Sonderkollektion mit Spitzenpreisen bei Auktion in Hamm

Auktionsberichte
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OG Areal (Kat.-Nr. 234) unterstreicht einmal mehr die Qualitäten ihres Vaters Carmano in puncto Fundament- und Eutervererbung. Sie wurde von Hermann-Josef Olbing aus Borken zum Preis von 1.950 € nach Italien verkauft. Foto: Andreas Kemmerling

 

Ruleto-Sohn für 2.500 €

Mit 39 gekörten Bullen war der Auftrieb ähnlich stark wie im Vormonat. Bei vergleichbarem Marktverlauf konnten nachfragebedingt sechs Bullen nicht an einen neuen Besitzer vermittelt werden. Der Durchschnittspreis pendelte sich bei 1.402 € ein. Spitzenreiter des Tages war WIT Rügen, ein bestens entwickelter und mit ansprechendem Fundament ausgestatteter Ruleto-Sohn, aus der Zucht von Thomas Wiethege aus Halver. Ein exterieur- und leistungsstarker Kuhstamm sowie ein ausgeglichenes genomisches Zuchtwertprofil des Bullen selbst rundeten das Bild dieses jungen Bullen ab, den sich ein Käufer aus dem Kreis Kleve für 2.500 € Zuschlagpreis sicherte. Mit etwas preislichem Abstand folgte für 2.000 € ein korrekter Bennwood-Sohn. Präsentiert von Martin Teikemier aus Petershagen und gezogen aus einer 86-Punkte Mascol-Mutter, wurde er für 2.000 € einem Züchter aus dem Kreis Warendorf zugeschlagen. Den gleichen Preis erzielte Dirk Baumeister aus Gütersloh für den Legend-Sohn BHG Legino. Legino stammt aus der mit 87 Punkten bewerteten Ramos-Mutter Milka und verfügt über einem genomischen Zuchtwert von gRZG 133. Er wird im Kreis Gütersloh zum Einsatz kommen. Auf dem preislich dritten Rang platzierte sich mit 1.900 € ein Bogart-Sohn, der von Hermann-Josef Bonhoff aus Raesfeld verkauft wurde.

 

Tochter von RUWSELECT-Bullen auf dem Podest

Der Färsenmarkt war mit gut 200 Tieren ordentlich beschickt. Die Gebote wurde in zügiger Reihenfolge abgeben und erreichen schnell ein den jeweiligen Tierqualitäten entsprechendes Niveau. Der Durchschnittspreis reduzierte sich gegenüber dem Septembermarkt leicht auf 1.680 €, was auf eine etwas größere Anzahl von Tieren mit leichten Mängeln zurückzuführen war. Den Tageshöchstpreis von 2.300 € erzielten gleich zwei Färsen. Eine ganz junge Alaaf-Tochter; Alaaf ist ein Leif-Sohn aus dem RUWSELECT-Segment; die bereits mit 24 Monate abgekalbt hatte, überzeugte im Ring mit bestechendem Typ und Fundament. Gepaart mit einer starken Einsatzleistung von 35 Kg Mich wurde sie von Hubert Weber aus Unna an einen Züchter aus dem Kreis Minden-Lübbecke verkauft. Den gleichen Preis erzielte Heinz Hesse aus Bad Wünnenberg für eine ebenso leistungs- wie exterieurstarke Camaro-Tochter, die Richtung Niedersachsen verladen wurde. Knapp dahinter platzierte sich eine kapitale und aus einer 86-Punkte-Goldwin-Mutter gezogene Vachim-Tochter aus der Zucht von Ludger Sondermann aus Bocholt. Sie trat für 2.250 € diese Reise nach Italien an. Den gleichen Reiseweg schlug für 2.200 € eine tiefschwarze Duracell-Tochter aus dem Betrieb von Norbert Höckenschnieder, Lippetal ein. Sie beeindruckte durch ein drüsiges, hoch und breit angelegtes und festansitzendes Euter. Den preislich dritten Rang teilte sie sich mit einer Tochter des RUWSELECT-Bullen Wildlife; einem Wildman-Sohn. Diese tadellose Färse wurde von Cordula Linkamp aus Hamm an einen Züchter aus dem Kreis Steinfurt verkauft.

 

Sonderkollektion setzt Akzente

Der Markt für Zuchtkälber und Jungrinder verlief sehr zügig und die zum Verkauf gestellte Sonderkollektion genetischer hochwertiger Jungtiere aus der Zucht von Josef Flottmeier aus Salzkotten sorgte für die besonderen Highlights des Auktionstages. Und so dauerte es fast bis zum Schluss der Auktion bis die gerade zwei Monate alte Snowman-Tochter, gezogen aus der mit 89 Punkten bewerteten Riverland-Mutter Lady, mit der Katalognummer 420 den Ring betrat und innerhalb kürzester Zeit die Gebote bis auf 3.200 € hochschnellen ließ bevor Auktionator Josef Kotthoff den Zuschlag an einen Züchter aus dem Rhein-Sieg Kreis erteilte. Kurz zuvor hatte sich der gleiche Käufer für 2.600 € bereits eine Gerard-Tochter aus der Sonderkollektion gesichert. Dieses Kalb, stammt aus der leistungsstarken Shottle-Mutter Nena VG 86 und untermauerte die Erwartungen durch einen genomischen Zuchtwert von gRZG 135. Weitere sechs Tiere der Kollektion wurden für Preise zwischen 1.100 € und 1.800 € an neue Besitzer verkauft, wodurch sich die hohen Durchschnittspreise bei Jungrindern und Kälbern erklären.

Die übrigen 42 Zuchtkälber erzielten mit 418 € im Durchschnitt einen Preis knapp unter dem Vormonatsergebnis. Ein herausragendes Ergebnis von 1.150 € im Zuschlag verbuchte hierbei Heinrich Sonneborn aus Bad Berleburg für eine beindruckende Lonar-Tochter, gezogen aus der Perfekt-Tochter Bianca VG 86. Das Kalb wurde an einen Züchter aus den Niederlanden verkauft. Mit einem Verkaufspreis von 600 € waren Richard Reinecke aus Wettringen und Bernhard Groten aus Dülmen mit Kälbern der RUW-Vererber Ticktack und Omro sowie Hans-Dieter Westhues, Rheda-Weidenbrück mit einer Palermo-Tochter erfolgreich.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung der Rinder-Union West eG in Hamm findet bedingt durch den Feiertag „Allerheiligen“ erst am Donnerstag, den 03. November 2011 statt.

 

Preisspiegel

 

 

 

 

Angebot

 

Verkauft

 

Preisspanne €

 

Durschnitts- preis €

 

Differenz Vormonat €

 

Bullen

39

3

1.000–2.500

1.402

  -85

 

Kühe

4

4

  900–1.450

1.143

  -80

 

Rinder

202

201

  700–2.300

1.680

   -31

 

Jungrinder*

14

14

  300–1.800

799

 +262

 

Kälber *

47

47

  200–3.200

571

  +123

*  incl. Sonderkollektion

 

Klemens Oechtering

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