Erfolgreicher Jahresabschluss bei der Auktion in Krefeld

Auktionsberichte

Zuchtkälbermarkt geräumt

 

Bei der Zuchtkälbervermarktung zum Auktionsauftakt kamen 11 Zuchtkälber sowie die beiden Jungrinder zügig unter den Hammer. Die Preise waren etwas unter dem Vormonatsniveau, doch ist es hier immer wieder schwierig, direkte Preisvergleiche anzustellen. Gerade in dieser Abteilung spielen das Alter, die Abstammung und letztlich auch die Entwicklung der Tiere eine maßgebliche Rolle. Es darf festgehalten werden, dass alles in allem Käufer und Verkäufer mit dem Marktverlauf zufrieden sein dürften. In der Spitze war es ein doppelter Erfolg von Gerd Luyven, Kamp-Lintfort, der mit den jüngsten Zuchtkälbern die Top-Preise erzielte, zum einen für eine Antares-Tochter aus einer Gandolf-Mutter (370 €) und zum anderen eine Defoe-Tochter aus einer Malvoy-Mutter (350 €). Beide jungen Kälber waren sehr gut entwickelt und bleiben in einem Weseler Zuchtbetrieb.


2800 € für Van Gogh-Sohn

Am Bullenmarkt waren 24 herdbuchanerkannte Jungbullen am Start, die im Grunde alle von der Entwicklung und auch den Abstammungsinformationen überzeugen konnten. Im Überstand verblieben vier Bullen. Die zugeschlagenen Jungvererber wechselten für 1540 € im Mittel den Besitzer. In der Spitze war es ein Van Gogh-Sohn von Hermann-Josef Bonhoff, Raesfeld, der zum Tageshöchstpreis von 2800 € an einen Klever Züchter verkauft wurde. Dieser Jungbulle beeindruckte durch ein Exterieur, das in der körperlichen Entwicklung ohne jede Beanstandung war. In der mütterlichen Abstammung führt der Bulle eine tiefe leistungsstarke Bullenmutterfamilie mit allerbesten Inhaltsstoffen. Preislich folgt ein Snowman x Super gezogener Jungbulle, den Rainer Thoenes, Kalkar, im Ring präsentierte. Auch dieser Bulle bestach durch korrekten Körper und klare Fundamente. Die Kuhfamilie geht über Shottle auf eine starke US-Familie zurück. Ein Kunde aus dem Rhein-Sieg-Kreis legte 2500 € für diesen Bullen an. In der Gunst der Kunden folgte ein natürlich hornloser Bulle mit Mind P als Vater. Hermann-Josef Bonhoff präsentierte diesen starken Jungbullen, den ein Züchter im Kreis Viersen für 2100 € in seinem Bestand zum Einsatz bringen wird. Den Steigpreis von 2000 € realisierten die Züchter Heinz Breihahn, Hamminkeln, für einen Morris-Sohn, der in einen saarländischen Zuchtbetrieb geht, sowie Gerd Luyven, Kamp-Lintfort, mit seinem Windbrook-Sohn, der im Kreis Kleve zum Einsatz kommen wird.

 

Top-Färsen stark nachgefragt

Der Markt für Färsen bleibt auch beim Jahresabschluss deutlich belebt. Die qualitätsbewussten Kunden gaben vom Beginn an recht zügig ihre Gebote ab. Am Ende war der Markt dann auch dieses Mal wieder im Grunde komplett geräumt. Der mittlere Zuschlag pendelte sich mit 1826 € auf einem ähnlichen Niveau wie im Vormonat ein. Es war deutlich zu spüren, dass die Nachfrage nach Färsen ungebrochen ist, und so war es dann erfreulich, dass zumindestens die Zahl von knapp 180 Verkaufstieren für die angereisten Kunden zur Verfügung stand. Die Kunden konnten so gezielt ihre Kontingente zusammenstellen. Dass gute Färsen auch Gebote bis 2000 € realisieren können, ist dabei schon lange keine Seltenheit mehr. Diese ‚magische‘ Grenze überschreiten beste Färsen denn aber auch regelmäßig. In der Spitze war es eine äußerst exterieurstarke Tiramisu-Tochter mit einem festen drüsigen Euter, die von der GbR Heribert und Brigitte Peters, Erkelenz, vorgestellt wurde. Diese Top-Färse überzeugte mit einer Einsatzleistung von über 41 kg – ein Züchter aus dem Rhein-Sieg-Kreis legte für diese Qualitätsfärse 2500 € im Ring an. Der gleiche Kunde sicherte sich zuvor für 2300 € eine Mergim-Tochter, die aus der Zucht von Peter van Bebber, Kalkar, stammt. 2400 € legte ein Klever Kunde für eine Leif-Enkelin an, die Rainer Thoenes, Kalkar, im Ring vorstellte. Mit ebenfalls 2300 € verließ folgendes Trio den Ring: zunächst eine rotbunte Kairo-Tochter von Georg Daamen, Bedburg-Hau, die nach Polen verladen wird. Als zweites eine Blue Moon-Tochter von Franz-Josef Ophoves, Nettetal, sowie schließlich eine Logan-Tochter von Klemens Belting, Hamminkeln. Die beiden letztgenannten Färsen gehen in einen Aachener Züchterstall. Diese hier genannten Färsen bestachen selbstverständlich allesamt durch ihre äußerst korrekte Entwicklung, ihre guten Einsatzleistungen und selbstverständlich glänzte bei diesen Färsen das Euter durch die gewünschte Festigkeit und die nachgefragte Drüsigkeit.

 

 

Die nächste Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 15. Januar 2013. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag, 20. Dezember 2013 im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151 – 81899 14 oder per Fax 02151 – 81899 66 entgegengenommen.

 

Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.

 

Dr. Werner Ziegler

 

Preisspiegel

 

Auftrieb

Verkauf

Preisspanne €

Durchschnitts-

preis €

Differenz €

Vormonat

Bullen

24

20

1.000–2.800

1.540

+117

Kühe

1

1

1.800

1.800

+250

Rinder

179

177

1.250-2.500

1.826

-23

 

Jungrinder

2

2

250

250

+250

Kälber

11

11

100-370

263

-47

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