Rasanter Bullenmarkt im Februar

Auktionsberichte

 

 

Deckbullen waren gesucht

Insgesamt 39 Bullen standen nach der Verbandsanerkennung am Morgen zum Verkauf bereit, darunter allein sechs aus der Kategorie hornlos. Die Mehrzahl der Bullen überzeugte mit durchweg bester Entwicklung und  guten Fundamenten und traf auf eine äußerst rege Nachfrage, die den Durchschnittspreis um 300 € auf 1.774 € in die Höhe schnellen ließ. Ein Drittel der Bullen übersprang dabei die 2.000-er Marke. Den Tageshöchstpreis am Bullenmarkt erzielte WHG Mosud, ein Mogul-Sohn aus einem bewährten Kuhstamm der Zuchtstätte Warner Holsteins GbR aus Rahden, aus dem bereits mehrere Bullen an Besamungsstationen verkauft wurden. Unter anderem sind aus dieser Familie der RUW-Vererber Highttec und der aktuelle Zuchtwert-Listenführer Lexington hervorgegangen. Der Kuhstamm geht zurück auf die Stammkuh RUW Medina, die seinerzeit über den HighlightSale verkauft wurde. Seine 85-Punkte Super-Mutter und 86-Punkte Bolton-Großmutter stehen für Leistung, Inhaltsstoffe und Exterieur, was WHG Mosud selbst mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von gRZG 138 und einem Exterieurzuchtwert von gRZE 131 unterstreicht. 2.800 € investierte ein Käufer aus dem Kreis Borken in diesen harmonischen Bullen. Dicht auf folgte Epinomic, ein Epic-Sohn aus der Zucht von Michael Schnöde-Erves aus Eslohe, der für 2.700 € in den Kreis Warendorf verkauft wurde. Mutter Belladonna VG 85 und Großmutter Bettina EX 90 überzeugen mit Leistungsbereitschaft und Langlebigkeit. Den preislich dritten Rang mit einem Steigpreis von 2.600 € sicherte sich der MIND P-Sohn Miniplex aus dem Bestand von Berthold Brügge aus Tecklenburg. Er war damit der teuerste hornlose und rotbunte Bulle des Auktionstages und wurde einem Käufer aus dem Kreis Coesfeld zugeschlagen. Für 2.500 € verkaufte Rainer Spiegelhoff aus Emmerich einen Sohn des RUW-Vererbers SALVE, der in Zukunft im Kreis Heinsberg zum Einsatz kommen wird.

 

Deedle-Tochter erzielte den Spitzenpreis von 3.400 €

Der Färsenmarkt verlief zu Beginn etwas verhalten. Im weiteren Verlauf stiegen Qualität und Steigpreis deutlich an, so dass am Ende ein durchschnittlicher Preis von 1.702 € für 236 verkaufte Färsen erzielt wurde. Den Tageshöchstpreis sicherte sich die in allen Belangen absolut überzeugende junge Färse Elektra, eine Tochter des RUW-Vererbers DEEDLE aus der Zucht von Thomas Blömer aus Heek. Elektra beeindruckte mit einer Einsatzleistung von 43 kg Milch und bewegte sich auf glasklaren parallel gestellten Fundamenten im Auktionsring. Blickfang war allerdings das lebhafte und hervorragend ausbalancierte Euter. Helmut Echterhoff aus Verl-Sende hatte diese Färse bereits den ganzen Tag ins Auge gefasst, setzte sich beim Bieten gegen die zahlreichen Mitbieter durch und erhielt für den Tageshöchstpreis von 3.400 € den Zuschlag. Der gleiche Käufer sicherte sich auch die teuerste rotbunte Färse des Tages, die LUDOX-Tochter Elvera aus der Zucht von Norbert Pröbsting aus Everswinkel. Auch Elvera überzeugte mit gut 41 kg Tagesleistung bei höchsten Inhaltsstoffen und einem schön beaderten Euter. Mit einem Steigpreis von 2.800 € platzierte sie sich auf dem preislich dritten Rang. Aus der Zucht von Friedrich Niemeyer aus Petershagen stammte Milena, eine Beacon-Tochter, die für 3.000 € an einen Züchter aus dem Kreis Warendorf verkauft wurde. Auch Milena überzeugte mit einem hoch und fest aufgehängten Qualitätseuter. Darüber hinaus punktete sie mit einem genomischen Zuchtwert von gRZG 136. Den Preis von 2.600 € erzielten zwei weitere Spitzenfärsen. Eine Goldday-Tochter aus der Zucht von Ludger Sondermann aus Bocholt wechselte in einen Zuchtbetrieb im Ennepe-Ruhr-Kreis und eine gerade 22 Monate alte DESK-Tochter, die ebenfalls von Thomas Blömer gezogen wurde, wurde einem Käufer aus dem Märkischen Kreis zugeschlagen.

 

 

Wenig rotbunte Kälber am Markt

Die 49 Zuchtkälber wurden zügig und vollständig an neue Besitzer vermittelt. Der Durchschnittspreis reduzierte sich im Vergleich zum Vormonat auf 394 €. Das mit deutlichem Abstand teuerste Kalb war eine Gold Chip-Tochter aus der Zucht von Bernhard Wacker aus Steinfurt. Gezogen aus der 85-Punkte Snowman-Mutter Leila wurde es für 950 € an einen Käufer aus dem Hochsauerlandkreis verkauft. Für 680 € wechselte eine SHORT CUT-Tochter aus der Zucht von Kathrin Große Stockdiek aus Lienen in einen hessischen Zuchtbetrieb. Dicht auf folgte für den Steigpreis von 670 € eine Alchemy-Tochter, die wiederum von Bernhard Wacker aus Steinfurt verkauft wurde. Sie wurde für einen niedersächsischen Käufer verladen.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 04. März 2014 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

 

 

Preisspiegel 207. Zuchtviehauktion Hamm 04.02.2014

 

Angebot

Verkauft

von - bis / €

Ø / €

Diff./ €

Bullen

39

38

1.100 – 2.800

1774

299

Kühe

1

1

1650 - 1650

1650

150

Rinder

240

236

900 - 3400

1702

-49

Jungrinder

5

4

520 - 760

625

21

Kälber

49

49

200 – 950

394

-57

 

Klemens Oechtering

 

 

 

 

 

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