Stabiler Zuchtviehmarkt in Hamm

Auktionsberichte

Snowman-Sohn für 2.900 €

Die Katalognummer 13 war die Glücksnummer des Auktionstags. Zum Tageshöchstpreis von 2.900 € wurde Snowtip, ein junger Snowman-Sohn, aus der Zucht von Frank Hötger aus Balve verkauft. Das Fell fast identisch wie sein Vater gezeichnet und mit Stärke und besten Fundamenten ausgestattet fand dieser Bulle reichlich Zuspruch. Zwei Interessenten lieferten sich eine langes Bietduell, das letztlich ein Züchter aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein für sich entschied. Der leistungs- und inhaltsstoffstarke Kuhstamm mit der schauerfahrenen und mit 86 Punkten bewerteten Mutter Tamara sowie ein genomischer Zuchtwert von gRZG 132 mit ausgeglichenen Teilzuchtwerten rundeten das Bild von Snowtip ab. Aus der Zucht von Dirk Baumeister aus Gütersloh stammte der Magna P-Sohn BHG Magnum. Magnum wurde aus der 87 Punkte September-Tochter BHV Vanity gezogen und punktete mit Hornlosigkeit und einem überzeugenden eigenen Exterieur. Für 2.100 € verließ er die Zentralhallen am Auktionsabend in Richtung Baden-Württemberg. Für 1.800 € und 1.900 € folgten dicht auf zwei Planet-Söhne aus der Köster KG aus Steinfurt. Mutter dieser beiden Vollbrüder ist keine geringere als die bekannte Bullenmutter HFP Queen, die bereits mehrere Söhne auf verschiedenen Besamungsstationen stehen hat. Sie werden im Hochsauerlandkreis und in Süddeutschland zum Deckeinsatz kommen. Ebenfalls ins Hochsauerland verkauft, diesmal für 1.750 €, wurde ein CARAMEL-Sohn aus der Zucht von Patrick Balster aus Selm. Der Durchschnittspreis für die Deckbullen war leicht rückläufig und pendelte sich bei 1.452 € ein.

 

 

Steigender Preis am Färsenmarkt

Der Färsenmarkt war mit 164 Tieren für den Monat Mai recht ordentlich beschickt. Die Käufer agierten äußerst preisbewusst in Bezug auf die etwas schwächeren Tiere, waren aber durchaus bereit für, in puncto Leistung und Exterieur, ansprechende Rinder Geld zu investieren. So entwickelte sich ein zügiges Marktgeschehen mit einem um 50 € gestiegenen Durchschnittschnittspreis von 1.621 €. Den höchsten Preis erzielte Hartmut Landwehr aus Steinhagen mit einer Devil-Tochter gezogen aus der Classic-Mutter Elsi. Elsi’s Urgroßmutter Emmy, eine BELT-Enkelin, wurde im November 1998 selbst in Hamm auf der Auktion zugekauft. 38,4 Kg Milch in der ersten Stallkontrolle, ein schön beadertes, langgestrecktes und fest ansitzendes Euter sowie korrekt gestellte Fundamente sprachen für sich und ließen den Preis für diese Ausnahmefärse bis auf 2.500 € steigen bevor der Hammer für den neuen Besitzer aus dem Kreis Gütersloh fiel. Der gleiche Züchter sicherte sich für 2.300 € eine gerade 24 Monate alte elegante Bogart-Tocher aus der Zucht von Friedrich Niemeyer aus Petershagen. Für jeweils 2.400 € im Zuschlag wurden eine Savard-Tochter aus der Wiewer-Rellmann GbR aus Drensteinfurt und eine Cassano-Tochter aus dem Bestand von Christian Werny aus Borchen verkauft. Beide Färsen überzeugten mit starker Leistung und tadelosem Exterieur. Sie wechselten in einen Zuchtbetrieb im Kreis Kleve. Den gleichen Weg nahm auch eine GOKART-Tochter aus der Zucht von Helmut Eikenhorst aus Rahden, die für 2.300 € verkauft wurde.

 

1.300 € für Sterngold-Zuchtkalb

Höhepunkt des Zuchtkälbermarktes war eine STERNGOLD-Tochter aus der Bernsmann GbR aus Dorsten. Gezogen aus der mit 86 Punkten bewerteten Laudan-Mutter Almea, war bei diesem Ausnahmekalb nicht nur der Name des Vater golden, auch der Zuschlagpreis von 1.300 € sorgte für Applaus auf den Zuschauerrängen. Ein Züchter aus Hessen setzte sich beim Bieten gleich gegen mehrere Mitbewerber erfolgreich durch. Mit einem gRZG von 144 gehört der Stol Joc-Sohn STERNGOLD zu den interessantesten und am stärksten eingesetzten genomisch geprüften Bullen aus dem RUWSELCET+-Angebot. Der gleiche Käufer sicherte sich für den Preis von 620 € eine tadellose Logan-Tochter aus der Zucht von Antonius Schulte aus Büren. Den preislich dritten Rang belegte eine HKT-Tochter, die wiederum von der Bernsmann GbR angeboten und an einen Züchter aus dem Kreis Borken verkauft wurde. Am Ende des Kälbermarktes waren alle 36 aufgetriebenen Kälber für den Durchschnittspreis von 383 € an neue Besitzer vermittelt worden. Das reduzierte Preisniveau ist dabei auf eine hohe Anzahl junger Kälber zurückzuführen.

 

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 05. Juni 2012 statt.

 

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

35

30

  900 – 2.900

1.452

   -52

 

Kühe

9

8

1.250 – 1.700

1.419

  -681

 

Rinder

164

160

1.000 – 2.500

1.621

  +50

 

Jungrinder

6

6

   500 – 800

603

   -90

 

Kälber

36

36

   240 – 1.300

383

   -97

Klemens Oechtering

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