Gute Preise - Zuchtviehauktion in Hamm

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Am 2. August 2022 fand die Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG in den Zentralhallen in Hamm statt.

4.000 € für eine klasse BRETAGNE-Tochter

Der Auftrieb zur Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG am 2. August 2022 in der „RUW-Arena“ in Hamm war leider recht überschaubar. Ihm gegenüber stand eine sehr lebhafte Nachfrage am Färsenmarkt, die auch gerne noch weitere Tiere aufgenommen hätte. Bei den weiterhin positiven Preisentwicklungen am Milchmarkt war hiervon auch auszugehen. Die Käufer kamen diesmal verstärkt aus dem eigenen Zuchtgebiet und wurden durch Stammkunden aus Italien ergänzt. Das durchschnittliche Steigpreisniveau pendelte sich am Ende auf einen neuen Höchstwert für den Auktionsplatz Hamm ein. Etwas verhaltener verlief der Deckbullenmarkt. Hier konnten nachfragebedingt nicht alle Bullen an neue Besitzer vermittelt werden, was sich in auch in einem reduzierten Durchschnittspreis niederschlug.

Hornlose Bullen wieder gefragt

Nach der morgendlichen Verbandsanerkennung standen insgesamt 26 Bullen zum Verkauf, die nahezu durchweg mit einem guten Entwicklungsstand und korrekten Fundamenten überzeugen konnten. Nachfragebedingt konnten nicht alle Bullen an neue Besitzer vermittelt werden, so dass sich der Durchschnittspreis bei 1.620 € einpendelte. Weiterhin gefragt waren die Vertreter der Hornlos-Fraktion. Gleich fünf der sechs teuersten Bullen waren natürlich hornlos. Der Höchstpreis von 2.200 € am Deckbullenmarkt wurde gleich von zwei natürlich hornlosen Bullen erzielt. Zum einen, ein Boeing-Red-Sohn gezogen aus einer mit 90 Punkten bewerteten LABEL P-Mutter, der von Thomas Blömer aus Ahaus hervorragend im Ring präsentiert und an einen hessischen Kunden vermittelt wurde. Und zum zweiten, ein hervorragend entwickelter und mit besten Fundamenten ausgestatteter Ronald-Sohn aus der Zucht von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt, der einem Züchter aus dem Hochsauerlandkreis zugeschlagen wurde. Den preislich zweiten Rang teilten sich gleich vier Bullen, die Steigpreise von 2.100 € erzielten. Im Doppelpack war Manfred Robert aus Vreden erfolgreich. Der von ihm vorgestellte reinerbig hornlose MONEY-P-Sohn Moon, gezogen aus einer LABEL P-Mutter wurde in den Kreis Paderborn vermittelt. Und der SAILOR PP-Sohn Saider, ausgestattet mit einem Gesamtzuchtwert von gRZG 146,+ wird zukünftig im Kreis Güterloh zum Deckeinsatz kommen. Aus der Zucht von Antonius Horstick aus Gescher stammte ein natürlich hornloser Boeing-Red-Sohn, der an einen Züchter aus dem Kreis Heinsberg verkauft wurde. Der teuerste nicht hornlosen Bulle, ein Chief-Sohn, wurde von der Köster KG aus Steinfurt an einen Züchter aus dem Rhein-Sieg-Kreis vermittelt.

Hohes Preisniveau am Rindermarkt

Das Angebot am Rindermarkt war mit gut 80 Färsen sehr überschaubar und es traf auf eine sehr lebhafte Nachfrage, die insbesondere durch die Kunden aus dem eigenen Zuchtgebiet positiv beeinflusst wurde. Es entwickelte sich gleich von Beginn an ein rasantes Bietgeschehen, so dass sich das durchschnittliche Steigpreisniveau auf 2.300 € deutlich erhöhte. Über 80 Prozent der Verkaufsfärsen erzielten, zur Freude ihrer Verkäufer, Steigpreise von 2.000 € und darüber und der Markt hätte problemlos noch weitere Tiere aufgenommen.  Den herausragenden Höchstpreis erzielte die Grunewald-Olbing GbR aus Raesfeld mit einer erstklassigen BRETAGNE-Tochter, die in allen Belangen überzeugen konnte. Ausgestattet mit Körperstärke, einem glasklaren Fundament und einem schön ausbalancierten Euter mit feiner Textur stand diese Topfärse bei vielen Käufer auf dem Wunschzettel. Eine Einsatzleistung von über 43 kg rundete dieses Paket noch nach oben ab. Und so verwunderte es nicht, dass die Gebote in rasanter Abfolge abgegeben wurden und sich der Steigpreis bis auf 4.000 € hinaufschraubte, bevor der Zuschlag für einen Züchter aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis erfolgte und die Färse unter Applaus den Auktionsring verließ. Mit deutlichem Abstand folgten zwei Färsen, die zum Spitzenpreis von 3.200 € an neue Besitzer vermittelt wurden. Aus der Zucht von Burkhard Diekmann aus Soest stammte eine junge RAFTING-Tochter, die einmal mehr die Qualitäten dieses RUWGenimiX-Bullen untermauerte. Mit Langlebigkeit und Leistungsbereitschaft im Kuhstamm und mit einer ansprechenden eigenen Leistung überzeugte sie auf ganzer Breite und wurde an einen Züchter aus dem Kreis Recklinghausen verkauft. Den gleichen Steigpreis erzielte Gerhard Kuck aus Ladbergen mit einer Bisto-Tochter, gezogen aus einer LASER PP-Mutter. Diese Braunviehkreuzung präsentierte sich mit knapp 40 kg Einsatzleistung und einem tadellosen Exterieur und wechselte ebenfalls in den Kreis Recklinghausen. Ludger Wiewer aus Drensteinfurt präsentierte eine körper- und leistungsstarke Diamondback-Tochter im Auktionsring, die nach zügigem Ausbieten zum Gebot von 2.900 € einem Kunden aus Rheinland-Pfalz zugeschlagen wurde. Das Sextett der Topfärsen wurde von zwei weiteren jungen Färsen komplettiert. Darunter eine hornlose SOLITAIR P-Tochter aus der Zucht von Burkhard Diekmann aus Soest, die zum Steigpreis von 2.800 € in einen Zuchtbetrieb im Kreis Lippe wechselte und eine Everton-Enkelin aus der WM Milch Sissmann GbR aus Waltrop, die sich die italienischen Kunden zum gleichen Steigpreis sicherten.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, 6. September 2022 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen unter www.ruweg.de zum Download bereit.

Anmeldungen zur Septemberauktion sind noch bis zum 15.08.2022 möglich. Da im September wieder ein Fokus auf die Jungrinder- und Zuchtkälbervermarktung gelegt wird, bitte insbesondere auch für diese Tierkategorien anmelden.

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