Sonnige Märzauktion in Hamm

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Die 351. Zuchtviehauktion in der RUW-Arena in Hamm am 03. März 2026 fand bei strahlendem Sonnenschein statt.

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    Bei dieser SPOOKY RED-Tochter (Kar.-Nr. 145) aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt passte einfach alles zusammen: Ein tadelloses Exterieur mit einem schön ausbalancierten Euter mit feiner Textur, dazu eine Einsatzleistung von fast 40 kg Milch mit besten Inhaltsstoffgehalten und nicht zu vergessen ein Gesamtzuchtwert von 144 gRZG. Ein Gesamtpaket, das sich ein Züchter aus dem Vulkaneifelkreis Daun nicht entgehen ließ und den Steigpreis von 4.200 € investierte. © Katrin Hilbk-Kortenbruck
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    Auch diese junge Gladius-Tochter (Kat.-Nr. 124) aus der Zucht von Burkhard Diekmann aus Soest überzeugte in allen Belangen: Stärke, Breite, trockene Fundamente und ein festansitzendes Spitzeneuter. Gepaart mit über 40 kg Einsatzleistung und einem Zuchtwert von 137 gRZG war diese Färsen einem Züchter aus dem Kreis Steinfurt das Gebot von 3.900 € wert. © Katrin Hilbk-Kortenbruck
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    Aus der Zucht von Heinz Hassels-Lütkenhoff aus Ahaus stammte diese STATION P-Tochter (Kat.-Nr. 195), die teuerste rotbunte Färse der Märzauktion. Auch bei ihr überzeugte das gesamte Erscheinungsbild, so dass sie nach zügigem Bieterwettstreit zum Steigpreis von 3.500 € in einen Zuchtbetrieb im Kreis Lippe wechselte. © Klemens Oechtering
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    Eine der jüngsten Färsen war diese gerade 24 Monate alte SHAKE RED-Tochter (Kat.-Nr. 57) aus der Zucht von Berthold Rasche aus Lippetal. Sie präsentierte sich ohne Fehl und Tadel und mit Entwícklungspotential im Auktionsring und wechselte zum Hammerschlag beim Gebot von 3.300 € in einen Zuchtbetrieb im Kreis Siegen-Wittgenstein. © Katrin Hilbk-Kortenbruck
       

Bei strahlendem Sonnenschein fand die 351. Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG am 3. März 2026 in der RUW-Arena in Hamm statt. Im Auftrieb standen 18 Deckbullen, 1 Kuh, 146 Färsen sowie 43 Jungrinder und 39 Zuchtkälber. Ein breit gefächertes Angebot, das in allen Kategorien auf eine rege Nachfrage traf. Insbesondere die Käufer aus dem heimischen Zuchtgebiet nutzen die Möglichkeit, um sich mit hochwertigen Zuchtrindern zu versorgen. Parallel waren am Färsenmarkt mehrere Kunden aus Belgien aktiv, die sich einen großen Teil des Angebots sicherten, während der Jungviehmarkt, wie im Januar, wieder durch eine starke Nachfrage aus Italien belebt wurde.

Zweimal 4.500 € am Deckbullenmarkt

Nach der Verbandsanerkennung am Morgen standen am Deckbullenmarkt insgesamt 18 Bullen zum Verkauf. Die Bullen waren durchweg gut entwickelt und konnten zum deutlich angestiegenen Durchschnittspreis von fast 3.000 € bis auf wenige Ausnahmen an neue Besitzer vermittelt werden. Die herausragende Preisspitze von 4.500 € wurde gleich doppelt besetzt. Zuerst kam der HANDOUT P-Sohn WIL Hello aus dem Bestand von Thomas Blömer aus Heek zur Versteigerung. Mit hohen Leistungen, guten Inhaltsstoffen und einem sehr ausgeglichenen Zuchtwertprofil machte dieser korrekte Bulle auf sich aufmerksam und wurde an einen Züchter aus dem Kreis Warendorf verkauft. Nur wenig später betrat der reinerbig hornlose CR 7 P-Sohn Cross den Auktionsring. Cross ist der Vollbruder zum aktuell sehr gefragten RUW-Bullen COWBOY und wurde von der Kayser GbR aus Eslohe gezogen. Hornlosigkeit gepaart mit viel Leistung und hohen Zuchtwerten waren sicherlich Gründe für einen Kunden aus dem Kreis Lippe sich diesen bestens entwickelten Bullen zu sichern. Weiter ging es mit zwei MIRACLE PP-Halbbrüdern aus der Zucht von Ludger Fleer-Gesenhues aus Gronau. Beide haben die Hornlosigkeit von ihrem Vater geerbt und stammen aus leistungsstarken Kuhfamilien mit hohen Inhaltsstoffen. Für Steigpreise von 3.900 € und 3.800 € werden sie ihren Deckeinsatz zukünftig im Kreis Soest und in Bayern absolvieren. Die Spitzengruppe wurde vervollständigt durch einen natürlich hornlosen Rager Red-Sohn aus der Zucht von Ludger Wiewer aus Drensteinfurt, der für 3.600 € einem hessischen Käufer zugeschlagen wurde, und einem weiteren HANDOUT P-Sohn, diesmal aus dem Bestand von Hans-Peter Paeßens aus Uedem, der für das Gebot von 3.500 € in einen Zuchtbetrieb im Kreis Wesel verkauft wurde.

Zügiger Färsenmarkt

Die jüngsten Prognosen für die weitere Entwicklung der Milchpreise zeigten sich durchaus freundlicher als in den vergangenen Monaten. Gleichzeitig konnten die Rinder bis auf wenige Ausnahmen in der Qualität und vor besonders in der Leistungsbereitschaft überzeugen, so dass sich ein zügiges Marktgeschehen entwickelt. Der Durchschnittspreis pendelte sich am Ende bei erfreulichen 2.681 € deutlich über dem Ergebnis des Vormonats ein. Insbesondere die Nachfrage aus dem heimischen Zuchtgebiet sorgte für Absatz im oberen Preissegment, während mehrere belgische Kunden ihre Chancen nutzen und sich mit korrekten und leistungsbereiten Laufstallfärsen eindeckten. Teuerste Färse der Märzauktion war eine SPOOKY RED-Tochter aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt. Ein tadelloses Exterieur gepaart mit einem Gesamtzuchtwert von 144 gRZG und einem hohen Nutzungsdauerzuchtwert, dazu noch ein leistungsstarker Kuhstamm mit allerbesten Inhaltsstoffgehalten – was will man mehr. Ein Züchter aus dem Vulkaneifelkreis Daun sicherte sich den Zuschlag mit dem Gebot von 4.200 €. Auch die preislich zweitplatzierte Färse, eine kapitale Gladius-Tochter aus der Zucht von Burkhard Diekmann aus Soest überzeugte mit hohen Zuchtwerten von 137 gRZG und 2.338 RZ€. Eine Einsatzleistung von über 40 kg Milch und ein fehlerfreies Exterieur waren im Ergebnis Gründe genug für einen Züchter aus dem Kreis Steinfurt den Steigpreis von 3.900 € zu investieren. Es folgte die teuerste rotbunte Färse der Märzauktion, eine Station P-Tochter aus der Zucht von Heinz Hassels-Lütkenhoff aus Ahaus, die mit deutlich über 40 kg Einsatzleistung und einem ausgeglichenen Zuchtwertprofil punktete und zukünftig im Kreis Lippe gemolken werden wird. Für jeweils 3.400 € im Zuschlag wurden eine Pursuit-Tochter aus der Zucht von Paul Morbeck aus Legden und eine Giroud-Tochter aus der Zucht von Hendrik Hunsel aus Lippetal an Käufer aus dem Hochsauerlandkreis und aus dem benachbarten Hessen verkauft. Auch diese beiden Färsen starteten mit über 40 kg Milch in die erste Laktation. Das Gebot von 3.300 € erzielten eine SHAKE-RED-Tochter aus der Zucht von Berthold Rasche aus Lippetal und eine Boeing-Red-Tochter gezogen von Gregor Laukamp aus Rosendahl, die im RUW-Gebiet verbleiben. Zum gleichen Steigpreis wurden eine Renegade-Tochter aus der Zucht von Paul Morbeck und eine SHOUT RDC-Tochter aus der Hötger GbR aus Balve nach Hessen und Belgien verkauft. Auch diese vier Färsen unterstrichen mit Leistung von um die 40 kg die Qualität der aufgetriebenen Rinder.

Jungvieh auf dem Weg nach Italien

Das interessante Angebot von 43 Jungrindern und 39 Zuchtkälbern traf insbesondere bei den italienischen Kunden auf großes Interesse und wurde zu Durchschnittspreisen von 943 € bei den Jungrindern und 416 € bei den Kälbern verkauft. Das teuerste Jungrind, eine Boxer-Tochter der Rasse Braunvieh, aus der Zucht von Manfred Robert aus Vreden brachte etwas mehr Farbe ins Spiel und wurde für 1.650 € an einen Züchter aus dem Kreis Recklinghausen verkauft. Es folgten eine Ambrose-Tochter und eine Luster-Tochter aus der Zucht von Elisabeth Wacker-Diese aus Steinfurt, die für 1.300 € bzw. 1.150 € die Reise nach Norditalien antraten. Ebenfalls 1.150 € erzielte eine CR 7 P-Tochter aus der Zucht von Hermann Ostendarp aus Vreden und ebenfalls hieß das Reiseziel Italien. 

Bei den Zuchtkälbern sicherten sich eine Parfect-Tochter aus der Kleinhessling GbR aus Hamminkeln und eine Rufus-Tochter aus dem Bestand von Elisabeth Wacker-Diese mit jeweils 800 € Steigpreis die Preisspitze. Knapp dahinter platzierte sich für 750 € im Zuschlag eine weitere CR 7 P-Tochter aus der Zucht von Hermann Ostendarp, die wie die beiden vorgenannten nach Italien verkauft wurde.

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet in der Woche nach Ostern am Mittwoch, 8. April 2025 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen unter www.ruweg.de zum Download bereit. 

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