Novemberauktion in Hamm

Auktionsberichte

2.700 € für hornlosen Ladd P-Sohn

Wie im Vormonat standen nach der Verbandsanerkennung wieder 51 Deckbullen zum Verkauf. Der Marktverlauf zeigte ein differenziertes Bild. Während 35 Bullen zum nahezu unveränderten Durchschnittspreis von 1.470 € an neue Besitzer vermittelt wurden, verblieben die restlichen Bullen nachfragebedingt im Überstand. Den Höchstpreis am Bullenmarkt erzielte der hornlose Ladd P-Sohn WR Lasse aus der Zucht der Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt. Gezogen aus der mit 92 Punkten bewerteten Classic-Mutter WR Melissa, die ebenso wie Großmutter WR Maritta mit höchsten Leistungen und Langlebigkeit überzeugte, wusste WR Lasse mit Harmonie und besten Fundamenten zu gefallen. Ein Stammkunde aus Sachsen sicherte sich den Zuschlag für WR Lasse beim Stand von 2.700 €. Mit deutlichem Abstand folgte auf dem zweiten Rang ein bestens entwickelter Yorick-Sohn aus der Zucht von Bernhard Wacker aus Steinfurt. Ein Züchter aus dem Hochsauerlandkreis erhielt den Zuschlag für 2.100 €. Zum Steigpreis von 2.000 € wurden gleich drei Bullen zugeschlagen. Ein weiterer hornloser Ladd P-Sohn - diesmal aus der Zucht von Thomas Langenberg aus Bocholt - wechselte in den Kreis Soest. Die Wiewer-Rellmann GbR verkaufte einen DESK-Sohn, der mütterlicherseits auf die bekannte WR Morelle EX93 zurückgeht, und im heimischen Kreis Warendorf verbleibt. Der Numero Uno-Sohn Nuklear aus der Zucht von Frank Hötger aus Balve vervollständigte das Terzett der 2.000 €-Bullen. Er wird zukünftig in einem hessischen Zuchtbetrieb zum Einsatz kommen.

 

Herbst-Kollektion mit Spitzenpreisen

Ein großes Angebot von 280 abgekalbten Färsen traf eine eher verhaltene Nachfrage auf Seiten der Käufer. Der Durchschnittspreis reduzierte sich im Vergleich zum Vormonat deutlich auf knapp 1.330 €, wobei Färsen mit kleineren Mängeln und knapperen Leistungen nur äußerst schwer und mit deutlich Zugeständnissen beim Preis verkauft werden konnten. Die Spitzenpreise erzielten die Rinder der Elite-Herbst-Kollektion. Den Tageshöchstpreis sicherte sich FH Sweetwo, eine Atwood-Tochter aus der Zucht von Christoph Feindt aus Gangelt, die mit Stärke, Länge und einem schön beaderten Euter beeindrucken konnte. In Kombination mit einer Einsatzleistung von 35 kg Milch und einem langlebigen, leistungsstarken und schauerfahrenem Kuhstamm auf der Mutterseite Gründe genug für einen Züchter aus dem Kreis Recklinghausen, sich diese Ausnahmefärse nach langem Bieterwettstreit zum Steigpreis von 3.000 € zu sichern. Dicht auf folgte zum Steigpreis von 2.800 € eine tadellose Sudan-Tochter aus der Zucht von Friedrich Niemeyer aus Petershagen. Mit knapp 40 kg Milch, ermolken aus einem hochgetragenen und schön ausbalanciertem Euter, beeindruckte diese Färse im Auktionsring und wurden einem Züchter aus dem Hochsauerlandkreis zugeschlagen. Mutter ist die mit 89 Punkten bewerte Goldwin-Tochter und Bullenmutter Melina. Thomas Wiethege aus Halver war mit einer frisch abgekalbten Tochter des RUWSELECT-Vererbers DON JUAN erfolgreich. Ein belgischer Züchter sicherte sich den Zuschlag für diese junge Färse bei 2.600 €. Mutter Minolta VG 87 ist die Vollschwester des RUW-Vererbers DEFOE. Damit war sie auch die teuerste rotbunte Färse der Auktion. Mit einem Steigpreis von 2.500 € nur knapp dahinter platzierte sich eine Colt-P-Tochter aus der Zucht von Ludger Sondermann aus Bocholt. Sie wechselt in einen Zuchtbetrieb im Kreis Siegen-Wittgenstein.

 

Verhaltene Nachfrage am Kälbermarkt

Ein großes Angebot an Jungrindern und Zuchtkälbern stieß auf eine verhaltene und sehr preisbewusste Nachfrage, weshalb eine größere Anzahl junger Kälber nicht an neue Besitzer vermittelt werden konnte. Die Durchschnittspreise für die verkauften Jungrinder und Kälber stiegen im Vergleich zum Vormonat auf 661 € bzw. 412 € leicht an, was allerdings auf einzelne Tiere aus der Herbst-Kollektion zurückzuführen ist. Teuerstes Jungrind war eine Shotglass-Tochter aus der Zucht von Hans-Peter Paeßens aus Uedem, die mit einem gRZG von 146 überzeugte und für 1.800 € im Zuschlag an einen Züchter aus Schleswig-Holstein verkauft wurde. Hubert Siekmann aus Lippetal war mit einer SNOWFLAKE-Tochter ebenfalls erfolgreich, die für 750 € einem Zuchtbetrieb im Westerwald zugeschlagen wurde.

Bei den Zuchtkälbern war Hans-Peter Paeßens mit einer Moonboy-Halbschwester zum oben genannten Jungrind ein weiteres Mal erfolgreich. Ausgestattet mit einem gRZG von 145 wurde dieses Topkalb für 1.450 € ebenfalls nach Schleswig-Holstein verkauft. Der gleiche Käufer sicherte sich zum Steigpreis von 1.000 € auch eine Brekem-Tochter aus der Zucht von Frank Osterhaus aus Lengerich. Teuerstes rotbuntes Zuchtkalb war eine hornlose COLOUR P-Tochter, die ebenfalls von Frank Osterhaus verkauft  und einem hessischen Züchter für 800 € zugeschlagen wurde.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm, findet am Dienstag, den 02. Dezember 2014 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

51

35

1.000 – 2.700

1.470

    -29

 

Kühe

8

8

1.000 – 1.600

1.300

   -180

 

Rinder

280

257

   600 – 3.000

1.328

   -196

 

Jungrinder

14

10

    380 – 1.800

  661

   +53

 

Kälber

73

41

    200 – 1.450

  412

   +68

 

Klemens Oechtering

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