PP, die in Frankreich ebenfalls gern genutzt werden, konnten begutachtet werden.

„Es war beeindruckend, das deutsche System kennenzulernen“, berichtet Laura Wenk, Holstein-Technikerin bei Elitest. „Wir haben auf dieser Reise viele äußerst interessante Kühe gesehen – eine wirklich lehrreiche Erfahrung!“

Ein besonderes Highlight der Tour waren die Bullenmütter verschiedener aktueller Besamungsbullen. Auf dem Betrieb von Andreas Pröbsting in Everswinkel präsentierten sich unter anderem RUW Tosca VG 89, die Arizona-Mutter in ihrer vierten Laktation, sowie PRO Meggi GP 84, Mutter des Bullen Spy P RDC. Beide Kühe präsentierten sich als funktionale und gesunde Laufstallkühe im Zuchtbetrieb Pröbsting.

Auch bei der Köster KG beeindruckten zwei Schwestern des derzeit höchsten verfügbaren Rotbunt-PP-Bullen Mean PP. In Vreden, auf dem Betrieb Holtkamp, bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, nicht nur eine starke Nachzuchtgruppe, sondern auch vielversprechende Zuchtkühe zu begutachten. Besonders hervorzuheben ist hier WIL Faro, eine Rainow-Tochter, deren Sohn – einer der höchsten Rome-Söhne – sich derzeit in der Aufzucht der RUW befindet. Ein weiteres Highlight war die einflussreiche WIL K25, die im Pedigree mehrerer  Besamungsbullen wie Domino und Allegro zu finden ist. Die mit EX 90 bewertete WIL K25 geht auf die außergewöhnliche Wilder Snowman Kanu RDC VG 88 zurück.

Auch auf dem Hof von Rainer Thoenes in Kalkar konnten wir bedeutende Bullenmütter sehen. Besonders beeindruckte THI Swift Xilly EX 91, die Mutter der Bullen Shout RDC und Touran. Letzterer, ein Foreman-Sohn, wurde direkt von Elitest angekauft und gehört seit zwei Jahren zu den populärsten Bullen im französischen Katalog. Ebenfalls auf dem Betrieb befindet sich THI Chianina EX 91, die Mutter der Bullen Farrell und Myline – letzterer erfreut sich besonders im Osten Frankreichs großer Beliebtheit. Beide Kühe stammen aus dem bewährten C-Stamm des Betriebs Thoenes, der auf die kanadische Spitzenkuh Startmore Chairmaine EX 92 zurückgeht.

„Sowohl Xilly als auch Chianina sind beeindruckende Kühe!“, sagt Nicolas Lancelot, Sire Analyst bei Elitest. „Sie wirken nach wie vor sehr jung, und wir sind überzeugt von ihrem genetischen Potenzial, das sie über ihre Söhne weitergeben. Im kommenden Jahr erwarten wir die ersten laktierenden Töchter von Touran – wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse!“ Mit auf das Gruppenbild schaffte es außerdem THI Aurelia VG 88. Sie ist die Mutter des sehr kompletten Vererbers Karat. „Aurelia ist meine Lieblingskuh.“, so Thoenes. “Sie steht auf hervorragenden Fundamenten und zeigt eine super Bewegung im Stall. Besonders gefällt mir ihr sehr gut aufgehängtes und ausbalanciertes Euter, was sich ohne Probleme im Roboter melken lässt“, so der Züchter.

Während der zweitägigen Tour konnten zahlreiche herausragende Betriebe besucht werden. „Es war großartig, sich mit den Züchtern auszutauschen, ihre Strategien kennenzulernen und einen Einblick in ihre Herden und Arbeitsweisen zu gewinnen. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Kombination aus französischer und deutscher Genetik hervorragende Ergebnisse erzielen kann!“, so Nicolas Lancelot. 

Ein herzliches Dankeschön an alle Landwirte, die uns so offen auf ihren Betrieben empfangen haben und diese Tour möglich gemacht haben.

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