Märzauktion in den Zentralhallen

Auktionsberichte

Hornlose Bullen waren gefragt

Die 40 gekörten Bullen überzeugten zum großen Teil durch eine gute Qualität, die von den Käufern auch mit zügiger Abgabe der Gebote honoriert wurde. Mit acht hornlosen Deckbullen war auch dieses Segment wieder stark besetzt und beflügelte den Marktverlauf zusätzlich. Elf Bullen erzielten Preise von 2.000 € und mehr, wodurch mit 1.729 € im Durchschnitt annähernd wieder das Preisniveau des Vormonat erreicht wurde. Erfolgreichster Bullenverkäufer des Auktionstages war die Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt. Gleich zwei Bullen aus dieser Zuchtstätte erzielten den Tageshöchstpreis von 2.900 €. Zum einen der hornlose Mitar PP-Sohn WR Mitrit, der mit einem leistungsstarken und langlebigen Kuhstamm zu überzeugen wusste und nach schneller Abfolge der Gebote einem Käufer aus Niedersachsen zugeschlagen wurde. Zum anderen der Stanleycup-Sohn WR Staca, der über Mutter PM Carmen EX 91 auf die Europaschaukuh PM Carla EX 95 zurückgeht und somit ein Garant für Exterieur, Leistung und Langlebigkeit sein dürfte. WR Staca wird im Kreis Borken zum Einsatz kommen. Für 2.500 € im Zuschlag folgte mit dem Lapp P-Sohn Lakiraly ein weiterer hornloser Bullen, der von Norbert Havelt aus Warendorf im Ring präsentiert und am Abend Richtung Sachsen verladen wurde. Den preislich dritten Rang für 2.300 € teilten sich auch drei Bullen. Ein weiterer Ladd P-Sohn, diesmal aus der Zucht  von Thomas Langenberg aus Bocholt, wechselte in den Hochsauerlandkreis. Bernd und Antonius Kloster aus Gescher verkauften einen DEFOE-Sohn in den Kreis Siegen-Wittgenstein. Und Hermann-Josef Bonhoff aus Raesfeld war mit einem hornlosen Sohn des RUW-Vererbers MIND P erfolgreich, der zukünftig im Kreis Wesel zum Deckeinsatz kommen wird.

 

 

GORCH FOCK-Tochter für 3.100 € verkauft                  

Der Färsenmarkt war beeinflusst von der aktuellen Situation am Milchmarkt, aber auch geprägt durch ein qualitätsbewusstes Verhalten der Käufer. Für korrekte und leistungsbereite Färsen wurden schnell ansprechende Preise erzielt, wohingegen Tiere mit leichten Mängeln und Ansagen nur mit deutlichen Preiszugeständnissen abzusetzen waren, was letztlich in einem Durchschnittspreis von 1.621 € resultierte. Den Tageshöchstpreis erzielte eine leistungsbereite, junge Spitzenfärse des RUW-Vererbers GORCH FOCK aus der Zucht von Frank Hötger aus Balve. Mit Mutter Karibik EX 90 steht  ein langlebiger und exterieurstarker Kuhstamm hinter dieser beeindruckenden Färse, die für 3.100 € in einen Züchterstall aus dem Kreis Steinfurt verkauft wurde. Die teuerste rotbunte Färse des Tages, die RULETO-Tochter Walli, stammte aus dem Betrieb von Bernd Drexelius aus Attendorn. Auch Walli überzeugte mit knapp 40 kg Einsatzleistung und besten Euter- und Fundamentanlagen. Sie wurde für 2.600 € einem Stammkunden aus Thüringen zugeschlagen. Den gleichen Steigpreis erzielte eine tadellose Sea-Tochter aus der Zucht von Heinz-Josef Rudolphi aus Bad Lippspringe. Sie verbleibt im RUW-Gebiet und wird ihre Leistung im Vulkaneifelkreis Daun erbringen. Die Effing-Timmermann GbR aus Vreden verkaufte eine hornlose Laron P-Tochter für 2.500 € an einen Züchter aus dem Märkischen Kreis und Karl-Heinz Eickhoff aus Oelde war mit einer Dauden ISY-Tochter, die zum gleichen Steigpreis in einen Zuchtbetrieb im Kreis Ennepe-Ruhr wechselte, erfolgreich.

 

 

Qualität am Jungrinder- und Kälbermarkt

Die 56 aufgetriebenen Jungrinder und Zuchtkälber überzeugten mit durchweg guter Qualität, wurden zügig und vollständig abgesetzt und ließen den Durchschnittspreis für beide Kategorien ansteigen. Topseller am Jungrindermarkt war eine hervorragend entwickelte und rundum überzeugende RUPIE-Tochter aus der Zucht der Berkemeier GbR aus Lengerich. Sie wurde für 1.000 € einem Züchter aus Baden-Württemberg zugeschlagen. Der Spitzenpreis am Zuchtkälbermarkt betrug 600 € und wurde gleich dreimal eingestellt. Eine DESK-Tochter aus der Zucht von Christiane Göckenjan aus Steinfurt wechselte in den Rhein-Sieg-Kreis. Aus der Zucht von Theodor Krümberg aus Rheine stammten eine Guarini- und eine BEDFORD-Tochter, die an einen hessischen Kunden verkauft wurden. Der Durchschnittspreis für die Jungrinder und Zuchtkälber stieg leicht an und pendelte sich bei 661 € bzw. 417 € ein.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 01. April 2014 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

Preisspiegel

 

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis / €

 

Ø / €

 

Diff. / €

 

Bullen

40

38

1.000 – 2.900

1.729

-45

 

Kühe

4

4

1.400 – 1.400

1.400

-250

 

Rinder

190

185

   800 – 3.100

1.621

-82

 

Jungrinder

11

11

     380 – 1.000

  661

+36

 

Kälber

45

45

     200 –    600

  417

+23

 

Klemens Oechtering

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