Über 250 Landwirte in Hallert

Allgemeine News

Im Norden des Eifelkreises Bitburg-Prüm liegt die Gemeinde Habscheid mit rund 600 Einwohnern. Ein Ortsteil hiervon ist Hallert, und genau hier bewirtschaftet Stefan Fiedler mit seiner Familie einen absolut sehenswerten Milchviehbetrieb, wo die Züchtervereinigung Eifel ihren 14. Züchterklönabend veranstaltete.  Anpaarungsberatung Der Züchterabend erfreut sich nach wie vor einer zunehmenden Beliebtheit, denn er bietet sowohl Fachliches, als auch Geselliges und Kommunikatives. So stellte Stefan Fiedler bei seiner Begrüßung auch unumwunden fest, dass er sehr erfreut ist, wie viele interessierte Teilnehmer wissen wo Hallert ist und den Weg hierher gefunden haben. Im Wechsel mit Uwe Müller, neuer Mitarbeiter der Rinder-Union West eG und zuständig unter anderem für die Anpaarungsberatung und genomische Selektion in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, stellte Gerd Grebener acht Kühe aus dem Bestand Fiedler einem großen Publikum vor. Die Vorzüge der einzelnen Kühe wurden ausführlich beschrieben. Sämtliche Abstammungs- und Leistungsdaten konnten die interessierten Besucher aus einem kleinen Katalog verfolgen. Abschließend wurden gezielte Anpaarungsempfehlungen gegeben, die helfen, das ein oder andere Merkmal, sowohl im Exterieur als auch in den Leistungszahlen, zu verbessern. Es wurden nachkommengeprüfte Vererber und junge Bullen mit allerhöchsten genomischen Zuchtwerten aus dem Programm der RUW sowie Vererber aus dem weltweiten Pool vorgeschlagen.  Neben diesem fachlichen Teil lockte gerade der tolle Betrieb der Familie Fiedler die Besucher nach Hallert. Beeindruckend hierbei war der neu errichtete Doppel-Zweireiher-Boxenlaufstall aus dem Jahre 2009, wo zwei Melkroboter ca. 150 Kühe melken, und das bei einer Jahresleistung von über 8.500 kg Milch. Die Betriebsentwicklung der Fiedlers ist enorm! Hier ein paar Beispiele: 1947 zehn Stück Rindvieh, zwei Pferde, acht ha Land; 1976 Erweiterung mit Zwischenschritten auf 30 Kühe, 35 Stück Jungvieh, 20 Zuchtsauen; 1989 Bau eines Boxenlaufstalls für 30 Kühe; 1991 Erweiterung um weitere 20 Kuhplätze; 1992 Einstellung der Schweinehaltung; 1996 Erweiterung des Boxenlaufstalls durch Neubau einer separaten Liegehalle mit ca. 90 Einzelliegeboxen; 2003 Bau des Kälberstalls als Außenklimastall mit Tränkeautomaten und angrenzender Bergehalle; 2009 Neubau des Boxenlaufstalls als Doppel-Zweireiher mit zwei Melkrobotern. Parallel hierzu wurde selbstverständlich permanent die Fahrsiloanlage erweitert, um entsprechende Lagerkapazitäten für Grundfutter zu haben.  Nach der Vorstellung des Betriebes durch Stefan Fiedler und einem ausführlichen Rundgang durch die Anlagen zeigten sich die Besucher begeistert von dem hervorragend geführten Betrieb, bei dem sämtliche Außenanlagen rund um den Hof befestigt und sehr gut zu befahren sind. Anschließend trafen sich alle Teilnehmer in der Bergehalle, wo es reichlich zu essen und zu trinken gab. Hierfür gilt ein ganz großes Dankeschön den vielen Sponsoren für ihre starke Unterstützung. Ein Dank auch an die Züchterfrauen, die mit reichlich Salaten und speziell den vielen Desserts den Abend versüßten. Die Diskussionen und die Fachsimpeleien über das Gesehene an diesem Abend und die vielen Diskussionen über den Bulleneinsatz, die genomische Selektion und Vermarktung dauerten bis weit über Mitternacht hinaus. Ein herzliches Dankeschön gilt abschließend der Familie Stefan Fiedler für ihre Bereitschaft diesen Traditionsabend auszurichten und ihre große Gastfreundschaft.  Gerd Grebener

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