Nikolausmarkt in Hamm

Auktionsberichte

Stabiler Bullenmarkt

Der Bullenmarkt zeichnete ein Bild wie im Vormonat. Ein fast ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage führte zu einem stabilen Durchschnittspreis von 1.455 €. Korrekte Bullen mit besten Abstammungen und Leistungsparametern weckten das Käuferinteresse und zogen die Gebote auf sich. Erfolgreichster Bullenverkäufer am Nikolaustag war Bernhard Langenberg aus Bocholt. Der von ihm gezogene Bolton-Sohn Borzan erzielte den Spitzenpreis von 2.700 € und wechselte in einen großen Milchviehbestand im Kreis Recklinghausen. Sowohl Mutter als auch Großmutter überzeugten mit Langlebigkeit und Leistungsbereitschaft. Großmutter Kora wurde mit 91 Punkten exzellent eingestuft und leistete weit über 100.000 kg Milch. Den preislich zweiten Rang mit dem Hammerschlag bei 2.500 € teilten sich zwei Bullen, die mit genomischen Zuchtwerten von 142 gRZG Aufmerksamkeit erregten. Aus der Zucht von Hubert Lefting aus Lippstadt stammte der Radon-Sohn Rachow, der zukünftig um Kreis Paderborn zum Einsatz kommen wird. Stark entwickelt und mit korrektem Fundament ausgestattet, punktete dieser junge und harmonische Bulle mit seinem positiven Eiweißzuchtwert. Der zweite im Bunde war der Man-O-Man-Sohn Manche, der von der Winter GbR aus Oelde zum Verkauf angeboten wurde. Ein tadelloser Bullen mit schöner Oberlinie und einer beeindruckenden Mutterleistung von fast 17.000 kg in der zweiten Laktation, der einem Züchter aus dem Märkischen Kreis zugeschlagen wurde. Der teuerste rotbunte Bulle des Tages mit einem Zuschlag bei 2.100 € war der fast komplett weiße Tableau-Sohn Tabluga aus dem Bestand von Berthold Brügge aus Tecklenburg. Höchste Inhaltsstoffe mit einem durchschnittlichen Eiweißwert von 3,84 % bei Mutter Marlis waren sicherlich mit entscheidend für den Käufer aus dem Kreis Heinsberg, in diesen Bullen zu investieren.

 

3.600 € für genetisch hornlose Färse

Mit Katalognummer 248 erreichte die Auktion ihren Höhepunkt. Zum Verkauf stand eine ganz besondere Färse aus der Zucht von Antonius Richter aus Salzkotten; eine hornlose Lawn Boy-Tochter gezogen aus RH Mary rose EX90. Ihre Großmutter ist keine Geringere als die bekannte und erfolgreiche Schausiegerin RH Meggilee EX91. Nach langem Wettstreit zwischen den interessierten Bietern senkte sich der Hammer des Auktionators erst beim Tageshöchstpreis von 3.600 € für den neuen Besitzer, die Gemeinschaftspraxis Bischoff, Niewöhner und Röcker aus Melle. Bereits einige Minuten zuvor erzielte Alois Loddenkemper aus Drensteinfurt mit einer Ruacana-Tochter den Spitzenpreis von 3.200 €. Eine Färse wie gemalt, feinzellig und mit viel Schliff begeisterte sie das Publikum. Ein italienischer Züchter ließ nicht locker, bis er den Zuschlag erhielt. Großmutter dieser Topfärse ist die Tulip-Tochter Vera, die im Jahr 1999 über den HighlightSALE der Rinder-Union West verkauft wurde. Nummer drei unter den Dreitausendern war die Devil-Tochter WIT Jody aus dem Bestand von Thomas Wiethege aus Halver. Gezogen aus der 91-Punkte Mutter WIT Joy, ließ auch diese junge Färse keine Wünsche in puncto Leistung und Exterieur offen und wurde für 3.000 € an einen Züchter aus dem Kreis Recklinghausen verkauft. In den gleichen Kreis wechselte für den Steigpreis von 2.500 € eine tadellose Stabilo-Tochter aus der Zucht von Franz-Josef Senger-Stuftei aus Ennigerloh, die das Spitzenquartett rotbunter Topfärsen an diesem Tag vervollständigte. Der durchschnittliche Färsenpreis reduzierte sich leicht und pendelte sich bei 1.687 € ein. Die breite Preisspanne war dabei Spiegel des qualitätsbewussten Käuferverhaltens.

 

Kälbermarkt mit Sonderkollektion

Mit 63 Kälbern und Jungrinder war der Markt gut beschickt und wurde fast vollständig geräumt. Eine Sonderkollektion mehrerer Züchter sorgte dabei für ansteigende Durchschnittspreise. Das teuerste Jungrind der Kollektion HFP Mylady, eine Macdur-Tochter gezogen aus RUWMission wurde von der Köster KG aus Steinfurt für 1.600 € in den Hochsauerlandkreis verkauft. Die Niagra-Tochter, HFP Quanta, aus dem gleichen Bestand erzielte 1.400 € und wechselte nach Niedersachsen. Für eine Super-Tochter aus der Talent2-Tochter Maiblüte aus dem Besitz von Holstein Forum investierte ein Züchter aus dem Rhein-Sieg-Kreis 1.450 €. Zwei Dorcy-Töchter, gezogen aus der Shottle-Tochter Nena, wurden für jeweils 1.250 € von Josef Flottmeier, Salzkotten und Karl-Heinz Eickhoff, Oelde an niedersächsische Züchter verkauft. Die Zuchtkälberpreise ohne die Kollektionstiere verfehlten das Vormonatsniveau mit durchschnittlich 450 € nur knapp. Den höchsten Preis hierbei sicherte sich Norbert Lakemeyer aus Nieheim mit einer schicken Samuelo-Tochter aus einer Outside-Mutter. Für 820 € im Zuschlag ging dieses Kalb in den Kreis Borken. 640 € erzielte Georg Ungruh aus Hopsten für eine Tochter des Caribic-Sohn, DRH Carma, ein junger Bulle aus dem RUWSELECT-Segment. Dieses Kalb wechselte in den Kreis Höxter.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet am Dienstag, den 03. Januar 2012 statt. Nur drei Tage später am Freitag, den 06. Januar 2012 folgt der RUW-Jungzüchtertag und am Abend der 21. HighlightSALE mit einem interessanten Angebot hoch genomisch getesteter Jungtiere. Wie immer das erste Highlight des neuen Jahres.

 

 

Preisspiegel

 

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

von - bis

 

Ø

 

Diff.

 

Bullen

41

39

1.000 – 2.700

1.455

   -17

 

Kühe

5

5

   900 – 1.700

1.300

  -332

 

Rinder

275

272

   820 – 3.600

1.687

   -20

 

Jungrinder *

9

9

   600 – 1.600

844

  +260

 

Kälber *

54

52

  320 – 1.450

545

  +75

* incl. Sonderkollektion

 

Klemens Oechtering

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