Frühjahrsauktion in Hamm

Auktionsberichte

Großer Auftrieb am Deckbullenmarkt

Der Deckbullenmarkt bot mit 47 gekörten Bullen wiederum ein sehr großes Angebot, das auch qualitativ zu überzeugen wusste und bis auf vier Bullen an neue Besitzer vermittelt wurde. Der Durchschnittspreis reduzierte sich im Vergleich zum Vormonat auf 1.505 € im Mittel. Wie im März stand wieder eine größere Anzahl von sieben hornlosen Deckbullen zum Verkauf. Den Tageshöchstpreis erzielte die Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt mit einem hornlosen Lawn Boy-Enkel, gezogen aus einem leistungs- wie inhaltsstoffstarken Kuhstamm. Ein niederländischer Kunde setzte sich beim Bieten durch und erhielt schließlich auch den Zuschlag für 2.700 €. Mit etwas Abstand platzierte sich ein hervorragend entwickelter Epic-Sohn aus der Zucht von Dirk Baumeister aus Gütersloh auf dem zweiten Rang. Ein Züchter aus dem Westerwald sicherte sich diesen Bullen, der mit einem hohen genomischen Zuchtwert von gRZG 144 beeindruckte, für den Zuschlag bei 2.200 €. Mit einem Steigpreis von 2.100 € war der Radical-Sohn Radison der teuerste rotbunte Bullen des Tages. Radison überzeugte mit bester Entwicklung und besten Fundamenteigenschaften und wird zukünftig im Märkischen Kreis zum Deckeinsatz kommen. Drei weitere Bullen wurden für 2.000 € zuschlagen.

 

AIRPORT-Tochter für 3.400 € verkauft

Am Färsenmarkt hatten alle Beteiligten zu Beginn des neuen Milchquotenjahres mit anziehenden Preisen gerechnet. Ein Zufluss von gut 29 Mio. kg Milchquote nach Nordrhein-Westfalen am ersten Milchbörsentermin des Jahres am gleichen Tag war hierfür ein weiteres Indiz. Dennoch war die Nachfrage aus dem heimischen Gebiet etwas verhaltener, woran sicherlich auch die guten Witterungsbedingungen für die Frühjahrsbestellung ihren Anteil hatten. Die angereisten Käufer aus dem In- und Ausland gaben ihre Gebote darüber hinaus sehr qualitätsorientiert ab, was auch anhand der breiten Streuung der Steigpreise deutlich wurde; von 900 € bis 3.400 € war für jeden Käuferwunsch etwas dabei. Der Durchschnittspreis pendelte sich am Ende des Auktionstages bei 1.654 € etwas über dem Vormonatswert ein. Den Höchstpreis des Auktionstages von 3.400 € erzielte Bernhard de Baey aus Hamminkeln mit einer jungen AIRPORT-Tochter, die mit einer beeindruckenden ersten Tagesleistung von 52,3 kg in der Milchkontrolle, ermolken aus einem festansitzenden Euter mit schöner Textur, überzeugte. Ein Stammkunde aus Thüringen sicherte sich diese Spitzenfärse für den Einsatz in seinem Betrieb. Preislich nur knapp dahinter platzierte sich die Atwood-Tochter Riva aus der Zuchtstätte Wiethege aus Halver. Riva punktete mit Stärke und Tiefe und produziert ihre Tagesleistung von knapp 40 kg Milch aus einem schön beaderten Euter. Ein Züchter aus dem Kreis Soest ließ sich beim Bieten nicht abschütteln und erhielt den Zuschlag für 3.200 €. Aus dem gleichen Herkunftsbestand stammte WIT Moonlight, eine gerade 25 Monate alte Gold Chip-Tochter, die für 2.600 € einem Züchter aus dem Kreis Borken zugeschlagen wurde. Eine leistungsstarke Tochter des beliebten RUW-Vererbers OMATIDO wurde für 2.500 € von Arnd Wietmann aus Hamm nach Thüringen verkauft. Den gleichen Weg für nur 100 € weniger schlug eine euterstarke Goldday-Tochter aus der Zucht von Ludger Sondermann aus Bocholt ein.

 

Topqualitäten am Kälbermarkt

Alle aufgetriebenen Kälber und Jungrinder wurden zügig und zu deutlich angestiegenen Durchschnittspreisen von 498 € bzw. 763 € abgesetzt, was auf die durchweg gute Qualität zurückzuführen war. Erfolgreichster Verkäufer am Kälbermarkt war Matthias Heimes aus Schmallenberg. Sämtliche Spitzenpreise wurden von seinen Kälbern erzielt.

Teuerstes Zuchtkalb zum Spitzenpreis von 1.000 € war eine Planet-Tochter, die bestens entwickelt war und aus einer 85- Punkte Shottle-Mutter stammte. Ein Züchter aus dem Kreis Soest bewies den längsten Atem und erhielt schließlich auch den Zuschlag. Für 900 € wurde eine hornlose Sydney P-Tochter aus einer 87-Punkte GIBOR-Mutter an einen niedersächsischen Züchter verkauft. Ein weiteres Sidney P-Kalb, diesmal aus einer 85-Punkte OMRO-Mutter gezogen, ging für 850 € im Zuschlag an einen Züchter im Kreis Borken. Den gleichen Steigpreis investierte ein niedersächsischer Käufer in eine hornlose Accept P-Tocher, gezogen aus einer 87-Punkte CARMANO-Mutter.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 06. Mai 2014 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

 

Preisspiegel

 

Angebot

Verkauft

Preisspanne €

Durchnitts-

preis €

Differenz Vormonat €

Bullen

47

43

1.000 – 2.700

1.505

-224

Kühe

3

3

1.000 – 1.550

1.283

-117

Rinder

226

218

   900 – 3.400

1.653

32

Jungrinder

8

8

    600 – 850

763

102

Kälber

35

35

    250 – 1.000

498

81

 

 

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