Auslandsnachfrage bestimmt den Preis

Auktionsberichte

  • RUW eG
    Ein Spitzenrind der Auktion war diese Freelanze-Tochter aus der Zucht von Andreas Diehl, Erzenhausen/Kaiserslautern, die für 3.000 € in den Kreis Wittlich wechselte. Foto: Heinrich Schulte
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    Zuchtviehauktionen machen es möglich höhere Preise zu erzielen. Zu seiner Freude erlebte das auch der Erstbeschiker Manfred Reif aus Katzwinkel, der für seine Herold-Tochter 2.100 € erzielte, die jetzt in Spanien gemolken wird. Foto: Heinrich Schulte

Wenig Bullen

Woran es gelegen hat bleibt spekulativ, doch von den neun angemeldeten Zuchtbullen wurden nur vier aufgetrieben. Alle vier konnten von der Körkommission freigegeben werden und bei der Körung fiel bereits die Kat.Nr. 9 besonders ins Auge. Dieser gerade zwölf Monate alte schwarzbunte Shottle-Sohn PM Shopec aus der Zucht von Peter Meutes, Rommersheim war ein Bild von einem Bullen und für sein Alter bereits sehr gut entwickelt. Er selbst erhielt höchste Körnoten, weil er im Exterieur einfach tadellos war. Seine Mutter, eine mit 88 Punkten bewertete Lheros-Tochter und die Großmutter eine Rudolph-Tochter ist mit 90 Punkten EX bewertet. Die Mutter leistete im Schnitt fast 13.000 kg Milch mit guten Inhaltsstoffen und die Großmutter im Schnitt von fünf Laktationen weit über 13.000 kg Milch mit sehr hohen Fett- und Eiweißprozenten. Ein Züchter aus dem Kreis Euskirchen ersteigerte für seine Zuchtherde diesen interessanten Jungbullen für 1.900 €. Der sehr rahmige, großgewachsene Bulle Fibold mit der Kat.Nr. 1 aus der Zucht von Ernst & Thomas Schäfer, Steiningen war der zweite Bulle, der einen Käufer fand und für 1.200 € in den Kreis Trier-Saarburg wechselte. Damit war die Nachfrage am Auktionstag komplett gedeckt.   70 % ins AuslandWie bereits gesagt: die ausländischen Kunden bestimmten das Marktgeschehen in Bitburg. Es sei aber vorweg geschickt: dass Angebot mit 33 Rindern war insgesamt reichlich knapp bemessen und die Milchrinderhalter in Rheinland-Pfalz und Saarland sind aufgerufen, den Auktionsplatz in Bitburg stärker zu nutzen. 3.000 Euro! Bei diesem Betrag fiel der Hammer als Tageshöchstpreis für eine ganz außergewöhnlich tolle abgekalbte Holsteinfärse. Und gerade sie tritt nicht die Reise ins Ausland an, sondern wird zukünftig ihr Schau- und Leistungspotential im Landkreis Bernkastel-Wittlich unter Beweis stellen können. Züchter dieser dunkel gezeichneten Holsteinfärse ist die Wiesenbergerhof Genetik im Besitz von Andreas Diehl, Erzenhausen. WG Babette heißt die Schönheit und ist eine dunkel gezeichnete in allen Merkmalen perfekte Freelanze-Tochter aus der Kombination von zwei deutschen Spitzenvererbern, denn die Mutter stammt von Basar und davor steht eine Bonus-Tochter. Höchstleistungen von knapp 12.000 und 10.000 kg Milch im Pedigree runden das Profil dieser Färse ab. Das WG Babette selbst nicht nur schön ist, sondern auch absolut leistungsbereit zeigt ihre erste Milchkontrolle mit über 30 kg Milch bei guten Inhaltsstoffen. Kurz vorher erzielte der Züchter Manfred Reif aus Katzwinkel 2.100 € für seine außergewöhnlich große, typisch bunt gezeichnete Herold-Tochter mit der Kat.Nr. 29. Junior Sebastian Reif hatte diese enorm typstarke Holsteinfärse, die mit ihren glasklaren Fundamenten und dem tadellosem Euter zu überzeugen wusste, hervorragend herausgebracht und präsentiert. Bei ihr stehen im Pedigree nach Herold, Radius und Trailor mit einer Höchstleistung von weit über 10.000 kg Milch. Das I-Tüpfelchen bei dieser Klassefärse war die zweite Kontrolle mit 41 kg Milch. Sie wird ihre Leistungen zukünftig aus der kalten Eifel im sonnigen Spanien unter Beweis stellen müssen. Aus dem Züchterstall von Klaus Hansen, Ormont folgte mit 2.000 € preislich die Kat.Nr. 42, die nur einen kurzen Grenzwechsel hinüber nach Luxemburg macht. Mit 30 kg Milch in der ersten Kontrolle präsentierte sich diese September-Tochter mit einem besten Euter und Top-Fundamenten. Das dies nicht von ungefähr kommt, bestätigt die Tatsache, dass ihre Mutter eine mit 88 Punkten sehr hoch bewertete und schauerfahrene Stadel-Tochter ist, die für Langlebigkeit steht: Sie hat bereits sechs Laktationen produziert und in der Höchstleistung 11.700 kg Milch mit 4,26 % Fett und 3,18 % Eiweiß geleistet. Im Pedigree folgt eine Jupiler-Tochter mit gleichfalls sehr hohen Leistungen. Abschließend sei unterstrichen, dass die Qualität der angebotenen Holsteinfärsen allesamt sehr gut war.  

Jetzt Tiere anmelden!

Die nächste Zuchtviehversteigerung in Bitburg findet am Samstag, 21. März 2009 anl. des BEDA-Marktes statt. An diesem Tag findet die 1.000 Zuchtviehauktion in Rheinland-Pfalz / Saarland statt und zu diesem Event wird eine große Anzahl Holstein´s erwartet. Mit einem erweiterten Angebot von Bullen, Rindern, Jungrinder und Kälbern sowie interessanten Tieren aus dem RUW-Zuchtprogramm werden viele Käufer erwartet. Anmeldeschluss hierfür ist Montag, 02. März 2009. Transportmöglichkeiten in alle Regionen, gewissenhafte Erfüllung von Kaufaufträgen, Kataloge und nähere Informationen erhalten Sie bei der Rinder-Union West eG, Hamerter Berg, 54636 Fließem, Tel. 06569 9690-0, Fax 9690-99. E-Mail: infofliessem@ruweg.de / www.ruweg.de.   (Gerd Grebener)  

Preisspiegel Zuchtvieh

 

Auftrieb

Verkauft

Spanne €

Æ   Preis €

Veränderung €

Bullen

4

2

1.200 – 1.900

1.550

+150

Kühe

1

1

1.150

1.150

-230

Rinder

33

33

1.100 – 3.000

1.545

-51