Maiauktion in den Zentralhallen

Auktionsberichte

Deckbullenmarkt

Von den 34 gekörten Bullen konnten bis auf zwei alle an neue Besitzer vermittelt werden. Der Durchschnittspreis pendelte sich bei 1.432 € knapp unter dem Vormonatsergebnis ein. WIT Figaro, ein Fidji-Sohn aus der Zucht von Thomas Wiethege aus Halver, war der teuerste Bullen des Auktionstages. Bei 2.000 € erteilte Auktionator Heinrich Büscher den Zuschlag für den erfolgreichen Käufer aus dem Kreis Borken. WIT Figaro stammt aus einem Kuhstamm der für Leistung und Exterieurpotential bürgt und überzeugte auch mit seinen eigenen Fundamentqualitäten. Seine Großmutter ist keine geringere als die mit 91 Punkten exzellent bewertete Europaschaukuh WIT Geradinche. Preislich nur 100 € dahinter folgte ein SELAYO-Sohn aus der Zucht von Rainer Siegelhoff aus Emmerich. 1.900 € investierte ein Züchter aus dem Hochsauerlandkreis für diesen harmonischen und korrekten Bullen, gezogen aus einem langlebigen und leistungsbereiten Kuhstamm. Den dritten Rang für den Hammerschlag bei 1.800 € teilten sich zwei schwarzbunte Bullen. Mit einem gRZG von 145 wusste ein gerade ein Jahr alter Explode-Sohn aus dem Bestand von Heinrich Dammeier zu gefallen. Seine Großmutter ist die bekannte Shottle-Tochter und Bullenmutter RC Anni VG 88. Er wurde einem Käufer aus dem Kreis Gütersloh zugeschlagen. Mit Langlebigkeit und Schaupotential der Extraklasse im Kuhstamm überzeugte ein Lauthority-Sohn aus der Zucht von Antonius Richter aus Salzkotten. Seine Mutter Gloria ist mit 92 Punkten bewertet und hat die Lebensleistung von 100.000 kg bereits weit übertroffen. Auch dieser Bulle wurde für einen Käufer aus dem Hochsauerlandkreis verladen.

 

TABLEAU-Tochter zum Tageshöchstpreis zugeschlagen

Der Rindermarkt war gekennzeichnet von einer breiten Streuung bei den Tierqualitäten, was sich letztlich auch in der breiten Preisspanne der Zuschlagpreise widerspiegelte und wodurch sich der Durchschnittspreis auf 1.686 € reduzierte. Zwischen der günstigsten und teuersten Färse lagen fast 2000 € Preisunterschied. Während die etwas knapperen Färsen in Bezug auf Leistung und Exterieur nur schwer abzusetzen waren, folgten die Gebote für die korrekten milchbetonten Qualitätsfärsen zügig und erreichten zur Freude der Verkäufer regelmäßig die 2.000 €. Die Spitzenpreise wurden dabei fast ausschließlich mit Töchtern von bekannten RUW-Vererbern erzielt. Den preislichen Tagessieg teilten sich zwei rotbunte Ausnahmefärsen. Katalognummer 192, eine erstklassige TABLEAU-Tochter aus der Zucht der Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt war die erste die nach langem Bietduell den Ring zum Hammerpreis von 2.700 € unter Applaus verließ. Ein Züchter aus dem Kreis Minden-Lübbecke sicherte sich diese Spitzenfärse, die mit einem hervorragend beaderten und wohl proportionierten Euter und einer Einsatzleistung von knapp 40 kg Milch beeindruckte. Mit der gleichen eigenen Leistungsbereitschaft und Spitzenleistungen im Kuhstamm von über 14.000 kg bei Mutter Anabell überzeugte nur kurze Zeit später eine Tochter des RUWSELECT-Bullen CARAMEL, die von Patrick Balster aus Selm zum Verkauf angeboten wurde. Ein Kunde aus Thüringen setzte sich gegen die zahlreichen Mitbieter durch und erhielt den Zuschlag für ebenfalls 2.700 €. Auf dem preislich zweiten Rang für den Steigpreis von 2.500 € folgten eine Focus-Tochter aus der Zucht von Heinrich Morbeck aus Legden und eine TIMRAS-Tochter aus dem Bestand von Friedrich-Karl Hilbk-Kortenbruck aus Hamm, der sich mit einer OMRO-Tochter für 2.400 € im Zuschlag gleich ein weiteres Mal unter den Spitzentieren platzieren konnte. Ebenfalls 2.400 € erzielten Hubert Weber aus Unna für eine weitere OMRO-Tochter und Hermann-Josef Olbing aus Borken für eine junge TABLEAU-Tochter.

 

Großes Angebot am Kälbermarkt zügig nachgefragt

Das umfangreiche Angebot von knapp 70 Kälbern und Jungrindern wurde rege nachgefragt und zu 100 % an neue Besitzer vermittelt. Der Durchschnittspreis reduzierte sich gegenüber dem guten Vormonatsergebnis auf 465 € und lag damit etwas über dem Ergebnis der Märzauktion. Teuerstes Zuchtkalb des Tages war eine SHULAN-Tochter aus der Zucht von Heinrich Drerup aus Neuenkirchen, die für den Preis von 900 € einem Züchter aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein zugeschlagen wurde. Mit 860 € folgte eine STERNGOLD-Tochter aus der Zucht von Frank Osterhaus aus Lengerich, die am Abend der Auktion für eine Käufer aus den Niederlanden verladen wurde. Und mit einer Ladd P-Tochter war Matthias Heimes aus Schmallenberg erfolgreich. Sie wurde für 850 € an einen Züchter aus dem Kreis Borken verkauft.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 04. Juni 2013 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

34

32

   925 – 2.000

1.432

   -14

 

Kühe

4

4

1.150 – 1.850

1.550

  +94

 

Rinder

206

200

   850 – 2.700

1.686

 -180

 

Jungrinder

25

25

   500 – 1.050

716

  +16

 

Kälber

43

43

200 – 900

462

 -113

 

Klemens Oechtering

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