Starke Nachfrage in Hamm

Auktionsberichte

3.200 € für Man-O-Man-Sohn

Das große Bullenangebot für den Monat August beeindruckte mit einer einheitlichen und guten Qualität. Alle 43 Bullen wurden zum deutlich gestiegenen Durchschnittspreis von 1.584 € an neue Besitzer vermittelt. Die Steigpreise rangierten dabei zwischen 1.000 € und 3.200 €. Den Tageshöchstpreis erzielte die Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt mit Marceno, einem Man-O-Man-Sohn gezogen aus PM Carmen EX91, einer Tochter der bekannten aha Carla EX95. Marceno überzeugte mit Milchleistung, Inhaltsstoffen und Exterieur im Kuhstamm und einem eigenen genomischen Zuchtwert von gRZG 135. Ein Käufer aus dem Hochsauerlandkreis bewies den längsten Atem und sicherte sich den Zuschlag für diesen stark entwickelten und korrekten jungen Bullen. Auf dem preislich zweiten Rang platzierte sich ein Desk-Sohn aus der Zucht der Köster KG aus Steinfurt. Mutter Kamilla ist mit 91 Punkten bewertet und war Siegerkuh der alten Kuhklassen anlässlich der letztjährigen RUW-Schau. Der Bulle wird zukünftig im Kreis Bitburg-Prüm zum Einsatz kommen. Auf dem dritten Platz folgte der teuerste rotbunte Bulle des Tages, der Mitey-Sohn Mitoni. 2.700 € erzielte die Wiewer-Rellmann GbR für diesen harmonischen Bullen, der in einen großen Milchviehbetrieb in Sachsen-Anhalt wechselte. Mit Mutter Melanie EX90 und Großmutter Morelle EX93 bleiben auch bei Mitoni in puncto Exterieur und Leistung keine Wünsche offen. Gleich mit zwei Bullen reihte sich Frank Osterhaus aus Lengerich in die Riege der erfolgreichen Verkäufer ein. Zum einen ein tadelloser Atwood-Sohn gezogen aus der Europaschaukuh WIT Geradinche EX91 der für 2.500 € nach Sachsen-Anhalt verkauft wurde. Und zum zweiten ein hervorragend entwickelter Audacity-Sohn für den Hammerschlag bei 2.200 €, der seinen Deckeinsatz in einem luxemburgischen Zuchtbetrieb verrichten wird.

 

Färsenmarkt bei steigenden Preisen zügig geräumt

Dem überschaubaren Angebot am Färsenmarkt stand eine äußerst rege Nachfrage gegenüber. Die gute und ausgeglichene Qualität, insbesondere bei den jungen Färsen, führte zu einem deutlich angestiegenen Preisniveau von durchschnittlich 1.685 € und einem komplett geräumten Markt. Den Tageshöchstpreis von 2.300 € erzielten gleich zwei Färsen ohne Fehl und Tadel. Eine Savard-Tochter aus der Niemeier GbR aus Marienmünster wurde an einen hessischen Züchter verkauft und eine Stanid-Tochter gezogen von der Köster KG aus Steinfurt wurde am Abend für einen Käufer aus Schleswig-Holstein verladen. Der gleiche Kunde sicherte sich für den Zuschlag bei 2.200 € eine Eleve-Tochter aus der Zucht von Friedrich Tietze aus Versmold. Diesen Preis erlöste auch die Köster KG für eine Butch-Färse, die in einen Zuchtbetrieb im Ruhr-Lippe-Kreis wechselte. Den preislich dritten Rang mit 2.100 € teilten sich drei weitere Färsen, die dem Spitzenquartett in Bezug auf Leistungsbereitschaft und Exterieurmerkmale nahezu ebenbürtig waren. Im Einzelnen waren dies eine GIBOR-Tochter aus der Zucht von Frank Hötger aus Balve, eine DUBBY-Tochter aus dem Bestand von Maria Stilling-Frankemöll aus Ahaus und eine Toystory-Tochter aus dem Betrieb von Markus Wissmann aus Nordkirchen.

 

RUW-Genetik bestimmt den Kälbermarkt

40 Jungrinder und Kälber standen im Auftrieb. Besonders die Töchter der aktuellen RUW-Bullen SHULAN, CARALL und TABLEAU stachen dabei ins Auge, da sie sowohl von der Anzahl als auch qualitativ den Markt bestimmten. SHULAN hieß der Vater der beiden teuersten Kälber aus der Zucht von Bernhard Groten aus Dülmen, die für 700 € bzw. 660 € an Züchter aus dem Kreisen Höxter und Soest verkauft wurden. Mit einem Steigpreis von 600 € folgte eine CARALL-Tochter aus der Bernsmann GbR aus Dorsten, die einem Borkener Züchter zugeschlagen wurde. Gleich mit zwei TABLEAU-Töchtern und einer OMATIDO-Tochter war Georg Ungruh aus Hopsten erfolgreich. 580 € erzielten diese drei Kälber im Zuschlag. Den gleichen Preis erzielten Heinrich Lenfers aus Senden mit einer weiteren SHULAN-Tochter und die Bernsmann GbR mit einer Gandolf-Tochter. Der durchschnittliche Preis für Zuchtkälber pendelte sich bei 490 € ein und bewegte sich damit ungefähr auf dem Niveau der Vormonatsauktion ohne Berücksichtigung der Sonderkollektion.

 

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 04. September 2012 statt.

 

 

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

43

43

1.000 – 3.200

1.584

 +154

 

Kühe

1

1

1.400

1.400

   -50

 

Rinder

127

127

 850 – 2.300

1.685

 +127

 

Jungrinder

5

4

  600 – 720

665

  -115

 

Kälber

35

34

  320 – 700

490

  -256

 

Klemens Oechtering

 

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