Gelungener Jahresauftakt

Auktionsberichte

Anziehende Preise am Deckbullenmarkt

Nach der Verbandsanerkennung standen 42 Bullen zum Verkauf bereit, die zum Großteil an neue Besitzer vermittelt wurden. Der Durchschnittspreis stieg im Vergleich zum Dezembermarkt deutlich an und betrug 1.474 € im Mittel. Den Tageshöchstpreis erzielte Thomas Langenberg aus Bocholt mit Morico, einem Sohn des RUWSELECT-Bullen MORRIS. MORRIS ist ein Fidelity-Sohn  mit gRZG 145. Morico selbst überzeugte mit fester Oberlinie und harmonischen Bewegungsabläufen und entstammt einem exterieur- und leistungsstarken Kuhstamm. Beim Steigpreis von 2.500 € fiel der Hammer für den erfolgreichen Käufer aus dem Kreis Warendorf. Aus der Zucht von Michael Schnöde-Erves aus Eslohe stammte der Fidelity-Sohn Fillazy, der mit hohen Inhaltsstoffgehalten im Kuhstamm zu beeindrucken wusste. Für 2.300 € ging der Zuschlag an einen Kunden aus dem Oberbergischen Kreis. Fillazy war damit der teuerste rotbunte Bulle des Auktionstages. Auf dem preislich dritten Rang für 2.000 € folgte der Windhammer-Sohn RH Windsor aus der Zucht von Antonius Richter aus Salzkotten. Über Mutter RH Maryrose EX 90 geht RH Windsor zurück auf die bekannte RH Meggilee EX 91. Und auch RH Windsor selbst könnte mit einem hervorragend gestellten Fundament überzeugen. Er wird zukünftig in einem hessischen Betrieb zum Einsatz kommen. Nur 100 € weniger erzielte die Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt mit einem hervorragend entwickelten Sohn des bekannten RUWSELECT+-Vererbers DESK, der in den Kreis Borken verladen wurde. Ebenfalls für 1.900 € zugeschlagen wurde Mr. Bet, ein Mr. Burns-Sohn aus der Zucht von Michael Schnöde-Erves aus Eslohe. Mutter Bettina EX 90 und Großmutter Betty EX 91 bürgen für Leistungsbereitschaft und Langlebigkeit. Der Bulle wurde an einen Züchter aus dem heimischen Hochsauerlandkreis  verkauft.

 

Spitzenfärse erzielte 3.300 €

Gut 260 Färsen wechselten  bei der ersten Zuchtviehauktion des Jahres 2014 in Hamm den Besitzer. Die Nachfrage nach guten Produktionsfärsen war auch kurz vor dem Ende des Milchquotenjahres weiterhin gegeben. Sowohl die inländischen als auch die ausländischen Kunden deckten ihren Bedarf aus dem breit aufgestellten Angebot. Der Durchschnittspreis pendelte sich bei 1.751 € etwas über dem Vormonatsniveau ein. Den Tageshöchstpreis erzielte dabei die Jordan-Tochter Fitness aus der Zucht von Franz-Josef Senger-Stuftei aus Ennigerloh. Fitness ließ kaum Wünsche an eine junge Färse offen. Sie präsentierte sich jugendlich frisch und mit viel Schauappeal im Auktionsring. Das alles gepaart mit einer Einsatzleistung von gut 36 kg Milch und einem leistungsstarken Kuhstamm im Pedigree waren mehr als genug Gründe für ein äußerst lebhaftes Bietgeschehen bei dieser jungen Spitzenfärse. Bei 3.300 € fiel der erlösende Hammerschlag für den neuen Besitzer aus Niedersachsen. Nur knapp dahinter platzierte sich eine Hayden-Tochter aus dem Bestand von Meinolf Heihoff Schwede aus Delbrück auf dem zweiten Rang. Ihre Einsatzleistung von gut 44 kg Milch erbrachte sie aus einem schön ausbalancierten und mit einem starken Zentralband optimal aufgehängten Euter. Für 3.200 € wurde sie ebenfalls an einen niedersächsischen Züchter verkauft. Mit etwas Abstand folgte mit WIT Shari, eine weitere Jordan-Tochter, auf dem preislich dritten Rang. Mutter Shotti VG 89 erbracht in der dritten Laktation knapp 19.000 kg Milch und im Durchschnitt der ersten drei Laktationen gut 16.000 kg Milch. WIT Shari wurde von Thomas Wiethege aus Halver an einen Züchter aus dem Hochsauerlandkreis verkauft. 2.500 € erzielte Thomas Langenberg aus Bocholt für die Romme-Tochter Hanuta, die zukünftig in Thüringen gemolken wird. Aus der Zucht von Gerhard Wedell aus Kamen stammte eine RULETO-Tochter die für 2.400 € in einen Züchterstall im Kreis Gütersloh wechselte. Zum gleichen Preis verkaufte die Niemeier GbR aus Marienmünster eine Alexander-Tochter an einen Züchter aus dem Hochsauerlandkreis.

 

SHORT CUT-Töchter waren gefragt

Die 42 aufgetriebenen Zuchtkälber wurden zügig und zu einem ansprechenden Durchschnittspreis von 451 € vermittelt. Den Höchstpreis am Zuchtkälbermarkt erzielte Conrad Hinnemann aus Laer mit einer SHORT CUT-Tochter, gezogen aus einer 88-Punkte GIBOR-Mutter. Für 720 € wurde das Kalb an einen hessischen Züchter verkauft. Nur knapp dahinter folgte eine weitere SHORT CUT-Tochter, diesmal aus der Zucht von Heinrich Drerup aus Neuenkirchen. 680 € investierte ein Züchter aus dem Kreis Olpe in dieses junge Zuchtkalb. Den preislich dritten Rang sicherte sich Friedrich Vogt aus Unna mit einer Parker P-Tochter, die für 620 € in die Niederlande exportiert wurde.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 04. Februar 2014 statt. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis/€

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

42

35

   900 – 2.500

1.474

  +153

 

Kühe

3

3

1.150 – 2.000

1.500

     -50

 

Rinder

269

264

   900 – 3.300

1.751

    +25

 

Jungrinder

11

11

    340 – 760

  604

  +604

 

Kälber

42

42

    280 – 720

  451

    +62

 

Klemens Oechtering

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