Auktionsvermarktung ist spitze

Auktionsberichte

Es dürfte für potenzielle Verkäufer – und im Grunde ist diese Erkenntnis ja nicht neu – keine günstigere Möglichkeit geben, hochwertige Färsen abzusetzen. Hinzu kommt, dass Märkte heute mehr und mehr durch Kunden bestimmt werden, die sich beim Ankauf mit mehreren Tieren eindecken wollen – dies wiederum erfordert ein umfangreicheres Angebot, das den Markt mit Sicherheit noch interessanter gestaltet.

 

Typstarker Logan-Sohn bringt Spitzenpreis

Am Bullenmarkt wurden 20 der 21 vorgestellten Jungbullen zu mittleren 1548 € zugeschlagen. Dieser mittlere Preis passt sich sehr gut in die Vormonate ein – allerdings läuft dieser Markt doch immer wieder relativ extrem. Die besten Jungbullen stoßen auf breites Interesse und deren Spitzengebote bedingen dann am Ende den akzeptablen Schnitt. Unangefochten als bester Bulle der Herdbuchanerkennung bestand der Logan-Sohn aus dem Zuchtbestand von Gerd Luyven, Kamp-Lintfort, diese Kür. Neben dem extrem starken Exterieur waren selbstverständlich auch die mütterlichen Informationen sowohl hinsichtlich Leistung, aber auch bezüglich der Exterieurbasis tadellos. Dieser sehr starke Jungbulle wurde beim Zuschlag von 3000 € in einen Klever Züchterstall abgegeben. Ebenfalls mit einer sehr überzeugenden körperlichen Entwicklung folgten im Preisgefüge für 2700 € zwei Bullen. Zunächst stellte der Zuchtbetrieb Wolfgang Schüring, Hünxe, einen Tableau-Sohn vor, der aus einer exzellenten Kuhfamilie stammt. Danach folgte ein Van Gogh-Sohn von Rainer Thoenes, Kalkar. Hier steht in der mütterlichen Abstammlung die Laibert-Tochter THI Fire, eine der bekannten Bullenmütter aus der Region. In beiden mütterlichen Papieren besticht auch hier neben der genannten starken Exterieurbasis das hohe Leistungsniveau. Die Bullen gehen in den Rhein-Sieg-Kreis bzw. in den Kreis Neuwied.


Gute Rinder aus der Kollektion Pitz

Am Zuchtkälbermarkt kamen immerhin knapp 40 Tiere zum Auftrieb. Hier sind inzwischen ganz akzeptable Auftriebszahlen, die sicherlich auch bei den Kunden auf positives Echo stoßen. Im Rahmen dieses Marktes stellte der Zuchtbetrieb Bernd Pitz aus Aachen eine Reihe guter Tiere vor, die dann auch den Markt positiv beleben konnten. So verwundert es nicht, dass Tiere aus der Kollektion Pitz auch die Spitzenpreise in der Abteilung erzielten. Väter dieser Tiere waren zweimal Remake P, dann war da eine sehr schicke Duke-Tochter sowie jeweils eine Tochter von Selayo, Carall und Tableau, die alle zu Geboten von 500 € und mehr an die neuen Besitzer abgegeben wurden.

 

3400 € für Spitzenfärse

Der Färsenmarkt entwickelte sich aufgrund der im Vorfeld bereits angekündigten Nachfrage vom Start weg flott. Schon als beinahe selbstverständlich empfinden die Kunden die hervorragende Qualität am Krefelder Markt. Die Färsen zeigten sich durchweg sehr gut entwickelt, bewegten sich auf klaren Fundamenten und glänzten überwiegend durch korrekte, fest ansitzende Euter. Die Kunden honorierten die Qualität entsprechend und so kam es denn zu dem sehr ordentlichen mittleren Zuschlagpreis von 1901 €. Aus den sehr guten Färsen besonders nachgefragt war die Niagra-Tochter von Rainer Thoenes. Diese aus der ZE-Champion-Tochter Naomi gezogene Färse geht zurück auf die Bullenmutter Heidi (V: Luxemburg). Am Ende waren es zwei Kunden, die jenseits der 3000 €-Grenze Interesse zeigten und ein heimischer Züchter behielt dann den längsten Atem und sicherte sich beim Tageshöchstpreis von 3400 € den begehrten Zuschlag. Der Konkurrent um diese Färse war erfolgreich bei 2700 € bzw. zweimal bei 2600 € und wird diese preislich folgenden Färsen demnächst melken. Dies war zum einen eine ganz junge Mr. Alico-Tochter (Mr.Burns x Stadel) aus dem RUW-Zuchtprogramm von Bernhard de Baey, Hamminkeln, die 2700 € erreichte. Mit 100 € Abstand folgten eine Trigema-Tochter von Johannes Seidenfaden, Mechernich, sowie eine Zabing-Tochter, die Gerhard Quinders, Sonsbeck, zum Verkauf gemeldet hatte. Im Quartett der Spitzenfärsen findet sich mit der Rossberg-Tochter (Roumare x Lheros) eine weitere Färse aus dem RUW-Zuchtprogramm, die von Willi Achten, Kempen, für 2500 € im Ring zugeschlagen wurde. Erfreulich ist, dass bei den Vätern der weiteren Spitzenfärsen immer wieder Bullen wie Malvoy und Radon im Ring vorgestellt werden.

 

Die nächste Zuchtviehauktion der Rinder-Union West eG findet statt am 22. Mai 2013. Anmeldungen für diese Auktion sollten bis Freitag, den 03. Mai 2013 im RUW-Regionalzentrum in Krefeld vorliegen und werden unter Tel. 02151 – 81899 14 oder per Fax 02151 – 81899 66 entgegengenommen. Die Kataloge zu unseren Auktionen können unter www.ruweg.de heruntergeladen werden.

 

Dr. Werner Ziegler


 

 

Auftrieb

Verkauf

Preisspanne €

Durchschnitts-

preis €

Differenz €

Vormonat

Bullen

21

20

1.000 – 3.000

1.548

+23

Kühe

1

1

2200

2.200

+608

Rinder

113

113

1.200 – 3.400

1.901

+105

Jungrinder

9

9

400 – 570

482

-1.230

Kälber

29

26

180 – 520

338

-13

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