RUW Report 93

Im Blickpunkt RUW REPORT 16 | Nr. 93 5/2018 Am 1. Juni wird gefeiert – 25 Jahre Rinder Union West eG und Neueröffnung der Besamungsstation Borken Die RUW ist seit 25 Jahren eine feste Größe an der Seite ihrer Mit- glieder und nach gut zwei Jahren Bauzeit steht die neu errichtete Besamungsstation in Borken kurz vor der Fertigstellung. Grund genug, dieses gemeinsam mit unseren Mitgliedern, Partnern, Freunden und Interessierten im Rahmen eines „Tages der offenen Besamungsstation“ am 1. Juni 2018 gebührend zu feiern. Neben dem 25-jährigen Bestehen der Rin- der Union West eG begeht auch die Besa- mungsstation Borken ein Jubiläum. Exakt 50 Jahre nach dem Erwerb des ehemaligen Milchviehbetriebes an dieser Stelle und dem Umbau zu einer Besamungsstation er- folgt nun die Eröffnung der fast vollständig neu errichteten Anlagen. Dazwischen liegt eine bewegte Geschichte dieses Stand- ortes, geprägt von gravierenden Verän- derungen und Neuentwicklungen in der Besamungszucht. Einen Meilenstein stellt die 2010 eingeführte genomische Zucht- wertschätzung dar. Die Selektion der für die künstliche Besamung eingesetzten Bul- len bewegt sich seitdem auf einem deutlich höheren genetischen Niveau und das alte Testbullensystem hat sich hierdurch erüb- rigt. Die damit einhergehende drastische Reduktion des Bullenbestandes veranlasste die Verantwortlichen der RUW folgerichtig, die Bullenhaltung und die Spermaproduk- tion konzeptionell neu auszurichten. Am Standort Fließem wurden Bullenhaltung und Spermaproduktion zugunsten eines neu errichteten, zentralen Vermarktungs- zentrums aufgegeben. Die Stallungen der Wartebullenstation Kleve wurden an einen Milchviehbetrieb verpachtet. Die Besa- mungsstation in Borken ist seitdem alleini- ger Standort für die Spermaproduktion. So- wohl die dort vorhandenen Stallungen für die Bullen, als auch die Räumlichkeiten für Labor und Logistik entsprachen in Größe und Ausstattung nicht mehr den heutigen Standards für eine moderne, zukunftsorien- tierte und leistungsfähige Spermaprodukti- on und -logistik. PLANUNG DER BESAMUNGSSTATION Bei den Planungen für die neue Besamungs- station spielten die Anforderungen an Tier- wohl, Seuchenhygiene und Arbeitsökono- mie eine zentrale Rolle. Gleichzeitig sollte Besuchern die Möglichkeit geboten wer- den, sowohl die Bullen als auch die Arbeits- abläufe in den Bereichen Stall, Labor und Logistik live zu erleben. So werden z.B. zukünftig die landwirtschaft- liche Ver- und Entsorgung (Bullentranspor- te, Gülle und Mistabfuhr, Silagebereitung, Strohanlieferung) durch eine separate Zu­ fahrt von den Anlieferungen und Abholun- gen für den Bereich Spermalogistik sowie den Besucherverkehr getrennt. Zaunanla- gen verhindern, dass betriebsfremde land- wirtschaftliche Fahrzeuge in das innere Betriebsgelände gelangen. So wird eine tan- gentiale Ver- und Entsorgung gewährleistet. STALLKONZEPT Der Stall ist in vier Boxenreihen mit einer Kapazität für bis zu 120 Bullen gegliedert. Diese werden von der mittig im Stall ange- ordneten Mistachse unterbrochen, die für möglichst kurze Transportwege sorgt. Das gesamte Dach ist vollständig isoliert. Optima- Der neue Bullenstall kurz vor dem Erstbezug.

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