RUW Report 101

14 RU W Report — 12/2020 ZUCHT Dem Zuchtfortschritt auf der Spur Seit Juni 2016 ist es mit Hilfe von KuhVision mög­ lich geworden, die genomische Untersuchung auf der weiblichen Seite standardmäßig zu nutzen. Jedoch gibt es Unterschiede zwischen den ein­ zelnen Typisierungsbetrieben bezogen auf den Zuchtfortschritt im Gesamtzuchtwert gRZG. Ann-Christin Fry stellt die Ergebnisse ihrer Ba­ chelorarbeit vor. Das Ziel, einen möglichst hohen Zuchtfortschritt pro Zeiteinheit zu erreichen besteht schon lange. Die Beein- flussung des Zuchtfortschrittes ist dabei durch folgende Elemente gegeben: die Selektionsgenauigkeit, das Gene- rationsintervall und die Selektionsintensität. Mit der genomischen Zuchtwertschätzung ist eines der bedeutendsten Managementwerkzeuge für milchviehhal- tende Betriebe entstanden. Es sollte jedoch auch das Ziel sein, dieses Werkzeug für den eigenen Betrieb optimal zu nutzen und den größtmöglichen Zuchtfortschritt zu erreichen. Daher war es Zweck dieser Arbeit, festzustellen, wie sich die Betriebsstrukturen von KuhVisions-Betrieben mit hohem und mit geringerem Zuchtfortschritt (bezogen auf den gRZG) unterscheiden. Um den Grund für diese Unterschiede herauszufinden, sind 30 Betriebe aus dem RUW-Gebiet befragt worden. Die Auswahl der Betriebe erfolgte gemeinsam mit der RUW. Als Grundlage dienen die KuhVisions-Betriebe, sortiert nach dem erreichten Zuchtfortschritt im gRZG der Geburtenjahrgänge 2014 – 2019. Die Voraussetzung war, dass die Betriebe eine Grenze von 20 neu typisierten Tieren pro Jahr in den Bestand aufnehmen müssen. Diese PRO Morelle EX-92 (Dude x Minister) vom Zuchtbetrieb Andreas Pröbsting aus Everswinkel.

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