Sabiona gewinnt starke Kreistierschau in Hemer

Allgemeine News

Ja, die Kreistierschau auf dem alten Reitergut Edelburg in Hemer, die übrigens nur alle vier Jahre stattfindet, gehört zu den Aushängeschildern unter den RUW-Tierschauen. Und das obwohl es eigentlich gar keine echte Kreistierschau ist, denn nach der Zusammenlegung der Tierzuchtvereine des Märkischen Kreises, des Ennepe-Ruhr Kreises und der Stadt Hagen vor einigen Jahren, ist die Tierschau in Hemer eher als eine waschechte Regionalschau zu bezeichnen. Allerdings ist diese Tatsache natürlich weniger ein Indiz für eine vielleicht kuhschwache Region, als vielmehr der Hinweis auf eine qualitativ sehr gute Schauen in unserem Zuchtgebiet. Und das war auch in diesem Jahr nicht anders.

AUSSENSEITER-TRIUMPH
Als die beiden souverän agierenden Preisrichter Andre Krohn (Rotbunt) und Markus Born (Schwarzbunt) ihre jeweiligen Siegerkühe aus den beiden getrennt voneinander gerichteten Rubriken Rotbunt und Schwarzbunt zur Siegerauswahl im Ring aufgestellt hatten, war eine enge Entscheidung vorprogrammiert. Vor allem die beiden Älteren Siegerkühe sollten bei der Entscheidung um den Grand Champion-Titel die wichtigsten Rollen einnehmen. Und da stand die Siegerin der älteren Rotbuntklassen für nicht gerade wenige der zahlreichen Zuschauer in der Favoritenrolle. Gemeint war Waikiki EX-90, die bekannte dreikalbige Cadon-Tochter von Thomas Wiethege aus Halver. Vielleicht sogar in einer noch besseren Schaukondition als bei ihrem Auftritt während der Europaschau vor einigen Wochen, hatte die perfekt vorbereitete Waikiki mit ihrem gewaltigen Körper zunächst die Alten Rotbuntklassen vor der ebenso kapitalen 8-jährigen Unni VG-88 (eine der besten Faber-Töchter aus dem Testeinsatz mit mittlerweile 8 Jahren und fast 11.000 kgM Durchschnittsleistung!!) von Klaus Flunkert aus Iserlohn gewonnen, bevor sie in die entscheidende Auswahl mit der Bonatus-Tochter Sabiona zog.

Aber Sabiona war eine ernst zu nehmende Konkurrentin. Schließlich hatte die sechsjährige Holstein (deren Muttersvater Bessino übrigens ein von der RUW getesteter Belt-Sohn aus der bekannten Inspiration-Tochter Sissi EX-92 war) mit ihrem unglaublich milchtypischen Körper, ihrer perfekten Beckenlage und einer einmaligen Voreuteraufhängung eine harte Konkurrenz in den alten Schwarzbuntklassen auf die Plätze verwiesen. Hinter Sabiona hatte Markus Born mit der dunkelschwarzen und extrem edlen Bonus-Tochter Elster EX-90 von Christian Rose, Hagen, eine würdige Reservesiegerin in dieser Rubrik gefunden, obwohl auch die dritte Klassensiegerin, die vielleicht mit dem besten Euter der gesamten Schau bestückte Lucko-Tochter Hopestar VG-86 (MV: Airliner), einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Aber wie gesagt, Krohn und Born hatten nicht nur in dieser Rubrik ihren klaren Sieger gefunden. Sabiona war für beide schließlich auch der verdiente Champion der gesamten Schau, was auch beim Publikum mit Bestätigung registriert wurde.

GUTE JUNGE KÜHE
Obwohl sie nicht in die Entscheidung um den Grand Champion-Titel eingreifen konnten, bewiesen aber auch die Sieger der mittleren und jüngeren Schwarzbuntklassen wie auch der jüngeren Rotbuntklassen höchstes Niveau. Vor allem bei den Holsteins prägte der Name Kalthaus die Szenerie. Schließlich gingen sowohl die kapitale Jolt-Tochter Bellevue VG-87 als auch die Lheros-Tochter Fiona VG-86 von Dirk Kalthaus aus Ennepetal als souveräne Sieger der mittleren und jüngeren Holsteinsklassen aus dem Rennen. Reservesiegerin in den mittleren Klassen wurde die mit einem ganz starken Hintereuter bestückte Lucko-Tochter Nikita VG-85 von Christian Rose.

In den jungen Klassen entschied sich Markus Born für die vor allem durch ihre fantastische Vorhand überzeugende Stadel-Tochter Heika von Dirk Voss aus Herscheid. In der Konkurrenz der Jungen Rotbuntklassen kristallisierte sich für Andre Krohn erneut eine Kuh aus dem Stall Escher als eindeutige Spitze heraus. An der zweikalbigen und super schicken Faber-Tochter Korsa VG-86 bissen sich alle fünf weiteren Klassensieger der ein- und zweikalbigen Rotbunten die Zähne aus. Vor allem in Punkto Beckenstruktur und Euterqualität hatte die Konkurrenz hier überhaupt keine Chance. Als Reservesiegerin selektierte Krohn mit der bereits unglaublich entwickelten und euterstarken September-Tochter Joy VG-86 von Thomas Wiethege schließlich eine der vielen auffällig guten Färsen als Reservesiegerin.

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