Gute Färsenqualität in Krefeld

Auktionsberichte

  • RUW eG
    Langlebige hochbewertete Kuhstämme verbunden mit funktionellem Exterieur und sehr guten Einsatzleistungen sorgen für 1.900 € im Mittel für die Verkaufskollektion von Markus Theunissen, Wipperfürth, bestehend aus Töchtern von Esperado P, Banesto und Delta (v.l)
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    Diese elegante Hokovit-Tochter von der Anhamm GbR aus Kamp-Lintfort begeistert mit 45 kg Einsatzleistung einen belgischen Kunden, der sie für 2.100 € ersteigert.
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    Die Landwehr GbR aus Bergisch-Gladbach verkauft für 2.100 € diese körperstarke und funktionelle Lesson-Tochter mit 38 kg Tagesleistung, die künftig im Rhein-Kreis Neuss gemolken wird.
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    Die Fageno-Tochter von Gerd Luyven aus Kamp-Lintfort begeistert nicht nur die Rotbunt-Fans und wird nach einem Zuschlagspreis von 2.100 € künftig in Belgien gemolken.
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    Die Lesson-Tochter von Volker Elsermann aus Hamminkeln präsentiert sich mit enormer Korrektheit und Substanz und 40 Milch-kg in der ersten Kontrolle und wird für 2.000 € einem belgischen Kunden zugeschlagen.
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    Enorm körperstark präsentiert sich eine Huntelaar-Tochter von Helmut-Terhorst aus Hamminkeln, die für 1.950 € in die Niederlande wechselt.
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    Mit 84 Punkten bewertet und mit 37 kg Einsatzleistung wird die Epos-Tochter von Willi Achten, Kempen, einem Kunden aus dem Rhein-Sieg-Kreis für 1.750 € zugeschlagen. Fotos: Hubert Fischer

Zum Auktionsauftakt kam eine kleine, sehr gute Zuchtkälberkollektion von Gerd Luyven, Kamp-Lintfort. Die Nachfrage nach diesen wertvollen Kälbern war groß und der mittlere Zuschlagpreis von 385 € spricht für sich – das Spitzenkalb, eine Roxy B-Tochter aus dem tiefen D-Stamm – ging für 520 € an einen Zuchtbetrieb im Kreis Borken.

P-Bulle bringt 2.600 €

Am Bullenmarkt übertraf die Nachfrage deutlich die Erwartungen. Das kompakte Angebot von nur 12 Bullen stieß auf enormes Interesse. Die Bullen wechselten zu sehr guten 1.873 € im Mittel den Besitzer. Gleich fünf der Jungbullen gingen bei Geboten von über 2.000 € in neue Ställe. An der Spitze steht ein mischerbig hornloser Louis PP-Sohn aus der Zuchtstätte Gerd Luyven, Kamp-Lintfort. Die Kuhfamilie des Jungbullens zeichnet sich durch eine enorme Langlebigkeit über viele Generationen aus. Der D-Stamm von Luyven beeindruckt immer wieder mit enormer Leistung und Spitzeninhaltsstoffen. Dieser typstarke Louis-PP-Sohn bleibt für 2.600 € im Kreis Wesel. Im Preisgefüge folgt für 2.400 € ein Hotshot-Sohn von Rainer Thoenes, Kalkar, der mit gRZG 160 einen genetisch hervorragenden Wert aufweisen kann. Bei interessantem Bieten fiel der Hammer bei 2.400 € zugunsten eines Züchters aus dem Saarland. Mit 2.300 € folgte der Brewmaster-Sohn von Stefan Kreutzer, Korschenbroich, der durch seine starke Entwicklung im Körper nachhaltig auf sich aufmerksam machte. Mit einem Leistungspotenzial von deutlich über 10.000 kg Milch und sehr guten Eiweißprozenten stieß auch dieser Jungbulle auf breites Interesse – ein Züchter aus dem Rhein-Sieg-Kreis wird diese Genetik in seinem Bestand einsetzen.

Sehr heterogener Auktionsverlauf

Am Färsenmarkt ging es äußerst zögernd los. Die Gebote kamen alles andere als zügig und teils war es für den Auktionator schwierig, ein erstes Gebot zu finden. Dennoch fanden beinahe alle Rinder auch beim Start einen Interessenten, wenngleich einige Züchter zu den knapperen Geboten ihre Tiere dann nicht abgaben. Mit zunehmender Dauer entwickelte sich dann doch ein recht ordentlicher Markt und der mittlere Zuschlagpreis pendelte sich mit einem Minus von 70 € gegenüber der Vorauktion bei ordentlichen 1.587 € ein. Das äußerst breite Preisspektrum spiegelt dabei den Verlauf der Auktion beeindruckend wider. Knappe Färsen oder Färsen mit Bekanntgaben hatten es bis zum Ende äußerst schwer, während die guten Färsen zügig auf Gebote von 1.700 € und mehr anzogen. Mit 2.100 € gingen vier Spitzenfärsen in neue Besitzerställe. In der Reihenfolge der Katalognummern war dies zunächst eine Hokovit der Anhamm GbR, Kamp-Lintfort, und dann eine Tochter des RUWSELECT-Bullens Lesson aus der Alois & Andreas Landwehr GbR, Bergisch Gladbach. Es folgte für diesen Top-Preis eine rotbunte Fageno-Tochter von Gerd Luyven, Kamp-Lintfort, und abgeschlossen hat das Quartett die junge Antares-Tochter aus dem Bestand von Bernhard de Baey, Hamminkeln. Diese vier Färsen waren selbstverständlich alle von überragendem Exterieur und glänzten mit festem, drüsigem Euter. Zwei dieser Färsen gehen ins benachbarte Ausland und zwei davon bleiben im Rhein-Kreis Neuss (Lesson-Tochter) bzw. im Kreis Borken (Antares-Tochter). Insgesamt zeichnete sich der Markt diesmal dadurch aus, dass auch heimische Kunden vermehrt in die Spitzenfärsen investierten, so dass die Quote für die ausländischen Kunden diesmal deutlich geringer war als im Vormonat.

Die nächste Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 21. März 2018. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag, 02. März 2018 im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151 – 81899 14 oder per Fax 02151 – 81899 66 entgegengenommen.

Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.

Dr. Werner Ziegler

 

Preisspiegel

 AngebotVerkauft€ von - bis€ ØDifferenz

Bullen

12

11

1.300 - 2.600

1.873

+507

Kühe

2

2

1.050 - 1.100

1.075

+1.075

Rinder

143

134

800 - 2.100

1.587

-67

Kälber

4

4

180 - 520

385

+385