Bezirkstierschau 2026 im Hochsauerland - Reister Markt

Bei leicht bedecktem Himmel, aber trockenem Wetter und angenehmen 13 °C fand am Samstag, dem 22. August 2026, die Bezirkstierschau im Rahmen des Reister Marktes statt.

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    „Miss Reiste 2026“ wurde die Genius-Tochter Irene 787 (Kat.-Nr. 55) der Ilpe Milch KG aus Schmallenberg-Kirchilpe. Die Drittkalbskuh überzeugte Preisrichter Christian Bange mit ihrem ausbalancierten Körperbau, ihrem Fundament und ihrem hervorragenden Euter.
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    Mit der Conway-Tochter (Kat.-Nr. 19) stellte die Seidfelder Milch KG aus Sundern-Seidfeld die Siegerkuh Jung der Bezirkstierschau. Vor allem ihr beeindruckend festes und drüsiges Euter überzeugte Preisrichter Christian Bange.
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    Der Titel Siegerkuh Alt ging an die Mel-Tochter (Kat.-Nr. 110) der Bergesmilch GbR aus Eslohe-Oesterberge. Die 11-kalbige Kuh präsentierte sich mit hoher Ausgeglichenheit, hervorragender Bewegung und einem außergewöhnlich fest sitzenden Euter.
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    Den Sieg bei den Züchtersammlungen sicherte sich die Bergesmilch GbR aus Eslohe-Oesterberge. Mit einer beeindruckend einheitlichen Gruppe älterer Kühe setzte sich der Betrieb an die Spitze der Konkurrenz.

Insgesamt präsentierten 21 Zuchtbetriebe 112 Holstein-Kühe sowie acht Kälber im Jungzüchterwettbewerb. Das Preisrichteramt für die Kühe übernahm Christian Bange aus Seibersbach (Gemeinde Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz), während Marie Erves aus Eslohe-Herhagen den Kälberwettbewerb kommentierte.

Der erste Siegertitel geht nach Sundern-Seidfeld

Bei idealem Tierschauwetter bewertete Preisrichter Christian Bange zunnächst drei Klassen der einkalbigen Färsen.

Die erste Klasse gewann die Kat.-Nr. 10 „Hasel“, eine Lambda-Tochter im Besitz von Josef Mathweis aus Niedersorpe und Josef Hennecke aus Olsberg. Sie überzeugte durch ihre Typstärke und ein hervorragendes Fundament. Den zweiten Platz belegte die körperstarke und sehr harmonische Kat.-Nr. 1, eine Pairing-Tochter (Stall-Nr. 143) von Stefan Fuchte aus Beisinghausen.

In der zweiten Klasse siegte die lackschwarze Conway-Tochter Stall-Nr. 78 (Kat.-Nr. 19) der Seidfelder Milch KG aus Sundern-Seidfeld. Mit ihrem beeindruckend festen und drüsigen Euter setzte sie sich vor die nahezu fehlerfreie Lambda-Tochter „Malente“ (Kat.-Nr. 12) aus der Zuchtstätte Mathweis/Hennecke durch.

In der dritten und letzten Klasse der jungen Kühe sicherte sich die nahezu einfarbig rotbunte Marmor-Tochter „Esra“ den ersten Platz vor der ausgesprochen körperstarken King-Doc-Tochter „Blick“ von Julian Rüssmann aus Schmallenberg-Arpe.

Zur Siegerkuh Jung kürte Christian Bange die euterstarke Stall-Nr. 78 der Seidfelder Milch KG. Den Titel der Reservesiegerin erhielt „Hasel“ von Josef Mathweis und Josef Hennecke.

Die mittleren Klassen spiegeln das aktuelle Zuchtziel wider

Die folgenden Klassen der zwei- und dreikalbigen Kühe zeigten eindrucksvoll das aktuelle Zuchtziel der Deutschen Holsteins: Kühe mit ausreichend Rahmen, ausbalancierten Körpern, korrekten Fundamenten und hoch angesetzten, fest sitzenden Eutern, die eine lange Nutzungsdauer ermöglichen.

In der ersten Klasse gewann die Kat.-Nr. 34 „Cleophea“, eine Lambda-Tochter der Ilpe Milch KG aus Schmallenberg-Kirchilpe. Besonders ihr extrem drüsiges Euter überzeugte den Preisrichter. Auf dem zweiten Platz folgte ihre schwarzbunte, typstarke Stallgefährtin, die Chief-Tochter Stall-Nr. 977 (Kat.-Nr. 37), die mit einem außergewöhnlich langen Vordereuter beeindruckte.

In der zweiten Klasse sicherte sich die Moovin-Tochter „Renate“ von Josef Mathweis als kompletteste Kuh der Gruppe den ersten Platz. Zweite wurde „Bree“, eine Maximus-Tochter der Sorpemilch GbR aus Sundern-Amecke. Hinter dieser Kuh stehen die Züchterfamilien Moritz Hennecke und Vedder-Stute. Mit ihrem feinen Milchtyp, einem hervorragenden Euter und idealer Beckenlage wusste sie zu überzeugen.

Die stark besetzte dritte Klasse gewann die dreikalbige Genius-Tochter „Irene“ der Ilpe Milch KG. Mit ihrem enorm drüsigen Euter setzte sich die schauerfahrene Kuh gegen die schwarzbunte Mendel-Tochter Stall-Nr. 379 (Kat.-Nr. 57) der Sorpemilch GbR durch, die vor allem durch Typ und Harmonie punktete.

In der vierten und letzten Klasse ging der erste Platz an die hornlose Balisto-Tochter „Monsta P“ (Kat.-Nr. 67) von Guido Simon aus Sundern. Auf Rang zwei folgte die Mitchell-Tochter Stall-Nr. 287 der Seidfelder Milch KG.

Zur Siegerkuh der mittleren Klassen wurde die beste Euterkuh der gesamten Schau gewählt: die schneeweiße Genius-Tochter „Irene 787“ (Kat.-Nr. 55) der Ilpe Milch KG aus Kirchilpe. Reservesiegerin wurde ihre Stallgefährtin „Cleophea“ (Kat.-Nr. 34). Ein großer Erfolg für das Züchterduo Nils Rüssmann und Reinhard Schulte-Köster.

Ring frei für die alten Damen

Die letzten vier Klassen waren den Kühen mit vier und mehr Abkalbungen vorbehalten.

In der ersten Klasse siegte die leistungsstarke Stoic-Tochter Stall-Nr. 234 (Kat.-Nr. 82) von Stefan Fuchte aus Beisinghausen. Sie kann bereits eine Lebensleistung von über 60.000 kg Milch vorweisen. Auf Rang zwei folgte die Salvatore-Tochter Stall-Nr. 1003 (Kat.-Nr. 76) der Bergesmilch GbR aus Eslohe-Oesterberge, die ebenfalls die Marke von 60.000 kg Lebensleistung überschritten hat.

In der zweiten Klasse betraten echte Dauerleistungskühe den Ring – eine Augenweide für alle Rinderzüchter. Den ersten Platz belegte die Alamo-Tochter Stall-Nr. 112 (Kat.-Nr. 89) von Stefan Fuchte. Zweite wurde die Adaway-Tochter Stall-Nr. 1041 (Kat.-Nr. 85) der Bergesmilch GbR. Beide Kühe können bereits auf mehr als 50.000 kg Lebensleistung zurückblicken.

Die dritte Klasse gewann die fünfkalbige Jackson-Tochter Stall-Nr. 842 aus der Zuchtstätte von Benedikt Schulte und Tobias Vornweg (Bergesmilch GbR). Sie überzeugte durch ihre Ausgeglichenheit und Fehlerfreiheit in allen Merkmalskomplexen. Den zweiten Platz belegte die Cover-Tochter „Haselnuss“ (Kat.-Nr. 101) von Bernd Drüecke aus Schmallenberg-Felbecke. Besonders ihre enorme Körpertiefe und das hervorragend gelagerte Becken beeindruckten.

In der vierten Klasse standen die ältesten Kühe der Schau im Ring. Es siegte die elfkalbige Mel-Tochter Stall-Nr. 76 der Bergesmilch GbR mit einer Lebensleistung von rund 137.000 kg Milch. Auf Rang zwei folgte „Garla“, eine achtkalbige Smurf-Tochter von Stefan Fuchte, die bereits nahezu 163.000 kg Milch in ihrem Leben produziert hat.

Den Titel „Siegerkuh Alt“ sicherte sich schließlich die Kat.-Nr. 110 (Stall-Nr. 76) der Bergesmilch GbR. Mit ihren glasklaren Sprunggelenken, ihrer hervorragenden Bewegung und einem außergewöhnlich fest sitzenden Euter präsentierte sie sich als die ausgeglichenste Kuh dieser Konkurrenz. Reservesiegerin wurde die Smurf-Tochter „Garla“ (Kat.-Nr. 109) von Stefan Fuchte. Die Entscheidung wurde von den Zuschauern mit großem Applaus begleitet. Genau solche Kühe verkörpern das moderne Zuchtziel in besonderer Weise.  

Während des Richtens erläuterte Christian Bange den Zuschauern die vier Merkmalskomplexe Milchtyp, Körper, Fundament und Euter und erklärte deren Bedeutung für hohe Lebensleistungen und eine lange Nutzungsdauer.

Erfolgreiche Züchtersammlungen und eine würdige Miss Reiste

Im Anschluss wurden die Züchtersammlungen präsentiert. Hierfür musste jeder Betrieb drei möglichst einheitliche Kühe aus eigener Nachzucht im Ring vorstellen.

Den Sieg sicherte sich die Bergesmilch GbR mit einer beeindruckend einheitlichen Gruppe älterer Kühe. Den zweiten Platz belegte die Ilpe Milch KG aus Kirchilpe mit einer herausragenden Kollektion mittelalter Kühe.

Mit Spannung wurde schließlich die Wahl zur „Miss Reiste“ (Grand Champion) erwartet. Dazu stellte Christian Bange die Siegerkühe der einzelnen Altersgruppen in einer Line-up-Aufstellung nebeneinander auf.

Seine Wahl fiel auf die Kat.-Nr. 55 „Irene 787“, eine Genius-Tochter der Ilpe Milch KG aus Schmallenberg-Kirchilpe. Die mittelrahmige Kuh überzeugte durch ihren korrekten und ausbalancierten Körperbau, ihr ideales Fundament sowie ein hoch angesetztes, fest sitzendes Euter mit ausgezeichneter Textur.

Für das Züchterduo Nils Rüssmann und Reinhard Schulte-Köster sowie ihre Familien bedeutete dieser Erfolg einen krönenden Abschluss einer äußerst erfolgreichen Schau.

Nachwuchs begeistert im Jungzüchterwettbewerb

Im Wettbewerb „Kind mit Kalb“ traten acht Kinder mit ihren Kälbern an. Für ihre hervorragenden Vorführleistungen wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer Medaille ausgezeichnet.

Marie Erves sprach mit jedem Kind über die Vorbereitung der Kälber und deren Fütterung. Dabei boten sich den Zuschauern viele strahlende Gesichter und eindrucksvolle Beispiele für die Begeisterung des Nachwuchses für die Rinderzucht.

Damit ging eine ereignisreiche und erfolgreiche Bezirkstierschau in Reiste zu Ende.

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