Hammer Zuchtviehmarkt: Qualität wurde honoriert

Auktionsberichte
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Mit einer Einsatzleistung von über 40 kg Milch und einem tadellosen Exterieur überzeugte diese JETLAG-Tochter (Kat.-Nr. 138) aus der Zucht der Niemeier GbR aus Marienmünster. Sie wurde zum Tageshöchstpreis von 2.500 € verkauft und wird zukünftig in Thüringen ihre Leistung erbringen. (Foto: Klemens Oechtering)

Das die Durchschnittspreise für die Färsen dennoch nachgaben, verwundert vor dem Hintergrund der Preisentwicklungen auf dem Milchmarkt nicht allzu sehr. Parallel dazu fiel die Nachfrage aus dem europäischen Ausland mit einer Exportquote von gut 25 % etwas verhaltener als in den Vormonaten aus, so dass der Großteil des Auftriebs im RUW-Zuchtgebiet und den angrenzenden Bundesländern abgesetzt wurde.


Preise für Deckbullen deutlich gestiegen

Insgesamt 31 Bullen wurden aufgetrieben und gekört, hiervon wurden 28 Bullen an neue Besitzer vermittelt und von diesen ein Viertel zu Preisen von 2.000 € und mehr. Der mittlere Zuschlagpreis steig auf knapp 1.600 € an und ist Beleg für die einheitliche und gute Qualität der vorgestellten Deckbullen. Auf ihn hatten die Rotbuntzüchter gewartet. Mit der Katalognummer 26 kam Fiasco, ein Fiction-Sohn, aus der Zucht von Frank Osterhaus aus Lengerich zum Verkauf. Gezogen aus der leistungsstarken CARMANO-Mutter Almfee und mit einem gRZG von 130 wurde Fiasco für seinen Verkäufer nun wahrlich kein „Fiasko“. Gleich mehrere Kunden wetteiferten mit Ihren Geboten um diesen stark entwickelten und korrekten Bullen. Ein Züchter aus dem Oberbergischen Kreis setzte sich am Ende durch und sicherte sich Fiasco zum Tageshöchstpreis von 3.000 €. Mit einem schönen Seitenbild und einem klasse Fundament präsentierte sich WIN Takko aus der Winter GbR aus Oelde im Auktionsring. Dieser junge TABLEAU-Sohn wurde aus WIN Akana gezogen und ist damit ein weiteres Mitglied, des für Leistung und Inhaltsstoffe bekannten Winter’schen A-Stamm. 2.700 € investierte ein Stammkunde aus dem Kreis Recklinghausen in diesen Spitzenbullen. Auf dem dritten Rang folgte ein Sohn des beliebten RUW-Vererbers JETLAG. Jewel stammte aus dem Bestand von Berthold Brügge aus Tecklenburg und wurde für 2.300 € einem Käufer aus dem Kreis Borken zugeschlagen. Dicht auf folgte mit einem Steigpreis von 2.200 € ein Beacon-Sohn aus der Zucht von Dirk Baumeister aus Gütersloh, der zukünftig in Hessen zum Einsatz kommen wird.


JETLAG-Tochter für 2.500 € verkauft

War es bei den Deckbullen noch Rang drei für einen JETLAG-Sohn so erzielte eine JETLAG-Tochter am Färsenmarkt den Tageshöchstpreis von 2.500 €. Aus der Zucht der Niemeier GbR aus Marienmünster stammte diese Spitzenfärse, die mit der Kombination aus einem klasse Exterieur gepaart mit einer Spitzeneinsatzleistung von gut 42 kg Milch zu überzeugen wusste. Ein Käufer aus Thüringen ließ nicht locker und sicherte sich am Ende den Zuschlag. Preislich nur knapp dahinter folgten zwei Färsen, die für den Hammerschlag bei 2.400 € ebenfalls Richtung Thüringen verladen wurden. Zum einen eine Frontrunner-Tochter aus der Zucht von Antonius Richter aus Salzkotten und zum anderen eine Cassano-Tochter aus dem Bestand von Hermann-Josef Schulze-Zumloh aus Warendorf, die der Tagessiegerin in puncto Leistungsbereitschaft und Exterieur ebenbürtig waren. Und noch eine weitere Färse aus dem Bestand von Antonius Richter erzielte einen Spitzenplatz. Eine Deuce-Tochter wurde für 2.200 € einem Züchter aus dem Hochsauerland zugeschlagen. Vier weitere Rinder erzielten 2.100 € und wurden zum größten Teil an einen Käufer aus Belgien vermittelt. Der Durchschnittspreis pendelte sich am Ende des Auktionstages bei 1.512 € ein. Die breite Preisspanne von 800 bis 2.500 € veranschaulicht dabei das differenzierte, sehr qualitätsorientierte Käuferverhalten des Auktionstages.

 

Kleiner Kälbermarkt zügig geräumt

Das Angebot von 25 Jungrindern und Zuchtkälber war nicht zu umfangreich, überzeugte aber durch einheitlich und gute Qualität und könnte äußerst flott an neue Besitzer vermittelt werden. Der Durchschnittspreis für die Kälber stieg auf im Mittel 451 € im Vergleich zum Vormonat wieder an. Das teuerste Kalb des Tages war eine stark entwickelte RADON-Tochter aus der Zucht von Karl-Heinz Richwin aus Detmold. Gezogen aus einer leistungsstarken LOBITO-Mutter wechselte es zum Preis von 660 € in einen Züchterstall im Saarland. Den gleichen Reiseweg schlug eine Goli-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Mechthild van Ueuem aus Velen ein, die einen Zuschlagpreis von 540 € erzielte. Für 520 € war der gleiche Verkäufer mit einer SHULAN-Tochter gezogen aus einer JETLAG-Mutter ein weiteres Mal sehr erfolgreich. Teuerstes rotbuntes Kalb der Auktion war eine STAVROS-Tochter aus der Zucht von Heinz Schlattmann aus Steinfurt, die für den Preis von ebenfalls 520 € in den Kreis Soest verkauft wurde.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 3. Juli 2012 statt.

 

Katalog: 188. Hammer Zuchtviehauktion

 

 

Klemens Oechtering


Preisspiegel

 

 

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

Bullen

31

28

940 – 3000

1595

+143

 

Kühe

6

5

960 – 2300

1482

+63

 

Rinder

136

135

800 – 2500

1512

-109

 

Jungrinder

7

7

460 – 580

504

-99

 

Kälber

18

18

280 – 660

451

+68

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