Zuchtvieh aus Hamm ist gefragt

Auktionsberichte

  • RUW eG
    Zum Tageshöchstpreis wurde diese Spitzenfärse des RUWCLASSIC+-Vererbers GIBOR (Kat.-Nr. 162) von Hubert Sieckmann aus Lippetal verkauft. Für 2.400 € wechselte sie in einen Züchterstall im Kreis Lippe. Foto: Andreas Kemmerling
Viele DeckbullenMit einer Anzahl von 46 herdbuchanerkannten Deckbullen war der Markt gut beschickt und manch einer stellte sich vor der Auktion die Frage, ob die Nachfrage entsprechend sein würde. Aber mit Beginn der Versteigerung wurden diese Sorgen schnell zerstreut. Es entwickelte sich ein flottes Marktgeschehen und die Gebote für korrekte und passend entwickelte Bullen erreichten schnell ein ansprechendes Niveau. Für die etwas schwächer ausgebildeten Bullen mussten dabei allerdings auch preisliche Zugeständnisse gemacht werden. Im Mittel erreichte der Preis mit 1.487 € zur Freude der Verkäufer fast das Vormonatsniveau. Den Spitzenreiter des Tages, Franky, präsentierte Norbert Havelt aus Warendorf gekonnt wie immer im Ring. Dieser äußerst harmonische Fidelity-Sohn begeisterte durch Stärke und sehr korrekte Fundamente. Für 2.200 € wurde er einem Züchter aus dem Kreis Höxter zugeschlagen. Knapp dahinter teilten sich drei Bullen den zweiten Rang für 2.000 €. Die Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt war hierbei gleich im Doppelpack erfolgreich. Ein ganz hell gezeichneter Picolo-Sohn aus der 85-Punkte Komtur-Mutter Odina wechselte ebenfalls in den Kreis Höxter. Und ein beeindruckender Sahara-Sohn aus der weithin bekannten Schausiegerin Morelle EX-93 wird zukünftig im Kreis Coesfeld seinen Deckeinsatz verrichten. Ebenfalls 2.000 € erzielte Dirk Baumeister aus Gütersloh für einen ausgezeichneten Legend-Sohn; gezogen aus der mit 87 Punkten bewerteten Ramos-Mutter Milka. Der Bulle wurde einem Züchter aus dem Kreis Recklinghausen zugeschlagen. GIBOR-Tochter für 2.400 €Mit einem Alter von über 14 Jahren erfreut sich GIBOR immer noch bester Gesundheit und macht seinem Namen als „Mr. Fitness“ alle Ehre. Eine beeindruckende Tochter dieses immer noch aktuellen RUWCLASSIC+-Vererbers (RZG 141) verkaufte Hubert Sieckmann aus Lippetal für den Tageshöchstpreis von 2.400 € im Ring. Diese Ausnahmefärse leistete fast 40 kg in der ersten Kontrolle und punktete mit einem tadellosen Euter und besten Fundamenten. Sie wurde einem Züchter aus dem Kreis Lippe nach zügigem Bieterwettstreit zugeschlagen. Den gleichen Preis erzielte kurz danach Christian Engbring aus Steinfurt für eine ebenso leistungsstarke Barny Red-Tochter, die aus einer FABER-Mutter gezogen wurde. Ein Züchter aus dem Kreis Recklinghausen sicherte sich dieses Spitzentier für seine Milchviehherde. Ebenfalls 2.400 € investierte ein Käufer aus dem Kreis Kleve in eine tadellose Outside-Tochter aus der Zucht der Gebrüder Meiering GbR aus Lübbecke. Für den Preis von 2.300 € wurden zwei weitere Top-Färsen zugeschlagen. Eine Stol Joc-Tochter aus der bekannten Boliver-Tochter Lupa VG-88 aus der Köster KG wechselte in einen niedersächsischen Züchterstall und eine Tochter des Bullen Douglas aus der Zucht von Norbert Höckenschnieder aus Lippetal wird zukünftig im Kreis Recklinghausen gemolken. Bei weiteren 24 Färsen fiel der Hammer erst bei 2.000 € oder mehr. Einige qualitativ etwas schwächeren Färsen und insbesondere mehrere Tiere mit leichten Mängeln konnten allerdings nur unter preislichen Zugeständnissen verkauft werden, so dass sich der Durchschnittspreis bei 1.711 € nur knapp unter dem Vormonatsergebnis einpendelte. Gute Kälberqualität war gefragt

Das gute und qualitativ ansprechende Angebot von 54 Kälber und Jungrinder wurde sehr rege nachgefragt und zu 100 % an neue Besitzer vermittelt. Der mittlere Zuschlagpreis erhöhte sich wieder deutlich und erreichte fast 450 €. Glanzlicht des Kälbermarktes war ein langgestrecktes und mit allerbesten Exteriuereigenschaften ausgestattetes Kalb des RUWCLASSIC+-Vererbers JETLAG. Gezogen aus der leistungsstarken und mit 87 Punkten bewerteten FALAN-Mutter Elfe, wurde es von Heinrich Drerup aus Neuenkirchen für den Spitzenpreis von 800 € an einen Züchter aus dem Kreis Borken verkauft. Auch das zweitteuerste Kalb stammte aus demselben Züchterstall. Diesmal hieß der Vater Ruacana und mit der CADON-Mutter Osterglocke geht dieses Kalb auf einen langlebigen Kuhstamm mit besten Leistungen zurück. Ein Käufer aus dem Kreis Paderborn bewies den längsten Atem und erhielt bei 720 € den Zuschlag. Den dritten Rang für 620 € teilten sich eine Knowledge-Tochter aus der Zucht von Norbert Lakemeyer aus Nieheim und eine Samburu-Tochter aus dem Bestand der Köster KG aus Steinfurt.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet bedingt durch den „Tag der deutschen Einheit“ erst am Mittwoch, den 05. Oktober 2011 statt.  

Preisspiegel

 

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

46

42

   900 – 2.200

1.487

  -13

 

Kühe

11

11

1.000 – 1.550

1.223

 -363

 

Rinder

209

202

   800 – 2.400

1.711

   -21

 

Jungrinder

6

6

 500 - 560

537

  +12

 

Kälber

48

48

 300 – 800

448

  +55

 

Klemens Oechtering