Septemberauktion in Hamm

Auktionsberichte

 

Deckbullenmarkt etwas ruhiger

Die Nachfrage nach Deckbullen war etwas verhaltener als im Vormonat und so verblieben einige der 36 gekörten Bullen im Überstand. Dementsprechend gab auch der Verkaufspreis etwas nach und pendelte sich bei durchschnittlich 1.387 € für die verkauften Bullen ein. Deutlicher Preissieger des Tages war Joreid, ein tiefschwarzer, typstarker Jordan-Sohn aus der Warner GbR aus Rahden. Höchstleistungen im Kuhstamm von über 12.000 bzw. 15.000 kg Milch bei Mutter Eiwa und Großmutter Ellena überzeugten dabei genauso wie die Exterieurqualitäten. Mutter Eiwa wurde als Färse mit 87 Punkten bewertet und Großmutter Ellena nach dem vierten Kalb mit 92 Punkten exzellent eingestuft. Alles gepaart mit einem absolut überzeugenden eigenen Erscheinungsbild, ließ einen Käufer aus dem Kreis Steinfurt 2.200 € in diesen Bullen investieren. Aus der Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt stammte Macarele, eine Man-O-Man-Sohn, gezogen aus PM Carmen. Während sein Vollbruder einen Monat zuvor am gleichen Platz zum Tageshöchstpreis verkauft wurde, wurde dieser tadellose Bullen zum Preis von 1.800 € zugeschlagen. Er wird zukünftig im Kreis Recklinghausen zum Deckeinsatz kommen. Den preislich dritten Rang teilten sich zwei rotbunte Bullen, die für 1.700 € nach Hessen und in den Kreis Steinfurt verladen wurden. Zum einen ein Mr. Angelo-Sohn aus dem Bestand von Berthold Brügge aus Tecklenburg. Und zum anderen ein Deedle-Sohn aus der Zucht der Lölfer & Guhle GbR aus Steinfurt.

 

 

Schwarzbunte Färsen in der Spitze

 

Die Käufer aus den heimischen Regionen setzten die Eckpunkte für den Verlauf des Rindermarktes. Sie fragten verstärkt die Tiere aus dem Spitzensegment nach, was regelmäßig zu Zuschlagpreisen von 2.000 € und mehr führte. Das der Durchschnittspreis auf mittlere 1.649 € gegenüber dem Vormonat etwas nachgab, war letztlich der breit gefächerten Qualität zuzuschreiben. Tiere mit kleineren Mängeln und Ansagen konnten nur mit Preiszugeständnissen vermarktet werden, was bei einer fast hundertprozentigen Verkaufsquote allerdings dennoch gut gelang. Die Färsen der schwarzbunten Farbrichtung teilten an diesem Tag die Spitzenplätze nahezu komplett unter sich auf. Den Tageshöchstpreis von 2.300 € sicherte sich eine mit Rahmen und Stärke überzeugende Classic-Enkelin aus der Zucht der Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt. Ein Züchter aus dem Kreis Recklinghausen bewies den längsten Atem und erhielt am Ende den Zuschlag für diese Topfärse aus leistungsstarkem Kuhstamm. Den Silberrang mit einem Hammerschlag bei 2.200 € teilten sich zwei Töchter der bekannten und beliebten RUW-Vererber MONTAGNE und DUBBY. Aus der Zucht von Friedrich Tietze aus Versmold stammte die MONTAGNE-Tochter Diva, die mit 38 kg Einsatzleistung, ermolken aus einem drüsigen, schön ausbalancierten Euter, und korrekt gestelltem Fundament überzeugte. Ein Käufer aus dem Raum Herford-Bielefeld sicherte sich die Spitzenfärse, die durch den RUW-Auktionsservice hervorragend präsentiert und verkauft wurde. Die zweite im Bunde war eine DUBBY-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Detlef Knoop aus Salzkotten. Sie war der vorgenannten Färse absolut ebenbürtig und trat am Abend der Auktion die Reise ins benachbarte Belgien an. Weitere sieben Färsen erzielten Preise von 2.100 €, darunter Töchter der bekannten Vererber MALVOY, FOLLETO, Laudan, Classic und Cassano.

 

Zügiger Kälbermarkt

Die angebotenen Jungrinder und Kälber wurden wiederum zügig nach gefragt. Und wie im Vormonat waren es die Töchter der RUW-Vererber wie SHULAN, FOLLETO, OMJET, MALVOY und TABLEAU, die ins Auge fielen. Erfolgreichster Verkäufer am Kälbermarkt war Volker Detering aus Halle. Eine erstklassige MALVOY-Tochter aus seinem Bestand sicherte sich ein niedersächsischer Käufer für den Spitzenpreis von 620 € und ein hervorragend entwickeltes OMJET-Kalb wechselte für den Zuschlag bei 600 € in den Kreis Paderborn. Ebenfalls 600 € erzielte der Zuchtbetrieb Westhues aus Rheda-Wiedenbrück mit einer schicken FOLLETO-Tochter, die im heimischen Kreis Gütersloh verblieb. Der mittlere Zuschlagpreis bei den Kälber reduzierte sich leicht und betrug am Ende der Versteigerung 456 € im Durchschnitt.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 02. Oktober 2012 statt.

 

 

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

36

33

980 – 2.200

1.387

 -196

 

Kühe

2

2

1.200 – 1.300

1.250

 -150

 

Rinder

131

130

800 – 2.300

1.649

  -36

 

Jungrinder

4

4

400 – 720

580

  -85

 

Kälber

34

34

340 – 620

456

  -34

 

Klemens Oechtering

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