Januar-Auktion in Bitburg

Auktionsberichte

Der Jüngste war der Teuerste

Die Deckbullenkäufer trafen ihre Kaufentscheidungen sehr gezielt. So warteten einige bis zum Auftrieb des letzten Bullen im Katalog, welcher gleichzeitig der jüngste der Versteigerung war. PM Milaiko ist ein Million-Sohn gezogen von Peter Meutes aus Rommersheim, der gerade mal zwölf Monate alt war. Er hat selbst einen genomischen Zuchtwert mit RZG 115 und stammt aus der wohl wertvollsten Kuhfamilie im Betrieb Meutes, dem R-Stamm. Die Mutter ist PM Relaica, die in ihrer zweiten Laktation 11.612 kg Milch mit 4,46% Fett und 3,32% Eiweiß leistete. Neben dieser Leistungsstärke ist sie, genau wie ihre Großmutter, eine ausgesprochen schöne Kuh, die mit 87 Punkten bewertet worden ist. Großmutter des Bullen ist PM Rebecca, eine Lheros-Tochter aus der bundesweit bekannten Topkuh Ricarda. Rebecca wurde in der dritten Laktation mit 88 Punkten bewertet und kann mit einer Höchstleistung von über 14.000 kg aufwarten. Für 2.100 € im Zuschlag absolviert dieser junge Bulle seinen Deckeinsatz im Kreis Ahrweiler. Trotz seiner Jugendlichkeit war dieser Bulle hervorragend entwickelt und mit Höchstnoten gekört worden. Ein Kunde aus dem Kreis Euskirchen erhielt den Zuschlag bei 1.850 € für den schneeweißen Bullen Soccer des bekannten Züchters aus Niederweis, Matthias Nosbisch. Soccer ist ein Socrates-Sohn aus einer hochinteressanten holländischen Kuhfamilie, mit einer Titanic-Mutter und Marshall-Großmutter,  die mit 87 und 88 Punkten bewertet sind. Bei diesem weißen Bullen stehen Leistungen von weit über 14.000 kg Milch im Pedigree, und er selbst hat bereits einen genomischen Zuchtwert mit RZG 121. Siegfried Hück aus Kall-Keldenich erhielt bei dem Bullen preislich Bronze mit 1.700 € für seinen Gavor-Sohn HÜX Gampor, den sich ein saarländischer Milchviehhalter sicherte. Gampor hat eine mit 89 Punkten bewertete Janos-Mutter und eine Manat-Großmutter mit 84 Punkten im Exterieur. Dieser gut entwickelte schwarzbunte Holsteinbulle überzeugte mit den Eiweißwerten im Pedigree: Die Mutter produzierte bei weit über 10.000 kg Milch 3,51% Eiweiß und die Großmutter sogar fast 3,7 % Eiweiß. Bei 1.600 € fiel der Hammer für einen belgischen Holsteinzüchter, der sich den rotbunten Bullen HÜX Lemo sicherte, ebenfalls aus der Zucht von Siegfried Hück, Kall-Keldenich. Dieser Bulle überzeugte durch sein Exterieur, genau wie seine Mutter, eine Starking-Tochter mit 87 Punkten und der Großmutter, eine EX 90 Punkte Andy-Tochter. 

 

Qualität ist gefragt

Die Preise für abgekalbte Holsteinfärsen bei dieser Januar-Auktion in Bitburg wurden deutlich von den ausländischen Kunden bestimmt. Gerade Italiener und Belgier deckten ihren Bedarf in Bitburg. Mit einer sehr harmonischen, euter- und typstarken Jannsen-Tochter überzeugte der Züchter Frank Marienfeld aus Heckenbach einen Holsteinzüchter aus dem Vulkaneifelkreis, der für diese junge Färse 2.000 € investierte. Die Indomito-Mutter produzierte in der zweiten Laktation 11.500 kg Milch mit hervorragenden 3,66% Eiweiß. Ihre Großmutter, die immerhin schon sieben Laktationen produziert, hat ebenfalls Leistungen von 12.000 kg Milch mit 3,40% Eiweiß geleistet. Bei einer Tagesleistung von knapp 35 kg Milch wusste diese klasse Jannsen-Tochter zu überzeugen. Peter Meutes aus Rommersheim präsentierte eine sehr gut entwickelte Buckeye-Tochter aus dem Kuhstamm der bewährten Europasiegerin  Andia. Diese Färse hat bereits eine Tagesleistung von weit über 40 kg Milch und stammt aus einer Strunz-Mutter und Laredo-Großmutter aus Andia. Für 1.950 € ließen sich die Italiener dieses Rind nicht entgehen. 1.900 € im Zuschlag erlöste Karl-Heinz Kirch aus Fisch mit seiner Videas-Tochter Pia. Diese sehr typvolle elegante Videas-Tochter stammt aus einer Strunz-Mutter (83 Punkte) und Dombinator –Großmutter  (86 Punkte). Mit einer Tagesleistung von 35 kg Milch wird sie die Leistungen ihrer Vorfahren fortsetzen, die jeweils bei knapp 10.000 kg Milch liegen. Den Zuschlag erhielt ein Kunde aus dem Saarland.

 

Im Schnitt waren die jungen abgekalbten Holsteinfärsen preislich stärker als die älteren. Voraussetzung ist jedoch eine entsprechende Kondition und Entwicklung. Dies zeigte sich sehr schön bei den nachfolgenden drei Zuchtfärsen aus der bekannten Ahrweiler-Zuchtstätte von Lorenz und Karsten Krause, Hohenleimbach. Alle drei Färsen haben Tagesleistungen von weit über 30 kg Milch bei einem Erstkalbealter von 24 Monaten und alle drei erzielten sie 1.850 € im Zuschlag. Dies waren eine Toystory-, eine Life Art- und eine Eleve-Tochter. Alle drei haben tiefe Pedigrees mit sehr hohen Leistungen und wurden klasse präsentiert. 

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung in Bitburg findet am 17. Februar 2011 statt. Anmeldeschluss hierfür ist Montag, 31. Januar 2011. Transportmöglichkeiten in alle Regionen, gewissenhafte Erfüllung von Kaufaufträgen, Kataloge und nähere Informationen erhalten Sie bei der Rinder-Union West eG, Hamerter Berg 1, 54636 Fließem, Tel. 06569  9690-0, Fax 06569  9690-99. E-Mail: HReifer@ruweg.de  / www.ruweg.de.

 

Gerd Grebener

 

Preisspiegel

 

Auftrieb

Verkauft

Spanne €

Durchschnitts

preis €

Differenz

Vormomat €

    Bullen

21

14

1.100 – 2.100

1.414

+ 122

Rinder

52

50

1.000 – 2.000

1.461

-  261

 

 

 

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