Auktion trotzt der Kälte

Auktionsberichte

Stabiler Bullenmarkt

Der Durchschnittspreis am Bullenmarkt stieg eine weiteres Mal auf mittlere 1.557 € im Zuschlag an. Die 38 gekörten Bullen überzeugten dabei mit guter Entwicklung, Typ und Fundament. Ohne preisliche Ausreißer nach oben oder unten, war es nicht zuletzt der Witterung geschuldet, dass nicht für alle Bullen ein Käufer zu finden war. Der Tagessieger HFP Nonsens wurde von Friedrich Köster aus Steinfurt im Ring präsentiert. HFP Nonsens, ein harmonischer Niagra-Sohn, wurde gezogen aus der bekannten Jet Stream-Tochter RUW Mission und beeindruckte im Ring mit Rahmen und korrektem Fundament. Ein Züchter aus dem Kreis Gütersloh setzte sich am Ende durch und erhielt den Zuschlag bei 2.000 €. Auf dem zweiten Platz wurde es eng. Gleich drei Bullen wurden für 1.900 € zugeschlagen. Von Walter Heller aus Borken wurde ein starker Tequilla-Sohn an einen Züchter aus dem Hochsauerlandkreis verkauft. Mit Mutter Goldfee und Großmutter Georgia geht dieser junge Bulle auf einem Kuhstamm zurück, der für exzellentes Exterieur und Langlebigkeit steht. Aus der Zucht der Wiewer-Rellmann GbR stammte ein Mr. Burns-Sohn, den sich ein Züchter aus dem Kreis Borken sicherte. Leistungsbereitschaft, Langlebigkeit und alles gepaart mit bestem Exterieur auf der mütterlichen Seite waren auch bei diesem Bullen die überzeugenden Argumente. Ebenfalls in den Kreis Borken verkauft wurde aus dem Bestand von Hubertus Schulte-Fischer aus Lippstadt ein Bronco-Sohn, gezogen aus einer kanadischen Kuhfamilie. Der Bulle beeindruckte mit einem tadellosen Fundament, was durch einen die genomischen Exterieurzuchtwert von gRZE 125 deutlich untermauert wurde. Eine besondere Erwähnung gebührte allerdings dem Vorführer, Josef Schulte-Fischer, der mit mittlerweile 80 Jahren, den Bullen in gekonnter Manier im Ring präsentierte, so wie wir es von ihm kennen.

 

 

Export bestimmt den Marktverlauf

Trotz der schwierigen Witterungsbedingungen konnte der gute beschickte Färsenmarkt fast vollständig geräumt werden. Das der Durchschnittspreis sich dabei auf 1.534 € reduzierte ist zum einen sicherlich den vorherrschenden Minusgraden zuzuschreiben. Auf der anderen Seite stand allerdings auch eine größere Anzahl von Tieren die aufgrund von leichten Qualitätsmängeln und Ansagen nur unter deutlichen Preiszugeständnissen abzusetzen waren und ihren Einfluss auf den Durchschnittspreis ausübten. War es auf den letzten Hammer Auktionen vermehrt die heimische Kundschaft, die den Marktverlauf bestimmte, so war die Februarauktion geprägt von den ausländischen Großkunden. Knapp 60 % der Färsen traten nach der Auktion die Reise in Ausland an. Die teuerste Färse SON Soraya, eine Xacobeo-Tochter, aus der Zucht von Ludger Sondermann aus Bocholt verblieb allerdings im heimischen Zuchtgebiet. Obwohl Kunden aus Italien und Spanien ein ebenfalls reges Interesse an dieser Topfärse zeigten, bewies ein Züchter aus dem Kreis Soest den längsten Atem und sicherte sich den Zuschlag für 2.600 €. SON Soraya stammt aus der Eminenz-Kuhfamilie und bestach mit einem klasse Euter und hervorragendem Beinwerk. Den Preis von 2.300 € erzielten zwei schwarzbunte Färsen, die durch Einsatzleistungen von knapp 40 kg und ein tadelloses Exterieur zu gefallen wussten. Eine Zenith-Tochter aus der Zucht von Frank Hötger aus Balve wurde an einen spanischen Kunden verkauft und eine Ross-Tochter aus der Niemeier GbR aus Marienmünster wurde für einen italienischen Züchter zugeschlagen. Den dritten Rang mit einem Zuschlag bei 2.200 € teilten sich zwei rotbunte Färsen, die wiederum im RUW-Gebiet verblieben. Eine leistungsstarke und mit bestem Euter ausgestattete CARMANO-Tochter aus der Zucht der Tübing-Brüggemann GbR aus Ahaus wechselte in einen Züchterstall im Kreis Recklinghausen und eine nicht weniger beeindruckende Rulead-Tochter, gezogen von Bernhard de Baey aus Hamminkeln, wird zukünftig ihre Leistung im Kreis Gütersloh erbringen.

 

Knappes Kälberangebot

Das überschaubare Angebot von 30 Jungrindern und Kälber wurde zügig und vollständig an neue Besitzer vermittelt. Der Durchschnittspreis für die Zuchtkälber reduzierte sich leicht und betrug im Mittel 477 €. Den Spitzenpreis erzielte eine Tochter des hoffnungsvollen RUWSELCET-Bullen REEVES ALL, ein Jeeves-Sohn. Für 620 € wurde dieses klasse Kalb von Ansgar Berendes aus Warburg an einen Züchter aus dem Kreis Borken verkauft. Den Preis von 600 € erzielten gleich fünf Kälber, die bis auf eine Ausnahme allesamt im RUW-Gebiet verblieben. Eine Tochter des RUWSELECT-Bullen JACKY, ein Jardin-Sohn, wurde von der Berkemeier GbR aus Lengerich verkauft. Mit einer Logan-Tochter bzw. einer Manifold-Tochter waren Ulrich Hitthorst aus Rheda-Wiedebrück und Richard Reinecke aus Wettringen erfolgreich. Und Töchter der Bullen Cassano und DRH LUINI wurden von der Bernsmann GbR aus Dorsten und der Bücker-Jesing GbR aus Legden verkauft.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 06. März 2012 statt.

 

 

Preisspiegel

 

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

38

30

1.100 – 2.000

1.557

  +40

 

Kühe

5

5

   850 – 2.000

1.316

  -259

 

Rinder

263

255

   700 – 2.600

1.534

  -167

 

Jungrinder

12

12

   600 – 760

677

   -83

 

Kälber

18

18

   320 – 620

477

   -44

 

Klemens Oechtering

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