Die Beschicker präsentierten ein qualitativ hochwertiges Angebot an Remontierungsfärsen. Insbesondere aus den angrenzenden Nachbarländern Polen, Italien und den Niederlanden wurde im Vorfeld der Auktion ein reges Interesse an Qualitätsfärsen signalisiert. Die Beschicker stellten ein Auktionskontigent von 9 Bullen, 4 Kühen und 161 Rindern zum Verkauf.
Höchstpreise am Deckbullenmarkt
Neun Deckbullen wurden im Rahmen der Krefelder Juni-Auktion angeboten und die Reaktion der anwesenden Käufer, als der erste Bulle in den Ring geführt wurde, ließ erahnen, dass der Bullenmarkt schnell geräumt sein würde. LAN Sheldon, ein rotbunter Shield-Sohn, der mütterlicherseits aus einer erfolgreichen kanadischen Linie stammt, ließ die Gebote rasch in die Höhe schnellen. Der mit hohen genomischen Zuchtwerte ausgestattete Bulle, gezogen von Thomas Langenberg, Bocholt, wurde schlussendlich für den Tageshöchstpreis von 5.100 € einem Züchter aus dem Kreis Kleve zugeschlagen.
Danach ging es zügig weiter. Über die Hälfte der aufgetriebenen Bullen konnten Steigpreise von 4.000 € und mehr erzielen, was neben der hohen Nachfrage auch auf die gute Qualität der angebotenen Bullen zurückzuführen war.
Dem Shield-Sohn folgte preislich ein hornloser Sunstar P-Sohn aus einer Farina Red-Mutter des Zuchtbetriebs Effing Timmermann GbR, Vreden. Dieser korrekte Rotbunte konnte mit einer sehr hohen Mutterleistung in der ersten Laktation aufwarten und wechselte für 4.400 € in den Rhein-Sieg-Kreis.
Gleich zwei Bullen wurden für jeweils 4.100 € verkauft: ein überzeugender hornloser ARGENTUM-Sohn aus einer bewährten Kuhfamilie von Rainer Thoenes, Kalkar, sowie ein ebenfalls hornloser CR 7 P-Sohn aus einer MODUL PP-Mutter von Manfred Robert, Vreden. Den Letztgenannten machte sein tadelloses Erscheinungsbild in Kombination mit einer komplett roten Färbung zum besonderen Eyecatcher dieses Bullenmarktes.
Wie sich bereits zu Beginn der Auktion abzeichnete, wurde der Bullenmarkt schnell komplett geräumt. Der Durchschnittspreis pendelte sich bei 3.778 € ein.
Zufriedenstellender Rindermarkt
Die angebotene Qualität im Segment der abgekalbten Rinder konnte besonders in der Breite sehr überzeugen. Die zahlreichen Käufer in der gut gefüllten Krefelder Niederrheinhalle honorierten diese hohe Qualität mit entsprechenden Geboten. So überraschte es nicht, dass sehr zügig das erste Gebot für 3.000 € abgegeben wurde. Die SIGNAL P-Tochter von Bernhard Buss aus Bocholt wusste mit 35 kg Milch Einsatzleistung zu überzeugen und bereichert einen Stall im Rheinland. Aus dem Betrieb Palm in Monschau wurde eine schneeweiße FRISBEE RDC-Tocher mit 36 kg Milch zum Verkauf angeboten. Für einen Zuschlagspreis von 3.000 € wechselt diese gut entwickelte Färse in den Kreis Kleve. Auf eine hohe Nachfrage stieß die Katalognummer 43, eine SEA P-Tochter, aus dem Bestand von Annegret Rensing, Borken. In gewohnter Qualität vorbereitet, mit 44 kg Milch Tagesleistung und einer exzellenten Abstammung erlöste diese rotbunte Färse 3.300 €. Die Grunewald Olbing GbR aus Raesfeld präsentierte eine kapitale Renegade-Tochter im Ring. Diese körperlich starke Färse wechselt mit 48 kg Milch und für einen Zuschlagspreis von 3.500 € in die Städteregion Aachen. Von Georg Daamen, Bedburg- Hau stammen gleich zwei Färsen die direkt hintereinander Spitzengebote erzielen konnten. Zuerst eine SAILOR PP- Tochter mit 40 Litern. Für 3.500 € wechselt diese schicke Rotbunte in einen Klever Zuchtbetrieb. Am Nachmittag konnte die Bent Benz-Tochter mit 41 kg Milch für einen Steigpreis von 3.200 € einem belgischen Stammkunden verladen werden. Für die schwarzbunte DRIVER RDC-Tochter von Andreas Elbers aus Rees fiel ebenfalls erst bei 3.000 € der Hammer des Auktionators. Sie verbleibt ihm heimischen Zuchtgebiet. Die auffallend bunt gescheckte rotbunte Färse von Thomas Wiethege aus Halver erlöste 3.300 € mit einer Tagesleistung von über 40 kg Milch. Eine weitere Spitzenfärse des beliebten Bullen ARIZONA stellte Hubert Loskamp, Bocholt zum Verkauf. Das typische Erscheinungsbild gepaart mit 33 kg Milch Tagesleistung waren einem italienischen Stammkunden 2.800 € wert. Im Anschluss präsentierte Willi Achten aus Kempen ein echtes Hochleistungstrio. Eine Crunch-Tochter mit 48 kg Milch, eine Indro-Tochter mit 43 kg Milch und eine RAFTING-Tochter mit 47 kg Milch. Alle drei Färsen waren im Körper und Euter bestens entwickelt und erlösten Spitzenpreise bis 3.500 €. Kevin Anhamm aus Kamp-Lintfort präsentierte eine körperlich robuste Mitchell-Tochter im Auktionsring. Mit 44 kg Milch Tagesgemelk endete das Wettbieten erst bei 3.500 € zu Gunsten eines Kunden aus dem Kreis Kleve. Den geteilten zweiten Platz auf dem Tagestreppchen sicherte sich zum einen Ludger Sondermann aus Bocholt mit seiner Renegade- Tochter. 38 kg Milch Tagesleistung und sehr gute Abstammung begeisterten einen belgischen Kunden, sodass dieser 3.600 € in diese tolle Färse investierte. Kurz darauf folgte die Tagessiegerin, eine Ipsos P-Tochter von Thomas Langenberg, Bocholt. Ausgestattet mit allerbestem Papier und einer sagenhaften Milchleistung von 57 kg Milch sorgte bei einem italienischen Stammkunden für den unbedingten Wunsch, dieses Tier für seinen Bestand zu gewinnen. Bei 3.700 € erhielt er nach langem Bieterduell den ersehnten Zuschlag. Eine MEMBER PP-Tochter aus dem Betrieb Bernhard Heller, Borken, weckte bei einem Kunden aus den benachbarten Niederlanden großes Interesse. Für 3.200 € wechselt diese Rotbunte über die Ländergrenze. Im Auftrag für einen Kunden aus Rheinland-Pfalz konnte die Secundus-Tochter von Wilhelm van Heek aus Kleve ersteigert werden. Mit 52 kg Milch und bester Abstammung bleiben für 3.200 € keine Wünsche offen. Rainer Thoenes aus Kalkar sicherte sich ebenfalls den zweiten Platz des Tages mit seiner beeindruckenden CHAMPION-Tochter. Diese bunte Färse präsentierte ihre Leistungsbereitschaft von 38 kg Milch und ein perfektes Euter im Auktionsring und erlöste ebenfalls 3.600 €. Ihre Zukunft liegt in einem Zuchtbetrieb im Nachbarkreis Kleve. Der Durchschnittspreis bei den Färsen konnte deutlich gesteigert werden und lag am Ende der Auktion bei 2.717 €.
Der Verlauf der Auktion zeigt nochmals eindrucksvoll, dass Qualität seitens der Käufer gefragt ist und honoriert wird, aber Rinder mit Ansagen, länger andauernden Laktationen oder optischen Schwächen nur mit Abschlägen zu vermarkten sind. Es besteht weiterhin eine hohe Auslandsnachfrage nach korrekten Laufstallfärsen. Alle Betriebe sollten dadurch motiviert sein, ihre qualitativ hochwertigen Tiere für die nächsten Auktionen zu melden. Weiterhin gefragt sind genomisch hoch getestete Tiere. Bei Fragen zur Auktionsvermarktung stehen die regionalen RUW-Vermarkter bzw. das Regionalzentrum in Krefeld zur Verfügung.
Die nächste RUW-Zuchtviehauktion in Krefeld findet am 15. Juli 2026 statt. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag, den 26. Juni 2026, im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151-81899-14, per Fax 02151-81899-66 oder per Mail aleuchten@ruweg.de entgegengenommen. Für einen reibungslosen Ablauf bitten wir um Einhaltung der Anmeldefrist.
Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.
1. SUMMERhighlights
Direkt im Anschluss an die Versteigerung der Auktionsfärsen startet der 1. SUMMERhighlihgts. 25 exkusiv ausgewählte, genomisch hoch veranlagte Kälber und Jungrind werden im Auktionsring zum Verkauf angeboten. Wer am 15.07.2026 nicht vor Ort in Krefeld sein kann, hat die Möglichkeit, die Auktion online zu verfolgen und mitzubieten. Bitte registrieren Sie sich vorab im Online-Gebotssystem unter: auktion.ruweg.de








