Dezemberauktion in Hamm

Auktionsberichte
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Aus der Zucht von Michael Roer aus Everswinkel stammt diese kapitale LEMOND-Tochter (Kat.-Nr. 144). Sie überzeugte mit einem festansitzenden Euter und korrekt gestelltem Fundament und wurde zum Steigpreis von 2.000 € an einen Züchter aus dem Eifelkreis Daun verkauft. Foto: Klemens Oechtering

Rotbunte Bullen waren begehrt

Insgesamt 39 gekörte Bullen standen den Käufern am Deckbullenmarkt der Dezemberauktion zur Auswahl. Während alle zwölf rotbunte Bullen zum Durchschnittspreis von 1.738 € verkauft werden konnten, verhielt sich die Nachfrage nach ihren schwarzbunten Artgenossen etwas verhaltener, so dass nachfragebedingt einige Bullen im Überstand verblieben. Der Durchschnittspreis für alle Bullen reduzierte sich im Vergleich zum Vormonat deutlich und betrug 1.423 € im Mittel. Der teuerste Bulle und gleichzeitig der Preissieger des Auktionstages war RH Laros, ein Larson-Sohn aus der Zucht von Antonius Richter aus Salzkotten. Ein Züchter aus dem Kreis Heinsberg hatte sich diesen Bullen ausgesucht und erhielt nach langem Bieten den Zuschlag bei 3.200 €. RH Laros stammt mütterlicherseits aus dem bekannten Meggilee-Stamm, der für herausragende Leistungs- und Exterieurqualitäten bekannt ist. Den preislich zweiten Rang mit dem Hammerpreis von 1.900 € teilten sich gleich vier korrekte und ausgeglichene Bullen. Ein Snowman-Sohn aus dem Bestand von Frank Osterhaus aus Lengerich wurde in den Ennepe-Ruhr-Kreis verkauft. Ein Jerudo-Sohn aus der Zucht von Ludger Kuhlage aus Warendorf wechselte in den Ruhr-Lippe-Kreis. Ein DEEDLE-Sohn von Rainer Spiegelhoff aus Emmerich wurde für einen Coesfelder Käufer verladen und ein Fidelity-Sohn aus der Lölfer & Guhle GbR aus Steinfurt wird im Kreis Borken zum Einsatz kommen.

 

Jetlag-Tochter für 2.700 € verkauft

Der Färsenmarkt war bestimmt durch eine starke Nachfrage aus dem eigenen Zuchtgebiet. Rinder mit ansprechendem Fundament und Euter erreichten schnell Gebote von 2.000 € und mehr, so dass der Durchschnittspreis auf 1.753 € im Vergleich zum Novembermarkt weiter anstieg. Die teuerste Färse war eine klasse Tochter des bewährten RUW-Vererbers JETLAG aus der Zucht von Rudolf Vennemann aus Steinfurt. Mit einer Einsatzleistung von gut 36 kg Milch bei besten Inhaltsstoffgehalten und einem Erstkalbealter von  25,5 Monaten konnte diese junge Färse rundherum überzeugen und wurden für den Preis von 2.700 € einem Züchter aus dem Kreis Recklinghausen zugeschlagen. Insgesamt sieben Jetlag-Töchter standen im Auftrieb, die durchschnittlich 2.036 € erlösten. Dicht auf folgte eine ebenbürtige Curtis-Tochter aus der Zucht von Berthold Krumbeck aus Warendorf, für die sich der Hammer beim Preis von 2.600 € senkte. Sie war damit die teuerste rotbunte Färse des Tages und wird zukünftig in einem thüringischen Milchviehbetrieb ihre Leistung erbringen. Der gleiche Käufer sicherte sich zum Preis von 2.400 € auch eine tadellose Aspen-Tochter aus der Zuchtherde von Norbert Knipping aus Ahlen. Ebenfalls 2.400 erzielte Rudolf van Hal aus Isselburg für eine hervorragende MALVOY-Tochter, die einmal mehr bestätigte, warum der RUW-Vererber MALVOY zu den aktuell besten rotbunten Bullen weltweit gehört. Diese Spitzenfärse wechselte in einen Züchterstall im Kreis Gütersloh.

 

Stabiler Zuchtkälbermarkt

Das Angebot von gut 40 Jungrindern und Kälbern war qualitativ wie quantitativ ansprechend und wurde komplett an neue Besitzer vermittelt. Der Durchschnittspreis tendiert absolut stabil und betrug wiederum knapp 400 €. Das mit Abstand teuerste Zuchtkalb des Tages war eine Colt-P-Tochter aus der Zucht von Friedrich Vogt aus Unna. Bis auf 1.000 € kletterte der Steigpreis für dieses sehr korrekte und aller bestens entwickelte Kalb, bevor Auktionator Josef Kotthoff den Zuschlag für einen Züchter aus dem Kreis Olpe erteilte. Auf dem zweiten Rang folgte eine schicke CARALL-Tochter, gezogen von der Bernsmann GbR aus Dorsten, die zum Preis von 520 € für einen Züchter aus dem Hochsauerlandkreis verladen wurde. Für den Preis von 500 € wurden insgesamt vier Zuchtkälber verkauft. Unter ihnen waren zwei Töchtern der RUW-Bullen LEMOND und RULETO aus der Zucht von Thorsten Pröbsting, Nordwalde bzw. Heinrich Lenfers, Senden sowie eine Moliere-Tochter aus der Kayser GbR aus Eslohe und eine Support-Tochter gezogen von Heinz Werner Brand aus Herzebrock-Clarholz.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 08. Januar 2013 statt. Bereits einige Tage zuvor am Freitag, den 04. Januar 2013 zeigen die RUW-Jungzüchter ihr Geschick beim Vorführwettbewerb des Jungzüchtertages. Am Abend folgt dann die 22. Auflage des HighlightSALE, der mit einem exklusiven Angebot von 34 außergewöhnlichen Verkaufstieren auf höchstem Niveau aufwartet. Auktionskataloge können bei der RUW unter 0251/9288-226 angefordert werden und stehen auf der Internetseite unter www.ruweg.de zum Download bereit.

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

39

35

1.000 – 3.200

1.423

 -235

 

Kühe

2

2

  880 - 1.600

1.265

 -335

 

Rinder

217

216

  860 – 2.700

1.753

  +20

 

Jungrinder

12

12

   420 – 720

552

   -75

 

Kälber

46

46

   300 – 1.000

399

   +1

 

Klemens Oechtering

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