Färsenmarkt in Krefeld geräumt

Auktionsberichte

Nur wenig Interesse an guten Jungbullen

Am Bullenmarkt war ein eher bescheidener Start zu beobachten. Qualitativ waren die 23 herdbuchanerkannten Jungbullen alle in Ordnung. Die Nachfrage war aber äußerst knapp und konzentrierte sich auf wenige Tiere. Dass der Bullenmarkt am wenigsten vorhersehbar ist, ist bekannt. Ein wirklicher Grund für die knappe Nachfrage kann allerdings nicht gefunden werden. Nicht überrascht hat es die Beobachter, dass der Epic-Sohn von Rainer Thoenes, Kalkar, für 3.000 € in einen Stall im Rhein-Sieg-Kreis wechselte. Der Bulle bestach durch eine äußerst überragende Exterieurentwicklung und bot den Kunden mit einer der bekanntesten Bullenmutterfamilien der Region eine mütterliche Basis auf allerhöchstem Niveau. Mit deutlichem Abstand folgte auf Platz 2 der Gorch Fock-Sohn von Karl-Heinz Arden, Wesel. Natürlich stimmt auch hier nicht nur die gute körperliche Entwicklung, sondern auch die mütterliche Basis mit hohen Lebensleistungen bietet eine beste Gewähr für den Deckeinsatz. Für 1.500 € bleibt dieser Bulle in einem Weseler Züchterstall.

 

Qualität bestimmt den Preis

Am Färsenmarkt lief die Auktion recht ruhig an. Vom Start an war sehr deutlich ausgeprägt, dass die Kunden nur flotte Gebote abzugeben bereit waren, wenn die Tiere in vollem Umfange ihren Qualitätsansprüchen genügten. Sicherlich ist so die Erwartungshaltung teils nicht erfüllt worden. Bis zum Ende der Auktion erzielten passende Färsen Gebote von 2.000 € und höher und dies spiegelt den insgesamt guten Marktverlauf deutlich wider. Der Auktionsverlauf gestaltete sich ständig flotter, da die jüngeren Tiere auch in der Breite die in Krefeld bekannte Qualität zeigten. So war beim letzten Hammerschlag die Auktion im Grunde auch komplett geräumt. Die sechs Tiere im Überstand sollten hier keine Beeinträchtigung des erfolgreichen Auktionstages darstellen. Der mittlere Zuschlagpreis lag angesichts der aktuellen Marktlage bei guten 1.648 € und dürfte auch in weiten Teilen sowohl für die Verkäufer als auch die Käufer passend gewesen sein. Den Spitzenpreis bei den Färsen sicherte sich Volker Elsermann, Hamminkeln, mit einer extrem ausdrucksstarken Windbrook-Färse, die durch ihre Ausstrahlung in Körper, Fundament und Euter voll überzeugen konnte. Das Bieten endete bei 2.500 € zugunsten eines Züchters aus dem Kreis Heinsberg. Gleich vier Färsen folgten, die bei 2.300 € in neuen Besitz übergegangen sind. Dies waren eine Gandolf-Tochter von Hartmut Neuenhoff, Schermbeck, eine Shout von Karl-Heinz Arden, Wesel, sowie eine Radon von Rainer Thoenes, Kalkar. Komplett wird das Quartett durch die Buckeye-Enkelin der Leukers/Pleines GbR, Bedburg-Hau. Unter den weiteren Töchtern, welche die 2.000 €-Grenze erreicht bzw. überschritten haben, war insbesondere Radon als Vater besonders gefragt.

 

Die nächste Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 16. April 2014. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag, 28. März 2014 im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151 – 81899 14 oder per Fax 02151 – 81899 66 entgegengenommen.

 

Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de  heruntergeladen werden.

 

Dr. Werner Ziegler

 

Preisspiegel

 

Auftrieb

Verkauf

Preisspanne €

Durchschnitts-

preis €

Differenz €

Vormonat

Bullen

23

9

1.100-3.000

1.422

-148

Rinder

191

185

850-2.500

1.648

-151

Kälber

7

7

150-200

166

-154

Kühe

1

1

1.350

1.350

-325

 

 

 

 

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