Sehr gelungener Jahresabschluss in Hamm

Allgemeine NewsAuktionsberichte

Für die letzte Zuchtrinderauktion der Rinder-Union West eG des Kalenderjahres 2021 wurden insgesamt 200 Tiere zum Verkauf aufgetrieben und trafen auf eine sehr lebendige Nachfrage.

   

Die letzte Zuchtrinderauktion der Rinder-Union West eG des Kalenderjahres 2021 in den Zentralhallen in Hamm fand am 30. November 2021 statt. Insgesamt 200 Tiere in den Kategorien Bullen, Kühe, Rinder, Jungrinder und Kälber wurden zum Verkauf aufgetrieben und trafen auf eine sehr lebendige Nachfrage. Hierbei spielten auf der einen Seite sicherlich die Erwartungen an die positive Entwicklung des Milchpreisniveau eine entscheidende Rolle und auf der anderen Seite die Tatsache, dass die Anzahl der zum Verkauf angebotenen Färsen nicht zu groß war. Insbesondere am Färsenmarkt konnte die Nachfrage nicht vollständig gedeckt werden. Und so verwunderte es nicht, dass der Durchschnittspreis nochmals deutlich anstieg und zum Ende des Kalenderjahres 2021 auf exakt 2021 € einstellte, was für ein passender Zufall. Der vorangegangene Bullenmarkt wurde ebenfalls zügig und vollständig bei ansteigendem Preisniveau geräumt. Am Jungrinder- und Kälbermarkt wurde annähernd das Vormonatsergebnis erreicht.

Hornlos war wieder gefragt


Nach der morgendlichen Verbandsanerkennung standen insgesamt 20 Deckbullen zum Verkauf, die mit ihrer Entwicklung und ihren Exterieureigenschaften durchweg zu überzeugen wussten. Darunter waren wieder eine große Anzahl an hornlosen und zum Teil sogar reinerbig hornlosen Kandidaten, für die der Marktplatz Hamm mittlerweile weithin bekannt ist. Auch wenn die hornlosen Deckbullen wieder für die Spitzenpreise sorgten, zeigte sich einmal mehr, dass das Merkmal Hornlosigkeit allein nicht mehr ausreicht für einen Spitzenpreis. Mittlerweile ist die Qualität der Deckbullen im Hornlossegment so weit angestiegen, dass auch die Exterieurmerkmale des Bullen und die Leistungen im Kuhstamm passen müssen, um einen Toppreis zu erzielen. Den Tageshöchstpreis am Bullenmarkt erzielte Antonius Horstick aus Gescher mit einem reinerbig hornlosen Broker PP-Sohn, der sich auf sehr tadellosen Fundamenten im Ring präsentierte. Ein Züchter aus Niedersachsen sicherte sich nach längerem Bieterwettstreit den Zuschlag mit dem Gebot von 2.900 €. Dicht auf folgte ein weiterer reinerbig hornloser Deckbulle; diesmal ein Mirand PP-Sohn aus der Zucht von Thomas Wiethege aus Halver, der dem Vorgenannten in nichts nachstand und für 2.700 € im Kaufauftrag an einen österreichischen Kunden verkauft wurde. Für 2.200 € im Zuschlag folgten drei weitere Bullen. Antonius Horstick war ein weiteres Mal mit einem reinerbig hornlosen Bullen erfolgreich, diesmal mit einem Hor Stan-Sohn, der in den Rhein-Sieg-Kreis verkauft wurde. Ein Superfly-Sohn aus dem Bestand von Heinrich Dammeier aus Petershagen beeindruckte mit eine Gesamtzuchtwert von gRZG 158 und wurde an einen Züchter aus dem Kreis Soest verkauft. Und zum Abschluss des Bullenmarktes verkaufte die Köster KG aus Steinfurt einen hornlosen SOLITAIR P-Sohn, der mit glasklaren Fundamenten beeindruckte, an einen Züchter im Kreis Lippe. Der Durchschnittspreis pendelte sich aufgrund der guten Qualität der angebotenen Deckbullen bei ordentlichen 1.820 € ein.

2021 € zum Ende des Jahres 2021


Wenn man die Situation am Färsenmarkt kurz zusammenfassen möchte, müsste es heißen: Es war ein wahres Feuerwerk der Gebote. Knapp 60 % der Färsen erzielte Steigpreise von 2.000 € und darüber, so dass der Durchschnittspreis auf 2.021 € in die Höhe schnellte. Ein Preisniveau, das die erwarteten positiven Preistendenzen am Milchmarkt wiederspiegelte und für sehr zufriedene Gesichter bei den Verkäufern sorgte. Bei den teuersten Färsen meldete sich der beliebte RUW-Vererber HOTSPOT P, dessen Nachzucht anlässlich der RUW-Schau einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte, eindrucksvoll zu Wort. Gleich zwei seiner Töchter platzierten sich auf den vorderen Preisrängen. Allen voran eine Spitzenfärsen aus der Zucht von Hartmut Landwehr aus Steinhagen, die einen Steigpreis von 2.600 € erzielte und somit die teuerste schwarzbunte Färse des Auktionstages war. Ein Züchter aus dem Kreis Coesfeld sicherte sich diese leistungsbereite und tadellose Färse für seinen Betrieb. Kurz zuvor war Andreas Pröbsting aus Everswinkel mit einer weiteren HOTSPOT P-Tochter erfolgreich, die für 2.500 € einem Züchter aus dem Kreis Recklinghausen zugeschlagen wurde. Teuerste rotbunte Färse der Jahresabschlussauktion war eine Tochter des RUW-Altmeisters JULANDY, die mit einer Einsatzleistung von knapp 40 kg Milch und besten Exterieurmerkmalen auf sich aufmerksam machte. Ein Stammkunde aus den benachbarten Niederlanden sicherte sich den Zuschlag mit dem Gebot von 2.600 €. Den Steigpreis von 2.500 € erzielten noch vier weitere Topfärsen. Darunter eine BOATSMAN-Tochter aus der Zucht von Walter Niestert aus Sendenhorst, die zukünftig in Hessen ihre Leistung erbringen wird. Eine All Star-Tochter, gezogen von der Schulze-Zumloh GbR aus Warendorf, die am Abend der Auktion ihre Reise nach Norditalien antrat und eine Reflector-Tochter aus der Zucht von Christoph Wissling aus Ahlen, deren Heimat zukünftig im Ennepe-Ruhr-Kreis zu finden sein wird. Das Quintett der 2.500 €-Färsen vervollständigte eine CASHPOINT-Tochter aus der Zucht von Burkhard Diekmann aus Soest, die einem Stammkunden aus dem Hochsauerlandkreis zugeschlagen wurde.

Zuchtkälbermarkt


Ein selten gezeigtes Bild bot sich am Jungrinder- und Kälbermarkt. Unter den 24 verkauften Tieren fand sich nicht ein einziges rotbuntes Tier. Der Durchschnittspreis für die Jungrinder und Zuchtkälber pendelte sich bei 500 € bzw. 317 € ein. Die Höchstpreise am Kälbermarkt erzielte die Görlich/Graf von Kerssenbrock GbR aus Borgholzhausen, die für drei hervorragend entwickelte Kälber den Steigpreis von 460 € erzielte. Eine SOLITAIR-Tochter und eine PACE RED-Tochter wechselten gemeinsam in eine Züchterstall im Ruhr-Lippe-Kreis. Eine Chance-Tochter sicherte sich ein Käufer aus dem benachbarten Niedersachsen.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, 4. Januar 2022 statt Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen unter www.ruweg.de zum Download bereit.

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