Frühjahrsmarkt in Hamm

Auktionsberichte
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Bernhard Langenberg aus Bocholt präsentierte diese euter- und körperstarke Vachim-Tochter (Kat-Nr. 139) im Auktionsring. Sie wurde für den Zuschlagpreis von 2.400 € an einen niedersächsischen Züchter verkauft. Foto: Klemens Oechtering

Genomisch getestete Bullen waren gefragt

Nach der Körung standen 44 Bullen für den Verkauf bereit. Bullen mit ansprechenden Körper- und Fundamentmerkmalen und insbesondere Bullen mit genomischen unterstützten Zuchtwerten waren gefragt. Den Spitzenpreis erzielte die Köster KG aus Steinfurt mit dem Macdur-Sohn, HFP Millan, gezogen aus der bekannten Buckeye-Tochter HFP Queen. Bei diesem Bullen passte einfach alles zusammen: Ein klasse Fundament, ein leistungs- und exterieurstarker Kuhstamm und ein genomischer Zuchtwert von gRZG 138. Alles in allem Argumente genug für eine zügige Abfolge der Gebote, die den Preis bis auf 3.000 € steigen ließen, bevor der Zuschlag für den neuen Besitzer aus dem Kreis Recklinghausen fiel. Mit etwas preislichem Abstand platzierte sich mit dem Picolo-Sohn, Patio, der teuerste rotbunte Bulle des Tages auf dem zweiten Rang. Auch dieser Bulle bestach mit Typ und Stärke sowie Spitzenleistungen von 16.000 kg bis 17.000 kg Milch bei Mutter Adria und Großmutter Assi. Patio wurde von Wilhelm van Heek aus Kleve gezogen und für den Steigpreis von 2.700 € an einen Züchter aus dem Märkischer Kreis verkauft. Den dritten Rang belegte der jüngste Bulle des Tages, ein Garrett-Sohn aus dem Bestand von Peter Roggenkamp aus Rheda-Wiedenbrück. 2.300 € investierte ein Käufer aus dem Kreis Borken in diesen Bullen, der mit einem hohen Gesamtzuchtwert von gRZG 137 auf sich aufmerksam machte. Für Zuschlagpreise von 2.200 € und 2.000 € folgten zwei Söhne des rotbunten RUW-Topvererbers TABLEAU. Sie wurden von Heinrich Welsing aus Bocholt und Patrick Balster aus Selm verkauft. Der Durchschnittspreis für die Deckbullen pendelte sich bei 1.504 € ein.

 

 

Qualitätsorientierter Färsenmarkt

Am Färsenmarkt zeigte sich eine weite Spreizung in Bezug auf die Leistungs- und Exterieurqualitäten, was sich auch in den Steigpreisen widerspiegelte. Leistungsbetonte und korrekte Rinder wurden von den Käufern honoriert und erzielten gute Preise. Waren diese Parameter nicht erfüllt, ließen sich die Färsen auch nur unter preislichen Zugeständnissen absetzen. Vor diesem Hintergrund ist auch der letztlich erzielte Durchschnittspreis von 1.571 € zu betrachten. Die teuerste Färse des Tages, eine EMDEN-Tochter, stammte aus dem Bestand der Wiewer-Rellmann GbR. Mit einer starken Einsatzkontrolle von 35 kg Milch und guten Inhaltsstoffgehalten, gepaart mit einem klasse Exterieur wurde diese Färse gleich von mehreren Käufern vorgemerkt. Nach zügigem Ausbieten fiel der Hammer schließlich beim Preis von 2.500 € für einen hessischen Züchter. Der gleiche Kunde sicherte sich für 2.300 € auch eine tadellose TOGETHER-Tochter aus der Zucht von Jürgen Vedder aus Welver, die mit den gleichen Merkmalen überzeugte wie die vorangenannte Färse. TOGETHER ist ein Toystory-Sohn aus dem RUWSELECT-Angebot. Preislich dazwischen platzierte sich eine euter- und körperstarke Vachim-Tochter aus der Zucht von Bernhard Langenberg aus Bocholt, die mit gut 40 Kg Tagesleistung in ihre erste Laktation startete. Für 2.400 € wechselte sie in einen niedersächsischen Züchterstall. Aus dem Bestand von Gerhard Wedell aus Kamen stammte eine überzeugende Eleve-Tochter, die für 2.200 € die Reise nach Mecklenburg-Vorpommern antrat. Ein Züchter aus dem Kreis Warendorf investierte 2.100 € in eine leistungsstarke Bolivia-Tochter aus der Zucht von Burkhard Diekmann aus Soest. Ein eindrucksvolles Bild hinterließen auch die ersten auf Auktionen angebotenen SELAYO-Töchter, die für einen Verkaufspreis von durchschnittlich 1.800 € zugeschlagen wurden.

 

 

Wenig rotbunte Kälber

Das Angebot an Jungrinder und Kälber war nicht zu umfangreich, insbesondere rotbunte Kälber waren diesmal nur wenig vertreten. Am Ende der Auktion waren alle Jungtiere zum Durchschnittspreis von 480 € an neue Besitzer vermittelt worden. Erfreulich war die Zahl der hervorragenden Töchter unserer jungen RUWSELECT-Bullen, die sich zahlreich unter den teuersten Kälber des Tages wiederfanden. Die beiden Spitzenkälber des Tages kamen aus der Zucht von Heinrich Drerup aus Neuenkirchen. Zum einen eine Tochter des Ruacana Sohn RUSH RF (RUWSELCT), die für 850 € ins Saarland verkauft wurde. Ihre Mutter Quantate ist die Vollschwester zum beliebten RUW-Vererber Omatido. Und zum anderen eine Tableau-Tochter gezogen aus einer Vampir-Mutter, die für den Preis von 660 € die Reise nach Süddeutschland antrat. Den gleichen Weg schlug eine SANTURIO-Tochter aus dem Betrieb Heike Funnemann aus Nordkirchen für den Zuschlag bei 580 € ein. SANTURIO RF ist ein Planet-Sohn, der im Besitz der RUW steht, ebenso wie PLAYA. Hans Ulrich Paul aus Spenge war mit Töchtern der Bullen PLAYA und Cassano ein weiterer erfolgreicher Verkäufer. Für 600 € bzw. 580 € wechselten diese beiden hervorragenden Zuchtkälber ebenfalls ins Saarland.

 

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Donnerstag, den 03. Mai 2012 statt.

 

Preisspiegel

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

44

37

  900 – 3.000

1.504

   -91

 

Kühe

2

2

1.800 – 2.400

2.100

 +637

 

Rinder

184

178

   850 – 2.500

1.571

  -124

 

Jungrinder

6

6

   600 – 780

693

   -12

 

Kälber

23

23

   240 – 850

480

   -25

Klemens Oechtering

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