Freundlicher Zuchtviehmarkt in Bitburg

Auktionsberichte

Rotbunt vorn

Bei den herdbuchanerkannten Holsteindeckbullen erzielen immer wieder die bestentwickelten starken Bullen die besten Preise. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass nach wie vor Rotbunte auf großes Interesse stoßen. Die Gebrüder Merz aus Bauler präsentierten einen kraftvollen rotbunten Selayo-Sohn, der von der Körkommission auch sehr hohe Noten erhalten hatte. Mit Reno und Avanti stehen bekannte Vererber im Stammbaum, und die Leistung von 14.630 kg Milch bei der Mutter ist ein weiterer Beweis für das solide Papier. Ein Milchviehhalter aus dem Kreis Trier-Saarburg nahm diesen Bullen für 1.950 €, und damit dem Höchstpreis, mit nach Hause. Die höchste Formnote des Tages bekam der Züchter Karl-Heinz Kirch aus Fisch für seinen hervorragenden Van Gogh-Sohn Vankuso zugesprochen. Diese Exterieur-Qualitäten sind im Stammbaum des Bullen fest verankert. Die Laudan-Mutter hat immerhin 88 Punkte, genauso wie die Balance-Großmutter. Mit über 10.000 kg Milch ist auch die nötige Leistung verankert, die einen Milchproduzenten aus Euskirchen überzeugte. Er erhielt den Zuschlag für 1.900 €. Zwei Bullen verließen den Ring, nachdem Auktionator Mathias Mertes den Hammer engagiert bei 1.800 € fallen ließ. Werner Mettel aus Körperich zeigte einen sehr formschönen rotbunten Durham Red-Sohn aus einer extrem schaubewährten Top-Exterieur-Familie. Mit der exzellent 90 Punkte bewerteten Bacculum-Mutter und 88 Punkte Stadel-Großmutter stehen Exterieur-Garanten vor diesem Durham Red-Sohn. Auch die Leistung von fast 12.000 kg Milch lässt keine Wünsche offen. Mit dem zweiten Bullen dieser Preiskategorie zog der bekannte Züchter Josef Streit aus Obergeckler in den Ring. Sein Krusader-Sohn steht dem Vorgenannten in nichts nach. Die Familie vor diesem Bullen ist vielen Züchtern und Besuchern der Schauen bestens bekannt: Talent-Tochter Andrea EX 91, Alma (v. Aaron) EX 92 stehen für Langlebigkeit und extreme Exterieur-Qualität. Beide Bullen gingen in den Eifelkreis Bitburg-Prüm.


Qualität und Preis im Einklang

Mit einer Preisspanne von 1.200 – 2.000 € verlief die Versteigerung der abgekalbten Färsen zügig und freundlich. Nachdem jeder Betriebsleiter weiß, was er für eventuell überlieferte Milchmengen zu zahlen hat und was für Zukaufsquote zu zahlen ist, hat sich die Unsicherheit der letzten Monate gelegt. Gefragt waren wie immer fehlerfreie Rinder, die in jedem Stall parat kommen. Zwei Holsteinfärsen erlösten 2.000 €. Johannes Seidenfaden aus Mechernich zeigte eine ganz typische rotbunte Malvoy-Tochter mit einer hohen Leistungsveranlagung. Im Exterieur ließ sie absolut keine Wünsche offen, und bei der Stadel-Mutter und Onno-Großmutter sprechen die hohen Lebensleistungen die Käufer an. Ein Züchter aus dem benachbarten Luxemburg erhielt hierfür den Zuschlag. Freddy Sandmeier aus Blieskastel präsentierte eine sehr große fundament- und euterstarke Gandolf-Tochter. Das fehlerfreie Roboter-Euter mit bester Strichplatzierung überzeugte einen engagierten jungen Milchviehzüchter aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm. Marco Weires aus Olmscheid erlöste für seine sehr ansprechende Bigstone-Tochter aus einer Xacobeo-Mutter 1.900 € im Zuschlag. Sie wird ihre Milch zukünftig im Rhein-Hunsrück-Kreis produzieren. Aus der Zucht von Helmut Reiter führte der Jungzüchter Tobias perfekt eine Beacon-Tochter in den Ring. Für diese sehr große, lang gestreckte, absolut milchtypische Färse, die mit einer hohen Einsatzleistung startet, war ein Milchviehhalter aus Euskirchen bereit 1.850 € zu zahlen. Für 1.800 € wechselten durchweg fehlerfreie solide Holsteinfärsen den Besitzer. Eine rotbunte Tableau von Helmut Schmitz aus Buchholz sicherte sich ein treuer Kunde aus Belgien, und in den nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen wechselten für den genannten Preis eine Sid-Tochter von Gill aus Bodenheim und eine Shulan von der Ernst und Thomas Schäfer GbR aus Steiningen.

 

Dass es sich immer wieder lohnt, Kuhkälber in Bitburg anzubieten, beweist Rolf Müller aus Wahlenau mit seiner kleinen aber feinen Kollektion junger Kälber, die zum Durchschnittspreis von 325 € zügig Interessenten fanden.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung in Bitburg findet am 7. August 2014 statt. Anmeldeschluss hierfür ist Montag, 21. Juli 2014. Transportmöglichkeiten in alle Regionen, gewissenhafte Erfüllung von Kaufaufträgen, Kataloge und nähere Informationen erhalten Sie bei der Rinder-Union West eG, Hamerter Berg 1, 54636 Fließem, Tel. 06569 9690-0, Fax 9690-99. E-Mail: HReifer@ruweg.de / www.ruweg.de.

 

Gerd Grebener

 

Preisspiegel

 

Auft.

Verk.

Preis-spanne €

Durchschnitts- preis €

Differenz Vormonat €

Bullen

17

13

1.100 – 1.950

1.508

- 30

Rinder

34

32

1.200 – 2.000

1.570

+ 130

Kälber

4

4

300 – 350

325

 

Kühe

1

1

1.400 – 1.400

1.400

 

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