Spitzenpreise in Bitburg

Auktionsberichte
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Diese hervorragende Malvoy-Tochter (Kat.-Nr. 50) aus der Zucht von Stefan Marxen in Dingdorf wechselte für 2.700 € in den Vulkankreis. Foto: Heinrich Schulte

Teuerster Bulle aus der bekannten Andia-Kuhfamilie

Von den 14 aufgetriebenen Holsteindeckbullen erhielten 13 das Prädikat gekört. Bei ihren Kaufentscheidungen gingen die Interessenten für Deckbullen sehr selektiv vor und entschieden sich für Bullen aus sehr tiefen und hochproduktiven Kuhfamilien. Der bekannte Holsteinzüchter Stefan Marxen aus Dingdorf erzielte mit seinem rotbunten Ruacana-Sohn Ruandro den Tageshöchstpreis von 1.800 € im Zuschlag. Dieser Bulle stammt aus der zweimaligen rotbunten Europasiegerin Andia (EX 93 Punkte). Seine Mutter ist eine Faber-Tochter aus Andia, die sich bereits auf Schauen erfolgreich präsentieren konnte. Sie ist mit 86 Punkten bewertet und hat eine Durchschnittsleistung in sechs Laktationen von 12.699 kg Milch mit 4,28% Fett und 3,57% Eiweiß. Ihre Höchstleistung erzielte sie in der fünften Laktation mit weit über 13.000 kg Milch, genau wie ihre bereits erwähnte Mutter Andia, die ebenfalls in der Höchstleistung weit über 13.000 kg Milch produziert hat. Dieser fehlerfreie typstarke Bulle wurde von einem Züchter aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm ersteigert, der sich bei seinen Deckbullenzukäufen sehr bewusst für tiefe Kuhfamilien entscheidet. Gleiches gilt für die preisliche Nummer zwei, der Lightning-Sohn NH Lighto vom weit über Deutschland hinaus bekannten Zuchtbetrieb Matthias Nosbisch, Niederweis. In dieser Abstammungsfolge steht die Ford-Mutter Isabell, EX 90 Punkte und eine Elwillo-Großmutter mit 85 Punkten. Im gesamten Papier stehen hier ausschließlich Leistungen von über 12.000 bis weit über 13.000 kg Milch mit guten Inhaltsstoffen. Auch er bleibt im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Mit 1.600 € im Zuschlag folgte ein weiterer Bulle aus dem bereits erwähnten Zuchtstall Marxen, und zwar ein Gavor-Sohn aus einer Jetlag-Mutter und Jocko Besne-Großmutter, alles hoch eingestufte Kühe, die ihren Glanzpunkt bei den Inhaltsstoffen haben: Bei extrem hohen Leistungen sind die Eiweißwerte mit 3,77% bei der Mutter und weit über 3,80% bei der Großmutter fest im Genpool verankert. Diese Inhaltsstoffgenetik sicherte sich ein Betrieb aus dem Saarland.

 

 

Malvoy bestätigt seine Klasse

Malvoy 916301 - er ist der rotbunte Topvererber der letzten Jahre. Ein Marmax RF-Sohn, der ganz oben auf der Liste der höchsten Zuchtwertbullen rotbunt in Deutschland steht und die letzten Jahre stark im Einsatz war und ist. Mit seinen ersten Töchtern aus dem Wiedereinsatz bestätigt er seine absolute Klasse. Richtig angepaart werden wir noch viele rotbunte Holsteinfärsen wie Kat.-Nr. 50 erwarten können. Diese Färse bestach durch ihr Kaliber, ihre Kraft und dem sehr guten Euter, aus dem immerhin bei der ersten Kontrolle bereits fast 40 kg Milch flossen. Ihre Mutter ist eine Laurel in der Kombination mit Cadon. Diese Red Holstein ist mit 2.700 € preislicher Tagessieger der Färsen und wird ihrem neuen Besitzer und engagierten Züchter sehr viel Freude bereiten. Direkt eine Katalognummer später folgte preislich mit 2.500 € eine extrem milchtypische, bunt gezeichnete Shottle-Enkelin aus einer Ruskin-Mutter und Jenar-Großmutter. Diese Holsteinfärse hatte alles, was einen Käufer begeistern kann: neben den klasse Typmerkmalen ein sehr gutes Euter und vor allem eine erste Kontrolle mit weit über 40 kg Milch. Bei der Mutter stehen knapp 11.000 kg und bei der Großmutter über 13.000 kg Milch, über viele Laktationen. Der Vater dieser Färse heißt Shir-Khan und ist ein junger, hoffnungsvoller Shottle-Sohn aus dem Zuchtprogramm der Rinder-Union West eG, von dem jetzt die ersten Färsen zum Abkalben kommen. Auch diese extrem gute Holsteinfärse bleibt in der Eifel. Mit 2.250 € im Zuschlag folgte Kat.-Nr. 53, eine rotbunte Top-Färse, ebenfalls von dem bereits erwähnten Bullen Malvoy. Eine tolle Rotbunte mit bestem Typ und Euter, aus einer 85 Punkte Lichtblick und 83 Punkte Faber, mit Leistungen von über 12.000 kg, bei mehr als 3,5% Fett und eine erste eigene Kontrolle mit 36 kg. Sie wird zukünftig die italienische Holsteinzucht bereichern. Was haben alle drei genannten abgekalbten Holsteinrinder gemeinsam? Alle drei stammen aus der bereits erwähnten Zucht von Stefan Marxen, Dingdorf, wurden hervorragend präsentiert und haben bei ihrer enormen Entwicklung ein Erstkalbealter von 23 bzw. 24 Monaten.

 

Der Bedarf an abgekalbten Holsteinfärsen ist groß und es war schade, dass, sicherlich auch bedingt durch das wunderschöne Herbstwetter und der damit verbundenen Silomaisernte, einige Zuchttiere nicht aufgetrieben wurden. Hier gilt noch einmal der Appell an alle: In solchen Situationen, aber auch generell, den Auktionsservice der Rinder-Union West eG in Anspruch zu nehmen.

 

Die nächste Zuchtviehversteigerung in Bitburg findet am 04. November 2010 statt. Anmeldeschluss hierfür ist Montag, 18. Oktober 2010. Transportmöglichkeiten in alle Regionen, gewissenhafte Erfüllung von Kaufaufträgen, Kataloge und nähere Informationen erhalten Sie bei der Rinder-Union West eG, Hamerter Berg 1, 54636 Fließem, Tel. 06569 9690-0, Fax 06569 9690-99. E-Mail: HReifer@ruweg.de / www.ruweg.de.

 

Gerd Grebener

 

Preisspiegel

 

 

 

Auftrieb

Verkauft

Preis-spanne €

Durchschnitts- preis €

Differenz Vormonat €

Bullen

13

8

1.100 – 1.800

1.406

+145

Rinder

21

21

1.000 – 2.700

1.621

+   66

 

 

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